Menschenrechtler fordern Verzicht auf Killer-Roboter
Die Menschenrechts-Organisation Human Rights Watch hat die Regierungen weltweit aufgefordert, auf den Einsatz von Kampf-Systemen zu verzichten, die inzwischen gemeinhin als "Killer-Roboter" bezeichnet werden.
Im harmloser klingenden Sprachgebrauch der Militärs werden sie hingegen autonome Waffensysteme genannt. Konkret handelt es sich um Drohnen, die vollständig unabhängig von menschlicher Einflussnahme agieren können. Entsprechende Systeme befinden sich bereits in der Testphase.
Aktuell werden die zahlreichen Drohnen, die beispielsweise schon heute mit ihrer permanenten Präsenz ein ziviles Leben in einigen Regionen Afghanistans und Pakistans nahezu unmöglich machen, zu einem guten Teil per Fernsteuerung von menschlichen Piloten gesteuert. Diese treffen anhand von Daten, die Sensoren und Kameras liefern, letztlich auch die endgültige Entscheidung, ob ein anvisiertes Ziel wirklich beschossen wird.
Die in Entwicklung befindlichen autonomen Systeme sollen mit ihren integrierten KI-Routinen solche Entscheidungen hingegen selbst treffen. In einem aktuellen Bericht gehen die Menschenrechtler davon aus, dass damit auch die letzte Hürde beseitigt wird, in der ein Mensch Abwägungen darüber trifft, ob beispielsweise ein Angriff auf Zivilisten moralisch und juristisch zu rechtfertigen ist.
"Wenn Maschinen die Macht erhalten, darüber zu entscheiden, wer in einem Kampfgebiet leben oder sterben soll, geht der Einsatz von Technologien klar zu weit", erklärte Steve Goose, der bei Human Rights Watch für die Beobachtung der Entwicklung von Waffen zuständig ist. "Eine Kontrolle der robotischen Kriegsführung ist essenziell, um Tod und Verletzungen bei Zivilisten zu minimieren."
Aber nicht nur der konkrete Fall würde jeweils ein Problem darstellen. Undifferenzierte Angriffe autonomer Systeme auf beliebige Ziele, so befürchten die Menschenrechtler, könnten letztlich dafür sorgen, dass auch andere an einem Konflikt beteiligte Kräfte sich nicht mehr an die allgemeinen Regeln der Kriegsführung gebunden fühlen. Denn wenn beispielsweise regelmäßig die Drohnen einer hochentwickelten Militärmacht auch Sanitäter im Kampfgebiet attackieren, warum sollten es dann etwa die schwächer bewaffneten Kämpfer der Gegenseite unterlassen?
Human Rights Watch will daher darauf hinarbeiten, dass der Einsatz solcher Technologien ebenso über internationale Abkommen geächtet wird, wie es jetzt bereits bei einer Reihe anderer Waffen der Fall ist. Man forderte aber auch die einzelnen Regierungen auf, Entwicklung, Produktion und Einsatz entsprechender Systeme im Rahmen der nationalen Gesetzgebung zu untersagen.
Aktuell werden die zahlreichen Drohnen, die beispielsweise schon heute mit ihrer permanenten Präsenz ein ziviles Leben in einigen Regionen Afghanistans und Pakistans nahezu unmöglich machen, zu einem guten Teil per Fernsteuerung von menschlichen Piloten gesteuert. Diese treffen anhand von Daten, die Sensoren und Kameras liefern, letztlich auch die endgültige Entscheidung, ob ein anvisiertes Ziel wirklich beschossen wird.
Die in Entwicklung befindlichen autonomen Systeme sollen mit ihren integrierten KI-Routinen solche Entscheidungen hingegen selbst treffen. In einem aktuellen Bericht gehen die Menschenrechtler davon aus, dass damit auch die letzte Hürde beseitigt wird, in der ein Mensch Abwägungen darüber trifft, ob beispielsweise ein Angriff auf Zivilisten moralisch und juristisch zu rechtfertigen ist.
"Wenn Maschinen die Macht erhalten, darüber zu entscheiden, wer in einem Kampfgebiet leben oder sterben soll, geht der Einsatz von Technologien klar zu weit", erklärte Steve Goose, der bei Human Rights Watch für die Beobachtung der Entwicklung von Waffen zuständig ist. "Eine Kontrolle der robotischen Kriegsführung ist essenziell, um Tod und Verletzungen bei Zivilisten zu minimieren."
Aber nicht nur der konkrete Fall würde jeweils ein Problem darstellen. Undifferenzierte Angriffe autonomer Systeme auf beliebige Ziele, so befürchten die Menschenrechtler, könnten letztlich dafür sorgen, dass auch andere an einem Konflikt beteiligte Kräfte sich nicht mehr an die allgemeinen Regeln der Kriegsführung gebunden fühlen. Denn wenn beispielsweise regelmäßig die Drohnen einer hochentwickelten Militärmacht auch Sanitäter im Kampfgebiet attackieren, warum sollten es dann etwa die schwächer bewaffneten Kämpfer der Gegenseite unterlassen?
Human Rights Watch will daher darauf hinarbeiten, dass der Einsatz solcher Technologien ebenso über internationale Abkommen geächtet wird, wie es jetzt bereits bei einer Reihe anderer Waffen der Fall ist. Man forderte aber auch die einzelnen Regierungen auf, Entwicklung, Produktion und Einsatz entsprechender Systeme im Rahmen der nationalen Gesetzgebung zu untersagen.
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