Google wollte WhatsApp kaufen - für 10 Mrd. Dollar
Auch der Internetkonzern Google hatte offenbar großes Interesse an einer Übernahme des mobilen Messengers WhatsApp. Wie jetzt bekannt wurde, soll Google ebenfalls ein Kaufangebot gemacht haben und bereit gewesen sein, tief in die Tasche zu greifen.
Wie das US-Wirtschaftsmagazin Fortune unter Berufung auf zwei Quellen aus dem Umfeld der betroffenen Unternehmen berichtet, soll Google für die Übernahme von WhatsApp insgesamt zehn Milliarden Dollar geboten haben. Warum entsprechende Verhandlungen scheiterten, blieb zunächst unklar.
Anders als im Fall von Facebook soll Google den Gründern und Betreibern von WhatsApp allerdings keinen Platz im Aufsichtsrat angeboten haben. Im Zuge der Übernahme durch Facebook wird der WhatsApp-Mitgründer und aktuelle CEO Jan Koum künftig auch Vorstandsmitglied bei dem Sozialen Netzwerk.
Google betreibt mit Google Talk bereits seit geraumer Zeit einen eigenen Messaging-Dienst, der wie WhatsApp auch auf mobilen Geräten genutzt werden kann. Werbung wird dabei nicht angezeigt, was sich mit dem von WhatsApp verfolgten Konzept der absoluten Werbefreiheit gut vereinbaren ließe.
Technisch sind sich die Messenger von Facebook, Google und eben auch WhatsApp im Grunde recht ähnlich, nutzen sie doch alle "geschlossene" Varianten des XMPP-Protokolls, um die Kommunikation zwischen ihren Nutzern abzuwickeln. Google Talk hätte von einer Integration mit WhatsApp noch deutlicher profitiert als Facebook, denn die Zahl der aktiven Nutzer von Googles Messenger ist vergleichsweise gering.
Google wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Facebook hatte heute Nacht die Übernahme von WhatsApp zum Preis von 16 Milliarden US-Dollar bekanntgegeben. Zusätzlich werden weitere drei Milliarden Dollar an die Gründer und Mitarbeiter des Mobile-Messengers in Form von Aktienpaketen gezahlt, so dass insgesamt rund 19 Milliarden Dollar fließen sollen.
Anders als im Fall von Facebook soll Google den Gründern und Betreibern von WhatsApp allerdings keinen Platz im Aufsichtsrat angeboten haben. Im Zuge der Übernahme durch Facebook wird der WhatsApp-Mitgründer und aktuelle CEO Jan Koum künftig auch Vorstandsmitglied bei dem Sozialen Netzwerk.
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Technisch sind sich die Messenger von Facebook, Google und eben auch WhatsApp im Grunde recht ähnlich, nutzen sie doch alle "geschlossene" Varianten des XMPP-Protokolls, um die Kommunikation zwischen ihren Nutzern abzuwickeln. Google Talk hätte von einer Integration mit WhatsApp noch deutlicher profitiert als Facebook, denn die Zahl der aktiven Nutzer von Googles Messenger ist vergleichsweise gering.
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