"Waffe" aus 3D-Drucker:
Polizei blamiert sich kräftig
Die britische Polizei wollte es schon als kleine Sensation verkaufen: Erstmals habe man Waffenteile aus einem 3D-Drucker bei einer Durchsuchung beschlagnahmt. Am Ende steht allerdings Peinlichkeit.
Als die Beamten in Manchester gegen eine vermeintliche Bande von Kriminellen vorgehen wollten, fiel ihnen ein 3D-Drucker inklusive einiger gedruckter Objekte in die Hände. Wohl auch unter dem Eindruck der Berichte über Waffen, die mit entsprechenden Systemen hergestellt werden können, war den Polizisten schnell klar, was sie hier wohl gefunden haben: Einen Abzug und ein Magazin aus Plastik.
Den Mann, bei dem der Fund gemacht wurde, nahm man fest. Der Fund wurde der Öffentlichkeit mit Fotos präsentiert. Doch schnell tauchten kritische Fragen auf. Dies fing schon beim 3D-Drucker an, bei dem es sich um einen Makerbot Replicator 2 handelt. "Dieser kann etwas herstellen, das wie ne Waffe aussieht, aber nicht als solche funktioniert, erklärte Brian Derby, Ein Professor für Materialwissenschaften an der Manchester University, gegenüber der BBC. Denn das Material, das in dem System zum Einsatz kommt, weist überhaupt nicht die Eigenschaften auf, um entsprechend eingesetzt zu werden.
Die Polizei will trotzdem auf Nummer sicher gehen und Ballistik-Experten zu Rate ziehen, die prüfen sollen, ob sich die Teile zu einer funktionierenden Waffe zusammensetzen lassen. In der britischen Presse wurde teils sogar schon ein Horrorszenario aufgebaut, wonach Kriminelle jetzt vielleicht damit beginnen könnten, massenhaft solcher Waffen zu produzieren und ihresgleichen damit aufzurüsten.
Wenig Beachtung fand hingegen die Aussage des Verdächtigen, der der BBC bereits erklärte, dass die Polizei falsch liegt. "Ich weiß nicht, warum sie denken, dass es sich um Teile einer Waffe handelt", erklärte er. Vielmehr handle es sich um Ersatzteile für den 3D-Drucker selbst, deren Druckdateien der Hersteller anbietet, da die überarbeitete Form besser funktioniert, als das Original. Dies bestätigten schnell auch Leser von Gigaom, die sich mit dem Gerät auskennen: Alles, was der Polizei in die Hände fiel, war ein Teil des Haltesystems für das Druckmaterial und eine Komponente für den Druckkopf.
Den Mann, bei dem der Fund gemacht wurde, nahm man fest. Der Fund wurde der Öffentlichkeit mit Fotos präsentiert. Doch schnell tauchten kritische Fragen auf. Dies fing schon beim 3D-Drucker an, bei dem es sich um einen Makerbot Replicator 2 handelt. "Dieser kann etwas herstellen, das wie ne Waffe aussieht, aber nicht als solche funktioniert, erklärte Brian Derby, Ein Professor für Materialwissenschaften an der Manchester University, gegenüber der BBC. Denn das Material, das in dem System zum Einsatz kommt, weist überhaupt nicht die Eigenschaften auf, um entsprechend eingesetzt zu werden.
Die Polizei will trotzdem auf Nummer sicher gehen und Ballistik-Experten zu Rate ziehen, die prüfen sollen, ob sich die Teile zu einer funktionierenden Waffe zusammensetzen lassen. In der britischen Presse wurde teils sogar schon ein Horrorszenario aufgebaut, wonach Kriminelle jetzt vielleicht damit beginnen könnten, massenhaft solcher Waffen zu produzieren und ihresgleichen damit aufzurüsten.
Wenig Beachtung fand hingegen die Aussage des Verdächtigen, der der BBC bereits erklärte, dass die Polizei falsch liegt. "Ich weiß nicht, warum sie denken, dass es sich um Teile einer Waffe handelt", erklärte er. Vielmehr handle es sich um Ersatzteile für den 3D-Drucker selbst, deren Druckdateien der Hersteller anbietet, da die überarbeitete Form besser funktioniert, als das Original. Dies bestätigten schnell auch Leser von Gigaom, die sich mit dem Gerät auskennen: Alles, was der Polizei in die Hände fiel, war ein Teil des Haltesystems für das Druckmaterial und eine Komponente für den Druckkopf.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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