FritzBox 7620 mit Wi-Fi 7 wird neuer 1&1 Standard-Router

Der Internetanbieter 1&1 aktualisiert sein Hardware-Angebot und schickt den in die Jahre gekommenen Standard-Router in Rente. Mit dem neuen HomeServer hält der aktuelle WLAN-Standard Wi-Fi 7 Einzug in das Einstiegssegment für DSL und Glasfaser.

Neuer Standard-Router bei 1&1

Ab sofort bietet 1&1 eine neue Generation seines HomeServers für DSL und Glasfaser an. Das Einstiegsmodell basiert auf der FritzBox 7620 und löst die bisherige FritzBox 7520 ab. Neukunden im Festnetzbereich erhalten damit bereits im Basistarif Zugang zu moderneren Netzwerktechnologien.

Im Mittelpunkt steht das Drahtlosnetzwerk. Der Router setzt direkt auf Wi-Fi 7, auch bekannt als 802.11be, und überspringt Wi-Fi 6. Über das Antennendesign erreicht das Gerät Bruttodatenraten von bis zu 1440 Megabit pro Sekunde im 5-Gigahertz-Band und bis zu 688 Megabit pro Sekunde bei 2,4 Gigahertz.


Gigabit-LAN und USB-Upgrade

Wie aus einer Mitteilung von 1&1 hervorgeht, behebt die neue Hardware frühere Einschränkungen. Beim Vorgänger arbeiteten nur zwei Ports mit Gigabit-Geschwindigkeit, die beiden anderen mit 100 Megabit pro Sekunde.

Nun sind alle vier lokalen Anschlüsse als Gigabit-Ports ausgelegt. Auch der USB-Anschluss wurde überarbeitet. Ein modernerer Controller soll die Datenübertragung für angeschlossene Netzwerkspeicher beschleunigen.

Auf das 6-Gigahertz-Band verzichtet das Einstiegsmodell weiterhin. Dafür soll das Gerät von Funktionen zur besseren Nutzung des Funkkanals profitieren und sich in bestehende Mesh-Systeme einbinden lassen.

Merkmal HomeServer mit FritzBox 7520 Neuer HomeServer mit FritzBox 7620
Rolle Bisheriges Einstiegs­modell Neues Einstiegs­modell
WLAN-Standard älterer WLAN-Standard Wi-Fi 7 (802.11be)
5-GHz-Daten­rate - bis zu 1440 Mbit/s
2,4-GHz-Daten­rate - bis zu 688 Mbit/s
LAN-Ports 2x Gigabit, 2x 100 Mbit/s 4x Gigabit
USB älterer USB-2.0-Controller moderner­er USB-Controller
Mesh integrier­bar in beste­hende Mesh-Systeme integrier­bar in beste­hende Mesh-Systeme
Verfüg­barkeit bisheriges Modell ab sofort für Neu­kunden verfügbar
Preis/Miete 4,99 Euro pro Monat im passenden Tarif 4,99 Euro pro Monat im passenden Tarif

Preise und Verfügbarkeit

Neukunden können den HomeServer in Verbindung mit einem passenden Tarif für 4,99 Euro im Monat mieten. Wer mehr Leistung benötigt, kann auf das Plus-Modell auf Basis der FritzBox 7630 wechseln. Auch Bestandskunden können umsteigen, derzeit allerdings nur im Zusammenhang mit einer Tarifumstellung.

Der Sprung auf Wi-Fi 7 ist ein großer Schritt. Reicht euch die Leistung des neuen HomeServers oder setzt ihr lieber auf eigene Hardware? Teilt eure Meinung in den Kommentaren mit!
Was bringt die neue FritzBox 7620?
Die FritzBox 7620 ist das neue Einstiegsmodell und löst die 7520 ab. Der größte Sprung ist der Wechsel von Wi-Fi 5 direkt auf Wi-Fi 7. Damit erreicht der Router bis zu 1440 Mbit/s im 5-GHz-Band und 688 Mbit/s bei 2,4 GHz.

Für IT-Profis im Homeoffice bedeutet das vor allem mehr Stabilität bei vielen gleichzeitigen Verbindungen. Auch wenn es sich um ein Provider-Modell handelt, wurde die Hardware spürbar aufgewertet und künstliche Flaschenhälse des Vorgängers beseitigt.
Lohnt sich Wi-Fi 7 ohne 6-GHz-Band?
Ja, auch ohne das exklusive 6-GHz-Band bietet Wi-Fi 7 (802.11be) spürbare Vorteile. Dank 4K-QAM steigt die Datendichte pro Funksymbol, was die Performance im selben Raum um bis zu 20 Prozent steigern kann.

Ein weiteres Highlight für den Alltag in dicht besiedelten Gebieten ist das sogenannte Puncturing (Multi-RU). Statt einen ganzen Kanal bei Störungen durch Nachbar-WLANs zu blockieren, werden Störsignale präzise ausgeblendet. Das sorgt für deutlich stabilere Videocalls.
Endlich überall Gigabit-LAN?
Ein großes Ärgernis der alten 7520 war die Drosselung von zwei der vier Netzwerkanschlüsse auf 100 Mbit/s. Diese künstliche Fast-Ethernet-Bremse gehört bei der FritzBox 7620 nun endgültig der Vergangenheit an.

Alle lokalen LAN-Ports arbeiten jetzt als vollwertige 1-Gbit/s-Schnittstellen. Für Anwender bedeutet das volle Flexibilität beim Anschluss von NAS-Systemen, Smart-Home-Bridges oder dem Arbeitsrechner, ohne auf den richtigen Port achten zu müssen.
Für wen lohnt sich der Umstieg?
Die 7620 ist ideal für kleinere Wohnungen und VDSL-Anschlüsse bis 300 Mbit/s. Wer aktuell noch eine ältere Provider-Box nutzt und unter WLAN-Abbrüchen in Mehrfamilienhäusern leidet, profitiert enorm von den neuen Wi-Fi-7-Features.

Wer hingegen Gigabit-Glasfaser voll ausreizen möchte oder zwingend das 6-GHz-Band benötigt, sollte eher zum größeren Bruder greifen. Bei 1&1 wird dieses Modell als HomeServer+ (FritzBox 7630) für einen geringen monatlichen Aufpreis angeboten.
Wie bekomme ich den neuen 1&1-Router?
1&1 vertreibt die FritzBox 7620 ab sofort als neuen Standard-Router unter dem Namen "1&1 HomeServer". Neukunden können das Gerät in Verbindung mit einem DSL- oder Glasfasertarif für 4,99 Euro monatlich dazubuchen.

Für Bestandskunden ist der Wechsel derzeit offiziell nur im Rahmen eines Tarif-Upgrades möglich. Es heißt jedoch, dass 1&1 künftig auch reine Hardware-Tauschoptionen im Kundencenter anbieten könnte, abhängig von der jeweiligen Restlaufzeit.
Taugt die 7620 als Mesh-Repeater?
Ja, absolut. Dank der flexiblen Uplink-Konfiguration in der WebGUI lässt sich die Box nahtlos als IP-Client in ein bestehendes FritzMesh-System integrieren. Das macht sie zu einer interessanten Erweiterung für größere Netzwerke.

Durch die vier vollwertigen Gigabit-LAN-Ports und das effiziente Wi-Fi 7 fungiert sie nicht nur als starker WLAN-Repeater, sondern auch als vollwertiger Switch. So lassen sich beispielsweise im Heimbüro mehrere kabelgebundene Geräte optimal anbinden.
Zusammenfassung
  • 1&1 stellt einen neuen HomeServer auf Basis der FritzBox 7620 vor
  • Der neue Standard-Router löst das bisherige Modell FritzBox 7520 ab
  • Das Gerät überspringt Wi-Fi 6 und nutzt direkt den Wi-Fi 7-Standard
  • Alle vier eingebauten LAN-Ports bieten echte Gigabit-Geschwindigkeit
  • Neukunden können das neue Modell für monatlich 4,99 Euro dazu mieten

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