VW ID. Polo: Volkswagens Preispolitik kommt nicht überall gut an
Volkswagen will mit dem ID Polo den günstigen Einstieg in die Elektromobilität liefern - doch im Konfigurator wird aus dem vermeintlichen Sparmodell schnell ein teures Auto mit vielen Aufpreisen.
Technisch bewegt sich das Modell auf solidem Niveau: Eine Batterie mit 37 kWh ermöglicht laut Hersteller eine Reichweite von bis zu 334 Kilometern, geladen wird mit maximal 90 kW. Auch die Motorleistung von 85 kW (116 PS) entspricht dem, was in dieser Fahrzeugklasse üblich ist.
Kritik entzündet sich daher weniger an den technischen Daten, sondern vielmehr an der Ausstattungspolitik, wie nun Mobiflip entdeckt hat. Ein Blick in den Konfigurator zeigt, dass zahlreiche Funktionen, die viele Käufer inzwischen als selbstverständlich ansehen, nur gegen Aufpreis erhältlich sind.
Dazu zählen unter anderem Smartphone-Integration wie Apple CarPlay und Android Auto, ein Navigationssystem oder eine Sprachsteuerung. Selbst grundlegende Optionen wie andere Lackierungen, Leichtmetallfelgen oder Assistenzsysteme sind nicht im Basismodell enthalten. Komfortfunktionen wie Sitzheizung werden über Pakete gebündelt und ebenfalls zusätzlich berechnet.
In der Realität rückt ein sinnvoll ausgestattetes Fahrzeug damit schnell in Richtung 30.000 Euro und deutlich mehr.
Der ID Polo zeigt damit exemplarisch ein Spannungsfeld, das aktuell viele Elektroautos betrifft: Offiziell günstige Einstiegspreise treffen auf umfangreiche Aufpreisliste. Für Verbraucher wird es dadurch schwieriger, Angebote realistisch zu vergleichen - vor allem dann, wenn zentrale Funktionen nicht mehr selbstverständlich zur Serienausstattung gehören.
Wie sehen Sie das: clevere Preispolitik oder zu viel Sparzwang bei einem eigentlich einfachen Auto? Schreiben Sie Ihre Meinung in die Kommentare.
Siehe auch:
Aktuell ab 25.000 Euro
Volkswagen positioniert sich mit dem ID Polo als neuer Einstieg in die Elektromobilität. Der Kompaktstromer soll ab unter 25.000 Euro erhältlich sein und richtet sich damit klar an preisbewusste Käufer.Technisch bewegt sich das Modell auf solidem Niveau: Eine Batterie mit 37 kWh ermöglicht laut Hersteller eine Reichweite von bis zu 334 Kilometern, geladen wird mit maximal 90 kW. Auch die Motorleistung von 85 kW (116 PS) entspricht dem, was in dieser Fahrzeugklasse üblich ist.
Kritik entzündet sich daher weniger an den technischen Daten, sondern vielmehr an der Ausstattungspolitik, wie nun Mobiflip entdeckt hat. Ein Blick in den Konfigurator zeigt, dass zahlreiche Funktionen, die viele Käufer inzwischen als selbstverständlich ansehen, nur gegen Aufpreis erhältlich sind.
Dazu zählen unter anderem Smartphone-Integration wie Apple CarPlay und Android Auto, ein Navigationssystem oder eine Sprachsteuerung. Selbst grundlegende Optionen wie andere Lackierungen, Leichtmetallfelgen oder Assistenzsysteme sind nicht im Basismodell enthalten. Komfortfunktionen wie Sitzheizung werden über Pakete gebündelt und ebenfalls zusätzlich berechnet.
Lange Aufpreislisten
Grundsätzlich ist diese Praxis in der Automobilbranche nicht ungewöhnlich. Auch andere Hersteller verlangen für Extras immer gern deutliche Aufpreise. Dennoch entsteht beim ID Polo derzeit bei vielen Interessenten der Eindruck, dass Volkswagen die Basisausstattung besonders stark reduziert hat, um den Einstiegspreis möglichst niedrig erscheinen zu lassen.
Nachtrag: Wir haben den Hinweis von VW erhalten, dass das Modell nicht wie ursprünglich hier geschrieben für den Preis von 20.000 Euro angedacht war und haben den satz dementspreched entfernt.
In der Realität rückt ein sinnvoll ausgestattetes Fahrzeug damit schnell in Richtung 30.000 Euro und deutlich mehr.
Der ID Polo zeigt damit exemplarisch ein Spannungsfeld, das aktuell viele Elektroautos betrifft: Offiziell günstige Einstiegspreise treffen auf umfangreiche Aufpreisliste. Für Verbraucher wird es dadurch schwieriger, Angebote realistisch zu vergleichen - vor allem dann, wenn zentrale Funktionen nicht mehr selbstverständlich zur Serienausstattung gehören.
Wie sehen Sie das: clevere Preispolitik oder zu viel Sparzwang bei einem eigentlich einfachen Auto? Schreiben Sie Ihre Meinung in die Kommentare.
Wann kommt der 25.000-Euro-Polo?
Bislang war der VW ID. Polo nur als teure 155-kW-Version für über 33.000 Euro bestellbar. Das ändert sich nun: Ab Mitte Juli 2026 soll die lang erwartete Einstiegsversion "Trend" in den Konfigurator aufgenommen werden.
Der Listenpreis für dieses Modell liegt bei exakt 24.995 Euro. Damit löst Volkswagen das Versprechen eines bezahlbaren Elektro-Kleinwagens ein, der sich ideal für den alltäglichen Weg ins Büro oder Rechenzentrum eignet.
Der Listenpreis für dieses Modell liegt bei exakt 24.995 Euro. Damit löst Volkswagen das Versprechen eines bezahlbaren Elektro-Kleinwagens ein, der sich ideal für den alltäglichen Weg ins Büro oder Rechenzentrum eignet.
Gibt es den ID. Polo unter 20.000 ??
Tatsächlich könnte der finale Preis für Endkunden deutlich unter die magische Grenze von 20.000 Euro fallen. Volkswagen bietet laut Konfigurator eine hauseigene "ID. Kaufprämie" von bis zu 3.000 Euro an.
Da es sich hierbei um eine Herstelleraktion und nicht um eine staatliche Förderung handelt, variieren die genauen Konditionen. Wer geschickt verhandelt oder spezielle Finanzierungsangebote nutzt, kann den Preis massiv drücken.
Da es sich hierbei um eine Herstelleraktion und nicht um eine staatliche Förderung handelt, variieren die genauen Konditionen. Wer geschickt verhandelt oder spezielle Finanzierungsangebote nutzt, kann den Preis massiv drücken.
Reicht der kleine Akku zum Pendeln?
Die Basisversion nutzt eine 37-kWh-Batterie mit LFP-Zellchemie (Lithium-Eisenphosphat). Diese Technik gilt als extrem zyklenfest und verzeiht auch häufiges Vollladen auf 100 Prozent. Die WLTP-Reichweite liegt bei rund 300 Kilometern.
Für den typischen IT-Pendler ist das mehr als ausreichend. Wer jedoch regelmäßig lange Autobahnetappen zu Kunden fährt, sollte zur 52-kWh-Version greifen. Diese bietet bis zu 452 Kilometer Reichweite und mehr Puffer.
Für den typischen IT-Pendler ist das mehr als ausreichend. Wer jedoch regelmäßig lange Autobahnetappen zu Kunden fährt, sollte zur 52-kWh-Version greifen. Diese bietet bis zu 452 Kilometer Reichweite und mehr Puffer.
Wie schnell lädt der ID. Polo?
An der heimischen Wallbox laden alle Modelle mit üblichen 11 kW Wechselstrom (AC). Spannender ist die Schnellladeleistung (DC) für unterwegs: Der kleine Akku schafft bis zu 90 kW, der große bis zu 105 kW.
In der Praxis bedeutet das eine Ladezeit von 10 auf 80 Prozent in etwa 27 beziehungsweise 24 Minuten. Das reicht genau für einen Kaffee und das Beantworten der wichtigsten E-Mails am Laptop, bevor die Fahrt weitergeht.
In der Praxis bedeutet das eine Ladezeit von 10 auf 80 Prozent in etwa 27 beziehungsweise 24 Minuten. Das reicht genau für einen Kaffee und das Beantworten der wichtigsten E-Mails am Laptop, bevor die Fahrt weitergeht.
ID. Polo oder doch lieber ID.3 Neo?
Aktuell herrscht eine kuriose Situation: Durch hohe Rabatte ist der größere ID.3 Neo teilweise günstiger zu haben als die voll ausgestatteten 155-kW-Versionen des ID. Polo. Der ID.3 startet rabattiert bei knapp 30.000 Euro.
Mit dem Start der Trend-Version des Polo für 25.000 Euro wird diese Hierarchie aber wieder geradegerückt. Wer maximalen Stauraum und kompakte Maße sucht, ist beim Polo richtig. Der ID.3 punktet hingegen beim Langstreckenkomfort.
Mit dem Start der Trend-Version des Polo für 25.000 Euro wird diese Hierarchie aber wieder geradegerückt. Wer maximalen Stauraum und kompakte Maße sucht, ist beim Polo richtig. Der ID.3 punktet hingegen beim Langstreckenkomfort.
Zusammenfassung
- Volkswagen bietet das Basismodell des ID Polo ab Mitte Juli 2026 an
- Der Einstiegspreis für die neue Trend-Version liegt bei 24995 Euro
- Ein Elektromotor leistet 85 Kilowatt bei 300 Kilometern Reichweite
- Die LFP-Batterie lässt sich mit bis zu 90 Kilowatt schnell aufladen
- Durch den Frontantrieb entsteht im Heck ein größerer Kofferraum
- Die Serienausstattung bietet LED-Scheinwerfer und Klimaautomatik
Siehe auch:
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