Waffe aus dem 3D-Drucker:
Japaner zu zwei Jahren Haft verurteilt
3D-Drucker sind zweifellos eine faszinierende Technologie, doch wie so oft kann sie sowohl für gute, aber auch "böse" Zwecke eingesetzt werden, letzteres betrifft vor allem Waffen. In Japan, das besonders strenge Waffengesetze hat, wurden nun mehrere auf diese Weise hergestellte Handfeuerwaffen einem 28-Jährigen zum (juristischen) Verhängnis.
Dem ehemaligen Angestellten des Shonan Institute of Technology wurde ein selbst erstelltes YouTube-Video zum Verhängnis: Dort demonstrierte er den Zusammenbau des "3D Zig Zag Revolvers" und zeigte auch das Abfeuern eines Schusses. Später wurde das Video der Polizei zugespielt, diese führte im Mai dieses Jahres bei Imura eine Hausdurchsuchung durch und wurde dort auch fündig.
Der Angeklagte argumentierte laut 3DPrint.com, dass er nicht wusste, dass 3D-Drucker-Waffen in Japan verboten seien, bekannte sich aber grundsätzlich schuldig. Seine Angabe von einem derartigen Verbot nichts zu wissen, dürfte aber wenig glaubhaft gewesen sein, da er im zuvor erwähnten Video selbst schrieb (beim Testschuss), dass dafür Platzpatronen verwendet wurden, um den japanischen Gesetzen zu entsprechen. Das bedeutet, dass er die japanischen Waffengesetze sehr wohl kannte, sich aber wohl nicht ausreichend damit beschäftigt hat.
Siehe auch: "Waffe" aus 3D-Drucker - Polizei blamiert sich kräftig
Funktionsfähig
Yoshitomo Imura, ein Japaner aus Kawasaki City, wurde heute zu zwei Jahren Haft verurteilt, nachdem die Polizei bei ihm insgesamt fünf Handfeuerwaffen gefunden hat, berichtet das Nachrichtenportal NHK News. Die Waffen waren laut Staatsanwaltschaft auch funktionstüchtig, zwei davon konnten auch mit "tödlicher Munition" geladen werden.Dem ehemaligen Angestellten des Shonan Institute of Technology wurde ein selbst erstelltes YouTube-Video zum Verhängnis: Dort demonstrierte er den Zusammenbau des "3D Zig Zag Revolvers" und zeigte auch das Abfeuern eines Schusses. Später wurde das Video der Polizei zugespielt, diese führte im Mai dieses Jahres bei Imura eine Hausdurchsuchung durch und wurde dort auch fündig.
Der Angeklagte argumentierte laut 3DPrint.com, dass er nicht wusste, dass 3D-Drucker-Waffen in Japan verboten seien, bekannte sich aber grundsätzlich schuldig. Seine Angabe von einem derartigen Verbot nichts zu wissen, dürfte aber wenig glaubhaft gewesen sein, da er im zuvor erwähnten Video selbst schrieb (beim Testschuss), dass dafür Platzpatronen verwendet wurden, um den japanischen Gesetzen zu entsprechen. Das bedeutet, dass er die japanischen Waffengesetze sehr wohl kannte, sich aber wohl nicht ausreichend damit beschäftigt hat.
Ohne Anleitung zum Nachmachen
Die Staatsanwaltschaft argumentierte, dass er "großen Schaden" für die Gesellschaft hätte verursachen können, wenn er die 3D-Modelle zu diesen (selbstentwickelten) Waffen veröffentlicht hätte. Das hat Imura aber nicht getan, was ihm auch eine höhere Haftstrafe erspart hat.Siehe auch: "Waffe" aus 3D-Drucker - Polizei blamiert sich kräftig
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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