US-Konzerne fordern Rücknahme der EU-Steuerforderungen an Apple
Die Steuer-Entscheidung der EU in Sachen Apple und Irland ist keineswegs einfach eine Attacke, die sich nur gegen den kalifornischen Computerkonzern richtet. Diverse große US-Konzerne sind aufgeschreckt und versuchen jetzt ihren Einfluss geltend zu machen und Schlimmeres zu verhindern.
Die Business Roundtable-Gruppe, in der diverse große US-Unternehmen organisiert sind, richten sich jetzt mit einem gemeinsamen Brief an alle Staatschefs der EU-Mitgliedsländer. Sie stellen sich darin gegen die Entscheidung der EU-Kommission. Diese hatte die Steuervereinbarungen zwischen dem irischen Staat und Apple als unzulässige Subventionen eingestuft und von Irland gefordert, rund 13 Milliarden Euro Steuern nachträglich von dem Konzern zu fordern.
Aus dem Schreiben geht hervor, dass man bei der Branchenorganisation der Auffassung ist, dass die Apple-Sache lediglich ein Präzedenzfall ist. Immerhin haben sich sehr viele US-Unternehmen mit ihren europäischen Niederlassungen in Irland angesiedelt, weil das Land mit günstigen Konditionen gelockt hat. Dies diente keineswegs dem Zweck, den Unternehmen Gelder zuzuschustern, sondern sollte in erster Linie die irische Wirtschaft erstmals seit sehr langer Zeit auf einen modernen Stand bringen. Über Jahrhunderte hinweg galt das Land immerhin als Hinterhof Europas, dem die Kolonialgeschichte schwer zu schaffen machte.
Die Stimme der Organisation hat dabei durchaus einiges an Gewicht, wenn es um Lobbyarbeit geht. Business Roundtable ist immerhin eine Organisation, in der die Konzernchefs von 185 US-Unternehmen zusammengeschlossen sind. Ihre Unternehmen bringen es zusammen auf 16 Millionen Beschäftigte und einen Umsatz von rund 7 Billionen Dollar im Jahr.
Aus dem Schreiben geht hervor, dass man bei der Branchenorganisation der Auffassung ist, dass die Apple-Sache lediglich ein Präzedenzfall ist. Immerhin haben sich sehr viele US-Unternehmen mit ihren europäischen Niederlassungen in Irland angesiedelt, weil das Land mit günstigen Konditionen gelockt hat. Dies diente keineswegs dem Zweck, den Unternehmen Gelder zuzuschustern, sondern sollte in erster Linie die irische Wirtschaft erstmals seit sehr langer Zeit auf einen modernen Stand bringen. Über Jahrhunderte hinweg galt das Land immerhin als Hinterhof Europas, dem die Kolonialgeschichte schwer zu schaffen machte.
Drohung mit EU-Boykott
Sollte die aktuelle Entscheidung tatsächlich so Bestand haben, so schreiben die Business Roundtable-Mitglieder, stünden zahlreiche Firmen vor einer unsicheren Situation und zwangsläufig würde dies dazu führen, dass weniger Investitionen in den EU-Markt fließen werden. Dies könnte letztlich zu volkswirtschaftlichen Verlusten führen, die wesentlich höher als die zusätzlich eingenommenen Steuern wären. Unterschwellig ist dies eine recht klare Drohung, bei zukünftigen Standortentscheidungen die EU auszuklammern.Die Stimme der Organisation hat dabei durchaus einiges an Gewicht, wenn es um Lobbyarbeit geht. Business Roundtable ist immerhin eine Organisation, in der die Konzernchefs von 185 US-Unternehmen zusammengeschlossen sind. Ihre Unternehmen bringen es zusammen auf 16 Millionen Beschäftigte und einen Umsatz von rund 7 Billionen Dollar im Jahr.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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