Microsoft Surface Pro: Die 12. Generation zeigt im Test, was sie kann

Microsoft stattet das Surface Pro 13 Zoll der 12. Generation erstmals mit Qualcomms Snapdragon-X-Plattform aus. Das von unserem Kollegen Andrzej Tokarski getestete Modell kombiniert den Snapdragon X Plus mit 16 GB RAM, einer 512-GB-SSD und einem 13-Zoll-LCD.

Verarbeitung, Display, Tastatur und Stift bleiben die großen Stärken des Windows-Tablets, so Andrzejs Fazit. Allerdings kostet das Gerät ohne Zubehör ab 1569 Euro, während die Kompatibilität von Windows on ARM weiterhin nicht in jedem Fall garantiert ist.

Der Snapdragon X Plus mit zehn CPU-Kernen und Adreno-X1-85-Grafik liefert für Office, Browser, Bildbearbeitung und Multitasking ausreichend Leistung. Adobe Photoshop sowie weitere Creative-Cloud-Anwendungen wie After Effects und Audition laufen inzwischen nativ für ARM. Premiere Pro lässt sich ebenfalls nutzen, weist aber Einschränkungen bei RAW-Formaten und einzelnen Funktionen auf. Zudem dauert der Export deutlich länger als auf einem MacBook Pro mit Apple-Chip. Für gelegentliche Videoprojekte reicht die Leistung aus, für professionellen Schnitt ist das Surface Pro weniger geeignet. Auch ältere Anwendungen und Spiele können zusätzliche Anpassungen erfordern.
Microsoft Surface Pro (12. Gen) Microsoft Surface Pro (12. Gen) Microsoft Surface Pro (12. Gen)
Im Alltag arbeitet das Tablet meist flüssig und bleibt bei Büroaufgaben überwiegend leise. Unter längerer Last wird das Gehäuse warm, beim Videoexport sind die Lüfter hörbar. Positiv fällt die leicht zugängliche und austauschbare SSD auf. Die 256-GB-Einstiegskonfiguration ist für ein Windows-Arbeitsgerät allerdings knapp bemessen.

Überzeugendes Display

Das 13-Zoll-PixelSense-LCD bietet 2880 × 1920 Pixel, ein 3:2-Format und eine dynamische Bildrate bis 120 Hz. Mit bis zu 600 Nits ist es ausreichend hell und überzeugt mit Schärfe und Farben. Die optionale OLED-Variante bietet allerdings bessere Schwarzwerte und bis zu 900 Nits bei HDR. Auch die Stereo-Lautsprecher mit Dolby Atmos liefern eine gute Qualität.

Das Aluminiumgehäuse wiegt 895 Gramm und ist 9,3 Millimeter dick. Zwei USB-C-Anschlüsse mit USB4 und DisplayPort erlauben den Betrieb von bis zu drei 4K-Monitoren. USB-A, Kopfhöreranschluss und MicroSD-Slot fehlen dagegen. Tastatur und Slim Pen 2 überzeugen mit präziser Bedienung und sind zu älterem Surface-Pro-Zubehör kompatibel. Die LCD-Version erreichte im Test eine Akkulaufzeit von 7 Stunden und 15 Minuten.

Für Office, Notizen, Präsentationen und mobile Produktivität bietet das Surface Pro ein hochwertiges Gesamtpaket. Wer spezielle Software, professionellen Videoschnitt oder anspruchsvolle Spiele nutzen möchte, sollte die ARM-Kompatibilität vor dem Kauf genau prüfen.

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