YouTube: Bezahl-Inhalte sollen nun starten können
Die Video-Plattform YouTube will offenbar einen neuen Versuch wagen, kostenpflichtige Inhalte zu integrieren. Eine Bezahloption für Channels soll in Kürze starten, berichtete die britische Wirtschaftszeitung Financial Times.
Schon seit Monaten soll die Entwicklung des neuen Features intern vorangetrieben worden sein. Eine offizielle Vorstellung sei den Informationen zufolge in den kommenden Tagen zu erwarten. Zu Beginn sollen den Nutzern rund 50 Channels angeboten werden, die nur gegen eine Gebühr abonniert werden können. Monatlich soll sich der Preis auf jeweils 1,99 Dollar belaufen.
Die neue Option würde sowohl den Inhalte-Anbietern als auch Google eine neue Möglichkeit eröffnen, Umsätze auf YouTube zu generieren. Bisher konnten nur über Werbung Einnahmen erzielt werden. Für einige Angebote sind die so zu erwartenden Gelder allerdings zu gering oder zu unstetig.
Die bezahlten Channels eröffnen so beispielsweise die Möglichkeit, auch Fernsehserien oder Filme über YouTube zu vermarkten. Angesichts der Entwicklung der Plattform in der letzten Zeit wäre dies nur Konsequent. Immerhin hat sich YouTube zunehmend von einer Seite für nutzergenerierte Inhalte auch zu einem Distributionsweg für professionelle Video-Produzenten entwickelt.
Kann das Unternehmen diesen keine Möglichkeit bieten, ihre Inhalte auch gegen Geld anzubieten, läuft man Gefahr, dass diese YouTube nur als Marketing-Element nutzen und die eigentlichen Umsätze auf konkurrierenden Diensten generiert werden. Aktuell ist die Video-Seite beispielsweise ein Anlaufpunkt für Film-Trailer. Die kompletten Produktionen müssen die Nutzer dann aber bei anderen Anbietern herunterladen.
In der Vergangenheit hatte YouTube schon öfters probiert, auch Filme auf seine Plattform zu holen - allerdings mit recht mäßigem Erfolg. Insbesondere das Etablieren einer Payment-Option war ein Problem. Heute allerdings verfügt der Mutterkonzern Google über Möglichkeiten, Bezahloptionen bereitzustellen, die bereits von vielen Android-Anwendern genutzt werden.
Die neue Option würde sowohl den Inhalte-Anbietern als auch Google eine neue Möglichkeit eröffnen, Umsätze auf YouTube zu generieren. Bisher konnten nur über Werbung Einnahmen erzielt werden. Für einige Angebote sind die so zu erwartenden Gelder allerdings zu gering oder zu unstetig.
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Christian Kahle
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