Vodafone tönt vom Gigabit-Netz und verschweigt die Flaschenhälse
Der Telekommunikationskonzern Vodafon trommelt weiter mit seinem neuen Slogan von der Zukunft als "Gigabit-Company". Wie das Unternehmen heute mitteilte, habe man keineswegs nur vor, die Bandbreiten im Mobilfunk kräftig voranzutreiben. Auch bei stationären Anbindungen will man vorankommen.
Die ersten Kunden sollen den weiteren Weg im kommenden Jahr zu spüren bekommen. Dann soll das Kabelnetz, das mit der Übernahme von Kabel Deutschland zum Konzern kam, in den ersten Regionen auf Downstreams von 500 Megabit pro Sekunde ausgebaut werden. Und - zumindest zu Demonstrationszwecken - sollen auch schon Gigabit-Anbindungen über das Kabelnetz gezeigt werden können.
Wie man es inzwischen gewohnt ist, wird hier allerdings nur die halbe Wahrheit erzählt. Denn die Besitzer von Kabelnetzen sind bekannt dafür, dass sie ihre hohen Downstream-Geschwindigkeiten öffentlichkeitswirksam in Szene setzen, aber gern verschweigen, dass ihre Upstream-Angebote dabei einen nicht zu verachtenden Flaschenhals darstellen. Hier ist kaum damit zu rechnen, dass die maximal verfügbare Bandbreite auch nur annähernd an die 10-Prozent-Marke des Downstreams herankommt.
Zumindest kann man aber darauf hoffen, dass das Getöse von der Gigabit-Gesellschaft hierzulande zumindest dabei hilft, den Druck auf die Netzbetreiber zu erhöhen, endlich in echte Glasfaser-Infrastrukturen zu investieren, die auch bis zu den Nutzern reichen.
Großer Internet-Vergleichs-Rechner
Wie man es inzwischen gewohnt ist, wird hier allerdings nur die halbe Wahrheit erzählt. Denn die Besitzer von Kabelnetzen sind bekannt dafür, dass sie ihre hohen Downstream-Geschwindigkeiten öffentlichkeitswirksam in Szene setzen, aber gern verschweigen, dass ihre Upstream-Angebote dabei einen nicht zu verachtenden Flaschenhals darstellen. Hier ist kaum damit zu rechnen, dass die maximal verfügbare Bandbreite auch nur annähernd an die 10-Prozent-Marke des Downstreams herankommt.
Asymmetrie in Pest- & Cholera-Version
Entsprechend scheinheilig ist es dann auch, zu betonen, wie weit man den DSL-Anbietern und insbesondere der Deutschen Telekom hier voraus sei. Denn hier halten die ersten Anschlüsse mit 100 Megabit pro Sekunde im Downstream durch das Vectoring zwar gerade erst ihren Einstand, diese bieten dabei dann aber auch einen Upstream von 40 Megabit pro Sekunde. Vodafone kann mit seinem oberen Kabel-Angebot mit 200 Mbit im Downstream hingegen nur einen Upstream von bis zu 12 Megabit pro Sekunde bieten. Angesichts dessen, dass das Internet dann eben doch in erster Linie ein Kommunikationsmedium und kein Fernsehsender ist, sollte dies stets beachtet werden.Zumindest kann man aber darauf hoffen, dass das Getöse von der Gigabit-Gesellschaft hierzulande zumindest dabei hilft, den Druck auf die Netzbetreiber zu erhöhen, endlich in echte Glasfaser-Infrastrukturen zu investieren, die auch bis zu den Nutzern reichen.
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Christian Kahle
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