Flock-Verträge gekündigt, Kameras abgebaut, Firma stellt sie wieder auf

Flock Safety hat in Kalifornien mehrere seiner höchst umstrittenen Überwachungskameras mit KI-Datenauswertung erneut aufstellen lassen, obwohl die betroffene Stadt ihre Kooperation mit der Firma öffentlich für beendet erklärt und die Kameras entfernt hatte.
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Flock Safety

    Flock lässt "gestörte" Kameras wieder aufstellen

    Die wegen des aggressiven Ausbaus ihres privat betriebenen Netzes von KI-gestützten Überwachungskameras in den USA massiv kritisierte Firma Flock ist erneut in den Schlagzeilen gelandet. Eine kalifornische Stadt kündigte ihre Verträge mit Flock nach Protesten der Bürger und ließ die Kameras entfernen. Nach weniger als einem Monat tauchten zumindest einige wenige Kameras plötzlich wieder auf.

    Die Stadt Grass Valley im US-Bundesstaat Kalifornien hatte nach massiven Protesten der Einwohner die vor einiger Zeit abgeschlossenen Verträge mit dem "Sicherheitsdienstleister" Flock gekündigt. Zuvor hatte die Firma in der Stadt zahlreiche ihrer auch als "automatisierte Systeme zur Kennzeichenerkennung" vermarkteten Überwachungsanlagen installiert.

    Polizei meldet mindestens zwei neue Kameras

    Laut dem Fernsehsender Fox 40 hatte die Polizeibehörde der Stadt zunächst ihre Verträge mit Flock gekündigt, woraufhin man alle Kameras des Unternehmens entfernte. Nach wenigen Wochen stellte Flock jedoch in mindestens zwei Fällen neue Kameras auf, obwohl es keine aktiven Verträge mit der Polizei von Grass Valley mehr gab.


    Nach Angaben der Polizei hatte das automatisierte System von Flock Safety offenbar Verbindungsstörungen bei einigen der abgebauten Kameras gemeldet, woraufhin die Firma Service-Aufträge auslöste und die Geräte ersetzen ließ. Mittlerweile erklärte Flock, dass es offenbar zu Abstimmungsproblemen mit der Stadt gekommen sei.

    Flock sieht die Schuld bei der Stadt

    Mitarbeiter der Stadt hätten die Kameras von Flock bereits kurz nach der Ankündigung der Beendigung der Verträge mit dem Unternehmen entfernt, noch bevor die Kündigung und der mit der Entfernung der Geräte verbundene Prozess bei Flock intern abgeschlossen werden konnte.

    Normalerweise würden die Kameras von Flock Safety selbst entfernt und im Rahmen des Kündigungsvorgangs abgebaut, hieß es. Weil die Stadt die Geräte aber auf eigene Faust entfernen ließ, habe das System von Flock zunächst einen Ausfall der betroffenen Kameras festgestellt und dann Aufträge zur Wartung und Wiederherstellung der Geräte ausgelöst.

    Die Polizei von Grass Valley will nun selbst überwachen, ob Flock oder von der Firma beauftragte Subunternehmen in der Stadt weiterhin neue Kameras platzieren. Der Überwachungsanbieter, dessen Systeme von Polizeibehörden in Hunderten US-Städten und -Gemeinden aktiv sind und wegen der Weitergabe von Daten, die weit über die Kennzeichen von Autos hinausgehen, immer wieder kritisiert wird, sieht die Schuld für die plötzlich wieder aufgestellten Kameras unterdessen klar bei der Stadt.

    Zusammenfassung
    • Die US-Sicherheitsfirma Flock steht wegen Überwachungskameras in der Kritik
    • Nach heftigen Bürgerprotesten kündigte Grass Valley Verträge mit Flock
    • Trotz gekündigter Verträge stellte die Firma neue Kameras in der Stadt auf
    • Ein automatischer Systemfehler löste den Austausch abgebauter Kameras aus
    • Flock schiebt die Schuld auf die Stadt, da diese die Geräte selbst abbaute
    • Die Polizei will nun kontrollieren, ob Flock weitere Kameras installiert

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