Apple gegen Nokia & Co.:
Streit um nano-SIMs
Vergangenen November hat das Münchner Technologie-Entwicklungsunternehmen Giesecke & Devrient (G&D) die derzeit kleinste SIM-Karte vorgestellt. Diese nano-SIM soll die aktuelle Kartengeneration ablösen. Um die europäische Zulassung ist nun aber ein Streit entbrannt.
Giesecke & Devrient ist jenes Unternehmen, das 1991 die erste kommerzielle SIM-Karte (vom englischen "Subscriber Identity Module") entwickelt hat: G&D hat Ende des vergangenen Jahres eine dritte SIM-Karten-Generation vorgestellt, diese so genannte nano-SIM ist um 30 Prozent kleiner (12 x 9 Millimeter) und 15 Prozent dünner als derzeit erhältliche micro-SIMs.
Wie 'The Verge' unter Berufung auf einen Bericht der Wirtschaftszeitung 'Financial Times' (FT) berichtet, ist rund um die Zulassung beim European Telecommunications Standards Institute (ETSI) ein heftiger Streit entbrannt. Die Kontrahenten: Apple gegen Nokia (unterstützt von Motorola und Research in Motion).
Sollen demnächst abgelöst werden: micro-SIMs
Konkret geht es eine etwaige Bevorzugung des iPhone-Herstellers: Die Apple-Version der nano-SIM würde eine "Schublade" benötigen, dieses Design-Element ist bereits bei iPhones und iPads enthalten. Nokia ist deswegen der Ansicht, dass Apple dadurch "signifikante technologische Vorteile" hätte.
Zwar könnte dieses SIM-Design von jedem Unternehmen lizensiert werden, das es einsetzen will, allerdings haben die Apple-Mitbewerber Bedenken, dass der iPhone-Hersteller rund um die nano-SIM Patente anhäufen könnte, die unter direkte Apple-Kontrolle fielen. Im Bericht heißt es, dass die von Nokia angeführten Hersteller dagegen sind, Apple aber die Unterstützung der "meisten" Mobilfunkanbieter genießen würde.
Zudem soll Apple versuchen, bei der Normungsorganisation ETSI ein taktisches Manöver durchzubringen: Die FT schreibt, dass Apple sechs unterschiedliche europäische Niederlassungen beim ETSI registrieren will (jeder Berechtigte kann bis zu 45 Stimmen abgeben), um auf diese Weise eine Mehrheit in diesem Gremium zu bekommen. Derzeit ist Nokia mit 92 Stimmen das größte ETSI-Mitglied (insgesamt: 740).
Wie 'The Verge' unter Berufung auf einen Bericht der Wirtschaftszeitung 'Financial Times' (FT) berichtet, ist rund um die Zulassung beim European Telecommunications Standards Institute (ETSI) ein heftiger Streit entbrannt. Die Kontrahenten: Apple gegen Nokia (unterstützt von Motorola und Research in Motion).
Sollen demnächst abgelöst werden: micro-SIMs
Konkret geht es eine etwaige Bevorzugung des iPhone-Herstellers: Die Apple-Version der nano-SIM würde eine "Schublade" benötigen, dieses Design-Element ist bereits bei iPhones und iPads enthalten. Nokia ist deswegen der Ansicht, dass Apple dadurch "signifikante technologische Vorteile" hätte.
Zwar könnte dieses SIM-Design von jedem Unternehmen lizensiert werden, das es einsetzen will, allerdings haben die Apple-Mitbewerber Bedenken, dass der iPhone-Hersteller rund um die nano-SIM Patente anhäufen könnte, die unter direkte Apple-Kontrolle fielen. Im Bericht heißt es, dass die von Nokia angeführten Hersteller dagegen sind, Apple aber die Unterstützung der "meisten" Mobilfunkanbieter genießen würde.
Zudem soll Apple versuchen, bei der Normungsorganisation ETSI ein taktisches Manöver durchzubringen: Die FT schreibt, dass Apple sechs unterschiedliche europäische Niederlassungen beim ETSI registrieren will (jeder Berechtigte kann bis zu 45 Stimmen abgeben), um auf diese Weise eine Mehrheit in diesem Gremium zu bekommen. Derzeit ist Nokia mit 92 Stimmen das größte ETSI-Mitglied (insgesamt: 740).
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