GPT-6 Astra schafft Portal, verbrennt dabei rund 500 Euro an Tokens

Das Sprachmodell GPT-6 Astra von OpenAI hat Valves Rätsel­klassiker Portal komplett autonom durchgespielt. Die KI löste alle Testkammern ohne menschliche Hilfe, brauchte dafür aber fast einen Tag und verursachte hohe Kosten.

    KI meistert Puzzle-Klassiker

    Das Sprachmodell GPT-6 Astra von OpenAI hat das Videospiel Portal vollständig autonom absolviert. Ein Nutzer namens cozyblaze koppelte die Künstliche Intelligenz vor einigen Tagen an den Rätsel-Titel von Valve. Das System analysierte die Spielumgebung selbstständig und steuerte die Spielfigur erfolgreich durch alle Testkammern bis zum Abspann. Menschliche Eingriffe waren während des gesamten Vorgangs nicht erforderlich, da GPT-6 alle Entscheidungen komplett eigenständig traf.

    Um das Spiel zu bewältigen, erhielt das Modell kontinuierlich Screenshots und die Koordinaten der Spielfigur. Der Agent nutzte das neue Kontextmanagement von GPT-6 Astra, um Informationen über längere Zeiträume zu behalten. Die Software reagierte dabei wohlgemerkt nicht in Echtzeit.

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    Das Spiel pausierte, während der Algorithmus die visuellen Daten verarbeitete und die nächste Aktion plante. "Realistisch" ist das also nicht, denn das Vorgehen weicht stark von der üblichen Spielweise ab und gleicht eher einem rundenbasierten Strategietitel.

    Kosten und enormer Zeitaufwand

    Durch die ständigen Denkpausen dauerte der gesamte Durchlauf fast 24 Stunden, obwohl die reine Spielzeit lediglich etwa zwei Stunden betrug. Wie Videocardz berichtet, benötigte der Agent für den Abschluss insgesamt 3336 Tool-Aufrufe.

    Das intensive Nutzen der Programmierschnittstelle verursachte enorme Ausgaben. OpenAI berechnete für die verwendeten Token einen Preis von 571 Dollar (etwa 492 Euro). Ein reguläres Abonnement deckt solche extremen Belastungen nicht ab.

    Der Versuch demonstriert die Fähigkeit aktueller Modelle, komplexe und mehrstufige Aufgaben auszuführen. Portal erfordert durchaus räumliches Denken und das genaue Verstehen von physikalischen Bewegungsabläufen. Da der Titel jedoch alt und im Internet umfassend dokumentiert ist, befanden sich die genauen Lösungswege vermutlich bereits in den Trainingsdaten von GPT-6 Astra. Das System musste das eigentliche Spielprinzip somit nicht zwingend völlig neu erlernen.

    Würdet ihr eine solche Technologie nutzen, um besonders knifflige Passagen in Spielen zu meistern, oder geht dabei der Spaß am Spielen verloren? Teilt eure Gedanken unten in den Kommentaren mit uns!

    Zusammenfassung
    • OpenAI's GPT-6 Astra mastert das Spiel Portal komplett eigenständig
    • Das Sprachmodell steuerte die Spielfigur ganz ohne menschliche Hilfe
    • Das Gameplay lief wegen ständiger Denkpausen nicht in Echtzeit ab
    • Der gesamte Spieldurchlauf dauerte aufgrund der Pausen fast 24 Stunden
    • Für die Nutzung fielen API-Kosten in Höhe von stolzen 571 Dollar an
    • Die genauen Lösungswege waren vermutlich bereits in den Trainingsdaten

    Siehe auch:


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