Acer-Chef: Haben voll aufs falsche Pferd gesetzt
Der neue Acer-Chef Jason Chen hat sich erstmals im Rahmen seiner jetzigen Tätigkeit mit Investoren zusammengesetzt und hinterließ bei diesen erst einmal nur einen durchwachsenen Eindruck.
Bei dem Computer-Konzern hatte es in den vergangenen Jahren einen regen Wechsel an der Firmenspitze gegeben. Dies begann, als der damalige Unternehmenschef Gianfranco Lanci hinwarf. Sein Nachfolger J.T. Wang hielt gut zwei Jahre durch und trat angesichts der schlechten Entwicklung Acers im letzten November zurück. Kurzfristig übernahm zu diesem Zeitpunkt der damalige Corporate President Jim Wong das Zepter, hielt allerdings nur wenige Wochen durch.
Zum Jahreswechsel wurde der Posten nun an Chen vergeben, einen ehemaligen Manager des weltweit größten Halbleiter-Auftragsproduzenten Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC). Der 53-Jährige soll das Unternehmen nun auf die derzeitigen Wachstumsmärkte ausrichten und dafür sorgen, dass es in den Bilanzen endlich wieder nach oben geht.
Wie er dies bewerkstelligen will, bleibt allerdings erst einmal zu einem guten Teil im Dunkeln, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Als seine Gesprächspartner hier auf entsprechende Ansagen seinerseits hofften, verlor sich der neue Acer-Chef vor allem darin, die Fehler der Vergangenheit zu analysieren.
Wie er ausführte, habe Acer sich zu früh mit maximalem Einsatz in die Entwicklung von Ultrabooks mit Touchscreens gestürzt. Niemand habe damals realisiert, wie stark Apple mit seinem iPad die Computer-Branche unter Druck setzen würde. "Wir wollten die Nachfrage durch den Einsatz neuer Technologien ankurbeln und haben aggressiver als andere die Initiative ergriffen", sagte Chen. Allerdings wurde aufs falsche Pferd gesetzt und so zu viele Ressourcen verschwendet. "Wir werden diesen Fehler hoffentlich nicht noch einmal wiederholen", war im Grunde die einzige Aussage, die Chen hier zur Zukunft traf.
Ein weiteres Problem habe darin bestanden, dass es Acer nicht gelungen sei, im Business-Geschäft mit Computern zu einer Größe zu werden. Dieses ist beispielsweise eine wesentliche Stütze von Lenovo. Acer hingegen verbucht die am stärksten fallenden Verkaufszahlen von allein Computer-Herstellern. Und die bei den privaten Nutzern boomenden Tablets kommen derzeit gerade einmal zu 2,5 Prozent von dem Hersteller. Teils schimmert durch, dass das Management auch in der Software-Entwicklung eine gute Zukunftsperspektive sieht. Konkrete Strategien sind allerdings auch hier noch nicht bekannt.
Zum Jahreswechsel wurde der Posten nun an Chen vergeben, einen ehemaligen Manager des weltweit größten Halbleiter-Auftragsproduzenten Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC). Der 53-Jährige soll das Unternehmen nun auf die derzeitigen Wachstumsmärkte ausrichten und dafür sorgen, dass es in den Bilanzen endlich wieder nach oben geht.
Wie er dies bewerkstelligen will, bleibt allerdings erst einmal zu einem guten Teil im Dunkeln, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Als seine Gesprächspartner hier auf entsprechende Ansagen seinerseits hofften, verlor sich der neue Acer-Chef vor allem darin, die Fehler der Vergangenheit zu analysieren.
Wie er ausführte, habe Acer sich zu früh mit maximalem Einsatz in die Entwicklung von Ultrabooks mit Touchscreens gestürzt. Niemand habe damals realisiert, wie stark Apple mit seinem iPad die Computer-Branche unter Druck setzen würde. "Wir wollten die Nachfrage durch den Einsatz neuer Technologien ankurbeln und haben aggressiver als andere die Initiative ergriffen", sagte Chen. Allerdings wurde aufs falsche Pferd gesetzt und so zu viele Ressourcen verschwendet. "Wir werden diesen Fehler hoffentlich nicht noch einmal wiederholen", war im Grunde die einzige Aussage, die Chen hier zur Zukunft traf.
Ein weiteres Problem habe darin bestanden, dass es Acer nicht gelungen sei, im Business-Geschäft mit Computern zu einer Größe zu werden. Dieses ist beispielsweise eine wesentliche Stütze von Lenovo. Acer hingegen verbucht die am stärksten fallenden Verkaufszahlen von allein Computer-Herstellern. Und die bei den privaten Nutzern boomenden Tablets kommen derzeit gerade einmal zu 2,5 Prozent von dem Hersteller. Teils schimmert durch, dass das Management auch in der Software-Entwicklung eine gute Zukunftsperspektive sieht. Konkrete Strategien sind allerdings auch hier noch nicht bekannt.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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