EU vs. X: US-Regierung mischt sich nun aktiv in EU-Rechtsprechung ein
Im Streit zwischen der Europäischen Union und der Plattform X schaltet sich jetzt die US-Regierung ein. Das Justizministerium will dem Berufungsverfahren von Elon Musk beitreten und wirft der EU eine unzulässige Einmischung in Geschäfte von US-Firmen vor.
Die EU-Kommission hatte die Sanktion auf Basis des Digital Services Act (DSA) verhängt. Die Behörde wirft der Plattform Verstöße gegen Transparenzvorschriften, einen unzureichenden Datenzugang für Forscher sowie eine irreführende Gestaltung des Verifizierungssystems mit blauen Haken vor.
Ein zentraler Streitpunkt im aktuellen Verfahren ist die Berechnungsgrundlage der Strafe. Die US-Behörden bemängeln, dass das Verfahren auf Musk als Privatperson sowie auf andere Unternehmen in seinem Besitz ausgeweitet wurde. Die EU berechnete die Strafe auf Basis des globalen Gesamtumsatzes aller Musk-Unternehmen. Im März 2025 fusionierte X zunächst mit Musks Firma für künstliche Intelligenz xAI. Anschließend übernahm das Raumfahrtunternehmen SpaceX das Konstrukt im Vorfeld eines Börsengangs im Juni 2026.
Auch Apple geht gegen eine Strafe in Höhe von 500 Millionen Euro vor, die wegen wettbewerbswidrigen Verhaltens im App Store verhängt wurde. Befürworter der europäischen Gesetzgebung sehen in den Strafen ein Instrument, um globale Plattformen zu mehr Verantwortung zu zwingen. Kritiker aus den USA argumentieren, das Vorgehen verletze Prinzipien der freien Meinungsäußerung. Das jetzige aktive Eingreifen des US-Justizministeriums bedeutet jedoch eine neue Eskalationsstufe und erhöht die transatlantischen Spannungen über die Regulierung des Technologiesektors weiter.
Glaubt ihr, dass die Einmischung der US-Regierung den Ausgang des Verfahrens beeinflussen wird? Teilt eure Gedanken und diskutiert mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
US-Regierung mischt sich ein
In der EU sieht sich Elon Musks Kurznachrichtendienst X mit allerhand Untersuchungen und Strafverfahren konfrontiert. Jetzt hat das US-Justizministerium einen offiziellen Antrag gestellt, um einem Berufungsverfahren zwischen der Europäischen Union und Elon Musks Kurznachrichtendienst X beizutreten. Damit versucht die Trump-Regierung, die Rechtsprechung innerhalb der Union aktiv zu beeinflussen. Hintergrund des Streits ist eine Geldstrafe in Höhe von 120 Millionen Euro.Die EU-Kommission hatte die Sanktion auf Basis des Digital Services Act (DSA) verhängt. Die Behörde wirft der Plattform Verstöße gegen Transparenzvorschriften, einen unzureichenden Datenzugang für Forscher sowie eine irreführende Gestaltung des Verifizierungssystems mit blauen Haken vor.
USA sieht Kompetenzüberschreitung
Wie die Financial Times berichtet, kritisiert das US-Justizministerium das Vorgehen der europäischen Aufsichtsbehörden. Der stellvertretende US-Generalbundesanwalt Brett Shumate wirft der Kommission vor, ihre Regulierungsmacht unzulässig auf amerikanische Unternehmen auszuweiten, die nicht in ihrer Gerichtsbarkeit ansässig seien. US-Präsident Donald Trump bezeichnete europäische Geldbußen gegen US-Konzerne in der Vergangenheit sogar als Erpressung aus dem Ausland.Ein zentraler Streitpunkt im aktuellen Verfahren ist die Berechnungsgrundlage der Strafe. Die US-Behörden bemängeln, dass das Verfahren auf Musk als Privatperson sowie auf andere Unternehmen in seinem Besitz ausgeweitet wurde. Die EU berechnete die Strafe auf Basis des globalen Gesamtumsatzes aller Musk-Unternehmen. Im März 2025 fusionierte X zunächst mit Musks Firma für künstliche Intelligenz xAI. Anschließend übernahm das Raumfahrtunternehmen SpaceX das Konstrukt im Vorfeld eines Börsengangs im Juni 2026.
Weitere europäische Verfahren
Die EU untersucht aktuell weitere potenzielle Gesetzesverstöße bei X. Darunter fällt auch die Risikobewertung bei der Integration des Chatbots Grok für europäische Nutzer. Das Vorgehen wurde laut den Aufsichtsbehörden unzureichend dokumentiert.Auch Apple geht gegen eine Strafe in Höhe von 500 Millionen Euro vor, die wegen wettbewerbswidrigen Verhaltens im App Store verhängt wurde. Befürworter der europäischen Gesetzgebung sehen in den Strafen ein Instrument, um globale Plattformen zu mehr Verantwortung zu zwingen. Kritiker aus den USA argumentieren, das Vorgehen verletze Prinzipien der freien Meinungsäußerung. Das jetzige aktive Eingreifen des US-Justizministeriums bedeutet jedoch eine neue Eskalationsstufe und erhöht die transatlantischen Spannungen über die Regulierung des Technologiesektors weiter.
Glaubt ihr, dass die Einmischung der US-Regierung den Ausgang des Verfahrens beeinflussen wird? Teilt eure Gedanken und diskutiert mit uns in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Das US-Justizministerium will einem Berufungsverfahren von X beitreten
- Die EU verhängte zuvor eine Geldstrafe von 120 Millionen Euro gegen X
- Grundlage der Strafe sind Verstöße gegen den Digital Services Act
- Die USA kritisieren eine Ausweitung der EU-Macht auf US-Konzerne
- Streitpunkt ist die Strafberechnung nach dem Umsatz aller Musk-Firmen
- Die EU prüft derweil weitere mögliche Verstöße des Dienstes X bei Grok
Siehe auch:
- Internet nur noch mit Ausweis? So soll der EU KIDS Act funktionieren
- Mehr als 45 Mio. Nutzer: EU stellt ChatGPT, Reddit und Roblox unter DSA
- 890 Millionen Euro Bußgeld: EU greift gegen Google durch
- EU greift mit dem DSA durch: Rekordstrafe gegen AliExpress verhängt
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Thema:
Felix KrauthRedakteur für Windows & Hardware
War Game Designer, bevor er Journalist wurde, und testet Spiele bis heute selbst. Sein Spektrum reicht von der FritzBox über Windows 11 und Apple bis zu Gaming.
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