Die Zeichen stehen auf SIM-Krieg zwischen Apple und Mobilfunkern
Eine Woche ist es nun her, dass Apple die Katze aus dem Sack gelassen hat und sein neues iPad Air 2 mit der so genannten Apple SIM vorstellte. Inzwischen verfestigt sich die Einschätzung, dass es sich dabei nur um einen Testballon für eine harte Auseinandersetzung mit den Mobilfunkbetreibern handelt.
"Mit der Apple SIM läuft es darauf hinaus, dass die Beziehung zwischen dem Mobilfunkbetreiber und dem Nutzer sich grundlegend verändert", erklärte Ian Fogg, Analyst beim Marktforschungsunternehmen IHS. Beim iPad dürfte der Effekt noch nicht besonders groß sein, da die Modelle mit integriertem Mobilfunk in den Verkaufszahlen ohnehin den kleineren Anteil haben. Hinzu kommt, dass noch längst nicht alle Märkte mit der Apple SIM beliefert werden.
Doch in Cupertino wird man jetzt sehr genau beobachten, wie die Netzbetreiber auf die Neuerung reagieren und es ist zu erwarten, dass Apple in absehbarer Zeit auch seine iPhones mit einer frei programmierbaren SIM-Karte ausstattet. Dies würde zwangsläufig eine sehr harte Auseinandersetzung nach sich ziehen.
Denn Apple würde damit die nächste Stufe der Eskalation einläuten. Bereits mit der Einführung des iPhones hatte man die Mobilfunk-Betreiber ordentlich degradiert. Denn plötzlich schwenkte der Fokus der Kunden. Bisher bestand die eigentliche Beziehung zwischen dem Netzbetreiber und dem Nutzer, der sich zu seinem Mobilfunkvertrag dann noch ein Mobiltelefon auswählte, das am besten zu seinen Anforderungen passte.
Plötzlich hatten es die Netzbetreiber aber mit Verbrauchern zu tun, die in erster Linie Apple-Kunden waren und zu ihrem Gerät nur noch die Dienstleistung einer Mobilfunkanbindung benötigten. Und mit der Apple-SIM werden sie noch einen Schritt weiter in Richtung eines beliebigen Dienstleisters gedrängt, da sie nicht einmal mehr zum Verkauf der SIM-Karte in direktem Kontakt mit dem Kunden stehen.
Wer die Machtprobe letztlich für sich entscheiden kann, ist keineswegs gesichert. Fogg gibt zu Bedenken, dass Apple immerhin der zweitgrößte Smartphone-Hersteller der Welt ist. Hinzu kommt, dass mit der Plattform des Konzerns alle Beteiligten immer noch das stärkste Geschäft machen. Darauf können die Mobilfunker wohl nur schwer verzichten. Auf der anderen Seite verkaufen sich iPhones in erster Linie zusammen mit Mobilfunkverträgen, da hierbei die Anfangs-Investition nicht so hoch ist wie beim Erwerb eines ungebundenen Modells. Das dürfte das Faustpfand der Netzbetreiber sein.
Doch in Cupertino wird man jetzt sehr genau beobachten, wie die Netzbetreiber auf die Neuerung reagieren und es ist zu erwarten, dass Apple in absehbarer Zeit auch seine iPhones mit einer frei programmierbaren SIM-Karte ausstattet. Dies würde zwangsläufig eine sehr harte Auseinandersetzung nach sich ziehen.
Denn Apple würde damit die nächste Stufe der Eskalation einläuten. Bereits mit der Einführung des iPhones hatte man die Mobilfunk-Betreiber ordentlich degradiert. Denn plötzlich schwenkte der Fokus der Kunden. Bisher bestand die eigentliche Beziehung zwischen dem Netzbetreiber und dem Nutzer, der sich zu seinem Mobilfunkvertrag dann noch ein Mobiltelefon auswählte, das am besten zu seinen Anforderungen passte.
Plötzlich hatten es die Netzbetreiber aber mit Verbrauchern zu tun, die in erster Linie Apple-Kunden waren und zu ihrem Gerät nur noch die Dienstleistung einer Mobilfunkanbindung benötigten. Und mit der Apple-SIM werden sie noch einen Schritt weiter in Richtung eines beliebigen Dienstleisters gedrängt, da sie nicht einmal mehr zum Verkauf der SIM-Karte in direktem Kontakt mit dem Kunden stehen.
Netzbetreiber sperren sich
Das werden sich die Netzbetreiber nicht kampflos gefallen lassen. Bereits bei der Vorstellung der ersten Patente für die universale SIM-Karte vor drei Jahren sprachen Vertreter von Mobilfunkbetreibern davon, dass Apple wohl einen Krieg riskieren wolle. Auch jetzt erklärte ein ungenannter Manager eines deutschen Netzbetreibers gegenüber der Tageszeitung Welt: "Ein iPhone mit 'Apple-SIM' würden wir nicht verkaufen."Wer die Machtprobe letztlich für sich entscheiden kann, ist keineswegs gesichert. Fogg gibt zu Bedenken, dass Apple immerhin der zweitgrößte Smartphone-Hersteller der Welt ist. Hinzu kommt, dass mit der Plattform des Konzerns alle Beteiligten immer noch das stärkste Geschäft machen. Darauf können die Mobilfunker wohl nur schwer verzichten. Auf der anderen Seite verkaufen sich iPhones in erster Linie zusammen mit Mobilfunkverträgen, da hierbei die Anfangs-Investition nicht so hoch ist wie beim Erwerb eines ungebundenen Modells. Das dürfte das Faustpfand der Netzbetreiber sein.
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