Drosselung: Telekom will beim Volumen nachbessern
Die Deutsche Telekom rudert hinsichtlich ihrer Pläne für die Drosselung von DSL-Zugängen weiter zurück. Nach der Höhe der reduzierten Geschwindigkeit stellt der Vorstand nun auch die Volumen-Limits zur Disposition.
"Wenn die neuen Regeln ab 2016 in Kraft treten, schauen wir uns genau an, welche Kunden was wollen und nutzen. Wenn der Durchschnittsnutzer dann wegen des Videobooms viel mehr Datenvolumen benötigt als aktuell, wird das Inklusivvolumen eben erhöht", sagte Timotheus Höttges, der designierte Konzernchef, in einem Interview mit der Rheinischen Post.
Für DSL-Anschlüsse mit einer Download-Bandbreite von 16 Megabit pro Sekunde sollte die Geschwindigkeit nach bisherigen Angaben des Unternehmens nach 75 Gigabyte Übertragungs-Volumen stark reduziert werden. Nach massiven Kritiken, dass dies hinsichtlich der gerade entstehenden Nutzungsgewohnheiten eine faktische Abschaltung des Internet-Anschlusses bedeuten würde, hatte die Telekom einen kleinen Rückzieher gemacht und die Absenkung auf 2 Megabit pro Sekunde nachgebessert.
Höttges geht allerdings davon aus, dass die Zahl der Kunden, für die die jetzige 75-Gigabyte-Marke Relevanz hat, ohnehin noch deutlich sinken wird. "Zweitens werden künftig deutlich mehr Kunden schnellere Anschlüsse mit 50 oder 100 Megabit/Sekunde buchen - und die erhalten ja dann sowieso höhere Datenvolumen inklusive", sagte er.
Dies unterstreicht allerdings auch Kritiken, dass es bei der Sache keinesfalls darum geht, dass die Netze der Telekom zu stark belastet wären, sondern schlicht darum, dass die Telekom ihre Einnahmen steigern will. Höttges verneint dies auch nicht, sondern begründet es mit den Investitionen, die sein Unternehmen tätigt.
"Kein Unternehmen investiert mehr in Deutschland als wir mit jährlich 3,4 Milliarden Euro. Wir nehmen allein sechs Milliarden Euro in die Hand, um 24 Millionen Haushalten ein Übertragungstempo von bis zu 100 Megabit anzubieten", sagte er. Trotzdem steht die Breitband-Entwicklung im internationalen Vergleich nicht gerade glänzend da - vor allem, weil der Konzern strategisch weiter darauf setzt, die vom Steuerzahler finanzierten Infrastrukturen möglichst lange auszunutzen.
Für DSL-Anschlüsse mit einer Download-Bandbreite von 16 Megabit pro Sekunde sollte die Geschwindigkeit nach bisherigen Angaben des Unternehmens nach 75 Gigabyte Übertragungs-Volumen stark reduziert werden. Nach massiven Kritiken, dass dies hinsichtlich der gerade entstehenden Nutzungsgewohnheiten eine faktische Abschaltung des Internet-Anschlusses bedeuten würde, hatte die Telekom einen kleinen Rückzieher gemacht und die Absenkung auf 2 Megabit pro Sekunde nachgebessert.
Höttges geht allerdings davon aus, dass die Zahl der Kunden, für die die jetzige 75-Gigabyte-Marke Relevanz hat, ohnehin noch deutlich sinken wird. "Zweitens werden künftig deutlich mehr Kunden schnellere Anschlüsse mit 50 oder 100 Megabit/Sekunde buchen - und die erhalten ja dann sowieso höhere Datenvolumen inklusive", sagte er.
Dies unterstreicht allerdings auch Kritiken, dass es bei der Sache keinesfalls darum geht, dass die Netze der Telekom zu stark belastet wären, sondern schlicht darum, dass die Telekom ihre Einnahmen steigern will. Höttges verneint dies auch nicht, sondern begründet es mit den Investitionen, die sein Unternehmen tätigt.
"Kein Unternehmen investiert mehr in Deutschland als wir mit jährlich 3,4 Milliarden Euro. Wir nehmen allein sechs Milliarden Euro in die Hand, um 24 Millionen Haushalten ein Übertragungstempo von bis zu 100 Megabit anzubieten", sagte er. Trotzdem steht die Breitband-Entwicklung im internationalen Vergleich nicht gerade glänzend da - vor allem, weil der Konzern strategisch weiter darauf setzt, die vom Steuerzahler finanzierten Infrastrukturen möglichst lange auszunutzen.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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