Hollywood zieht nun geschlossen gegen Kim Dotcom
Die großen Hollywood-Studios haben im Fall des vor längerer Zeit geschlossenen Sharehosters Megaupload nun eine gemeinsame Klage gegen den Unternehmer Kim Dotcom und mehrere seiner Partner eingereicht.
Die Kläger behaupten, dass die Angeklagten die Urheberrechtsverletzungen an Filmen und Serien erleichterten, die Nutzer dazu ermutigten und davon profitierten. Die beteiligten Unternehmen Fox, Disney, Paramount, Universal, Sony Columbia und Warner rechnen in der Klageschrift vor, dass sie dadurch einen Gewinn von 175 Millionen Dollar eingefahren haben und den Rechteinhabern ein Schaden von mehr als einer halben Milliarde Dollar entstanden sei.
"Megaupload setzte auf ein Anreiz-System, dass die Nutzer dafür belohnte, wenn die die populärsten Inhalte auf die Seite hochluden - wobei es sich fast immer um gestohlene Filme, Serien oder andere kommerzielle Entertainment-Inhalte handelte", erklärte Steven Fabrizio, Anwalt des US-Film-Branchenverbandes MPAA.
Die Filmindustrie sieht damit die Argumentation Dotcoms und seiner Partner, sie hätten nur eine Plattform zur Verfügung gestellt und seien nicht dafür verantwortlich, was die Nutzer damit machten, hinreichend widerlegt. Entsprechend seien sie auch haftbar zu machen.
Dotcom hielt diesen Vorwürfen allerdings direkt entgegen: "Dateien über 100 Megabyte erhielten auf Megaupload gar keine Belohnungen. Hollywood behauptet, wir hätten die Nutzer für das Hochladen von Filmen bezahlt. Blödsinn."
"Megaupload setzte auf ein Anreiz-System, dass die Nutzer dafür belohnte, wenn die die populärsten Inhalte auf die Seite hochluden - wobei es sich fast immer um gestohlene Filme, Serien oder andere kommerzielle Entertainment-Inhalte handelte", erklärte Steven Fabrizio, Anwalt des US-Film-Branchenverbandes MPAA.
"Megaupload war kein Cloud-Dienst"
Wie er weiter ausführte, dürfe man Megaupload keinesfalls als Cloud-Speicherdienst betrachten, sondern als gesetzwidrige Plattform zur massenhaften Verbreitung geschützter Inhalte. "Um das klarzustellen: Wenn ein Nutzer seine Hausarbeit hochlud, bekam er gar nichts. Und wenn er nicht gerade ein zahlender Nutzer war, hätte Megaupload es sogar gelöscht, weil es nicht stark genug frequentiert wurde. Wenn aber der gleiche User einen Film in voller Länge bereitstellte, wurde er für seine Taten bezahlt", so Fabrizio.Die Filmindustrie sieht damit die Argumentation Dotcoms und seiner Partner, sie hätten nur eine Plattform zur Verfügung gestellt und seien nicht dafür verantwortlich, was die Nutzer damit machten, hinreichend widerlegt. Entsprechend seien sie auch haftbar zu machen.
Dotcom hielt diesen Vorwürfen allerdings direkt entgegen: "Dateien über 100 Megabyte erhielten auf Megaupload gar keine Belohnungen. Hollywood behauptet, wir hätten die Nutzer für das Hochladen von Filmen bezahlt. Blödsinn."
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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