Narwal Freo 20: Reinigungsroboter mit Wischwalze und Kamera im Test

Der Narwal Freo 20 ist ein Flaggschiff-Saugroboter, der Saugen und Wischen weitgehend automatisieren soll. Im Mittelpunkt steht die breite TrackMop-Wischwalze, die mit konstantem Druck über den Boden geführt und während der Fahrt kontinuierlich gereinigt wird. Ergänzt wird das System durch eine umfangreiche Reinigungsstation, Kamera-basierte Objekterkennung, eine flache Bauweise und zahlreiche Einstellmöglichkeiten per App. Unser Kollege Johannes Knapp von NewGadgets hat es getestet.

Die Station fällt vergleichsweise groß aus, wirkt durch ihr weißes Design aber wohnlich. Unter dem Deckel sitzen Frisch- und Schmutzwassertank, während der Staubbeutel hinter einer separaten Klappe untergebracht ist. Reinigungsmittel lässt sich direkt in den Frischwasserbehälter dosieren. Der Schmutzwassertank sollte regelmäßig geleert werden, um Geruchsbildung zu vermeiden. Praktische Griffmulden erleichtern den Transport. Eine integrierte Kabelführung an der Rückseite fehlt allerdings.

Auf der Unterseite sitzt neben der Hauptbürste die 26,6 × 5,5 Zentimeter große TrackMop-Walze. Laut Narwal bietet sie eine besonders große Kontaktfläche und arbeitet mit einem Anpressdruck von 12 Newton. Das FlowWash-System befeuchtet und reinigt die Walze während des Betriebs über 16 Düsen. Zum Wischen kann bis zu 60 Grad Celsius warmes Wasser eingesetzt werden. Nach der Reinigung wird die Walze in der Station mit bis zu 100 Grad heißem Wasser gewaschen und anschließend bei 60 Grad getrocknet.
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Für das Saugen nennt Narwal eine Leistung von 31.000 Pascal. Die DualFlow-Anti-Tangle-Bürste soll verhindern, dass sich Haare stark verfangen. Im Praxistest nahm der Freo 20 unter anderem Reiskörner zuverlässig auf. Seine größte Stärke zeigte sich jedoch beim Wischen: Ketchup und verschütteter Kaffee wurden gründlich entfernt. Bei stärkeren Verschmutzungen kehrte der Roboter zwischendurch zur Station zurück, reinigte die Walze und setzte die Reinigung anschließend fort.

Solide Sensorik

Die Einrichtung erfolgt über die Narwal-App, die nach der WLAN-Verbindung eine Raumkarte erstellt. Nutzer können Räume, Teppichflächen und No-Go-Zonen anpassen sowie Saugkraft, Wischfeuchtigkeit und Reinigungszyklen festlegen. Alternativ kann Freo Mind die Reinigungsstrategie automatisch bestimmen.

Für die Navigation kombiniert der Freo 20 Sensoren, eine Frontkamera und LED-Beleuchtung mit der TwinAI-Dodge-Technik. Gegenstände wie Schuhe, Kabel oder Haustiere wurden im Test erkannt und umfahren. Die Kamera kann zudem als geschützte Fernansicht genutzt werden. Dank der flachen Bauweise kommt der Roboter auch unter niedrige Möbel und erreicht durch die seitlich ausfahrbare Wischwalze Kanten vergleichsweise gut.

Damit richtet sich der Narwal Freo 20 vor allem an Haushalte mit vielen Hartböden und hohen Ansprüchen an die Wischleistung. Die große Station und der regelmäßige Pflegeaufwand beim Schmutzwassertank sind die wichtigsten Nachteile. Insgesamt bietet das Modell ein umfangreiches Gesamtpaket mit einer besonders leistungsfähigen Wischlösung.

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