Breitband-Drossel: Intel vor exemplarischem Problem
Der Chiphersteller Intel läuft in den USA in eine Auseinandersetzung hinein, wie sie wohl auch hierzulande Dienste-Anbietern drohen wird, wenn sich die Deutsche Telekom mit ihren Tarif-Vorstellungen durchsetzen kann.
Konkret geht es dabei um einen neuen Streaming-Dienst, den der Konzern starten will. Der Plan besteht darin, eine Set-Top-Box anzubieten, über die auch Fernsehsender per Stream zu den Nutzern gelangen sollen. Die großen US-Provider, darunter viele Kabelnetzbetreiber, wehren sich auf allen Ebenen gegen diese neu entstehende Konkurrenz, berichtete das US-Magazin ComputerWorld.
Intel will auf seiner TV-Plattform neben herkömmlichem Fernseh-Empfang auch einen Online-Videorecorder beziehungsweise generell das zeitunabhängige Ansehen von Fernseh-Inhalten ermöglichen. Das hatte der Chef von Intels Media-Sparte, Erik Huggers, im Februar angekündigt. Die größten Probleme werden dem Unternehmen bei der Umsetzung aber nicht die technischen oder lizenzrechtlichen Fragen bringen.
Denn Intel steht mit seinem Dienst in Konkurrenz zu Unternehmen, die nicht nur vergleichbare Dienste vermarkten wollen, sondern als Betreiber von Netzwerk-Infrastrukturen auch den Zugang zu den potenziellen Kunden kontrollieren. Diese haben sich teils schon über Exklusivverträge die Inhalte wichtiger Fernsehsender wie ESPN oder HBO gesichert oder werden voraussichtlich versuchen, sich Wettbewerber über ihre Tarifmodelle vom Leib zu halten - entweder indem ihre Inhalte unschlagbar günstig in die eigenen Angebote zum Internet-Zugang integriert werden, oder aber, indem Volumentarife gegen trafficintensive Konkurrenzdienste eingesetzt werden.
Vor allem beim größten Kabelnetzbetreiber der USA, Comcast, geht man bereits davon aus, dass dieser gegenüber den Inhalte-Lieferanten aktiv geworden ist, um diese zu bewegen, ihren Content am besten gar nicht, oder zumindest teurer an Intel zu verkaufen. Aber auch mit anderen Maßnahmen ist hier zu rechnen, denn das Unternehmen fiel vor einigen Jahren dadurch auf, dass es als einer der ersten Provider mit Drosselungen gegen BitTorrent-Dienste vorging.
Anders als in Deutschland stehen die Netzbetreiber in den USA allerdings vor einem rechtlichen Problem, wenn sie Konkurrenten ausbremsen wollen. Denn hier verpflichten die Open Internet-Richtlinien der Telekommunikationsbehörde FCC die Provider zur Netzneutralität. Unter Berufung auf die US-Verfassung versucht allerdings derzeit der Telekommunikationskonzern Verizon, diese Regelung vor Gericht wieder zu Fall zu bringen.
Intel will auf seiner TV-Plattform neben herkömmlichem Fernseh-Empfang auch einen Online-Videorecorder beziehungsweise generell das zeitunabhängige Ansehen von Fernseh-Inhalten ermöglichen. Das hatte der Chef von Intels Media-Sparte, Erik Huggers, im Februar angekündigt. Die größten Probleme werden dem Unternehmen bei der Umsetzung aber nicht die technischen oder lizenzrechtlichen Fragen bringen.
Denn Intel steht mit seinem Dienst in Konkurrenz zu Unternehmen, die nicht nur vergleichbare Dienste vermarkten wollen, sondern als Betreiber von Netzwerk-Infrastrukturen auch den Zugang zu den potenziellen Kunden kontrollieren. Diese haben sich teils schon über Exklusivverträge die Inhalte wichtiger Fernsehsender wie ESPN oder HBO gesichert oder werden voraussichtlich versuchen, sich Wettbewerber über ihre Tarifmodelle vom Leib zu halten - entweder indem ihre Inhalte unschlagbar günstig in die eigenen Angebote zum Internet-Zugang integriert werden, oder aber, indem Volumentarife gegen trafficintensive Konkurrenzdienste eingesetzt werden.
Vor allem beim größten Kabelnetzbetreiber der USA, Comcast, geht man bereits davon aus, dass dieser gegenüber den Inhalte-Lieferanten aktiv geworden ist, um diese zu bewegen, ihren Content am besten gar nicht, oder zumindest teurer an Intel zu verkaufen. Aber auch mit anderen Maßnahmen ist hier zu rechnen, denn das Unternehmen fiel vor einigen Jahren dadurch auf, dass es als einer der ersten Provider mit Drosselungen gegen BitTorrent-Dienste vorging.
Anders als in Deutschland stehen die Netzbetreiber in den USA allerdings vor einem rechtlichen Problem, wenn sie Konkurrenten ausbremsen wollen. Denn hier verpflichten die Open Internet-Richtlinien der Telekommunikationsbehörde FCC die Provider zur Netzneutralität. Unter Berufung auf die US-Verfassung versucht allerdings derzeit der Telekommunikationskonzern Verizon, diese Regelung vor Gericht wieder zu Fall zu bringen.
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Christian Kahle
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