Steam Deck: Linux-Patch für CPUs sorgt für deutlich flüssigeres Spielen
Ein geplanter Treiber-Patch für Linux verspricht eine deutlich flüssigere Darstellung von Spielen auf dem Steam Deck. Die Konsole von Valve profitiert von einer cleveren Anpassung der CPU-Taktung, die lästige Ruckler drastisch reduziert.
So zielt ein von einem Meta-Entwickler vorgeschlagener Patch für den Linux-Kernel darauf ab, die Leistung von AMD-Prozessoren beim Spielen spürbar zu verbessern. Durch eine Anpassung im CPU-Treiber sollen sogenannte Ein-Prozent-Lows bei den FPS um fast ein Drittel verbessert werden. Das würde für ein wesentlich flüssigeres Spielerlebnis sorgen.
Die technische Herausforderung bei mobilen Konsolen liegt im restriktiven Energiemanagement. Handhelds nutzen oft das Energy-Performance-Preference-Profil, kurz EPP, um den Akku zu schonen. Bei vielen Titeln pausieren Hauptprozesse der CPU häufig für Millisekunden, um auf die Grafikkarte zu warten. Das System drosselt daraufhin sofort den Takt. Wird dann rasch wieder Rechenleistung benötigt, startet der Prozessor aus einem niedrigen Takt. Das führt unweigerlich zu unangenehmen Rucklern.
Erste Tests offenbaren klare Vorteile für mobile Endgeräte. Die Metrik der Ein-Prozent-Lows, die die stärksten Einbrüche der Bildwiederholrate misst, verbesserte sich um knapp 32 Prozent. Ein kleiner Nachteil ist, dass der temporäre Leistungsmodus den Stromverbrauch minimal erhöhen kann. Dennoch ist das Verfahren wesentlich effizienter, als den gesamten Prozessor dauerhaft auf Höchstleistung laufen zu lassen, da das den Akku zu schnell leeren würde.
Spielt ihr selbst auf dem Steam Deck und stören euch gelegentliche Ruckler? Was meint ihr dazu, dass die Community die Hardware weiter optimiert? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
Siehe auch:
Neuer Takt für das Steam Deck
Zumindest im Hinblick auf seine Verkaufszahlen steckt das Steam Deck von Valve in der Krise. Nach einer gigantischen Preiserhöhung waren die Absatzzahlen zuletzt dramatisch gesunken. Valve versorgt seinen Handheld trotzdem immer noch mit Updates. Jetzt ist eine weitere Softwareaktualisierung in Aussicht, die Besitzern der Konsole in bestimmten Situationen deutlich mehr FPS bescheren dürfte. Valve hat mit dem Update allerdings nichts zu tun.So zielt ein von einem Meta-Entwickler vorgeschlagener Patch für den Linux-Kernel darauf ab, die Leistung von AMD-Prozessoren beim Spielen spürbar zu verbessern. Durch eine Anpassung im CPU-Treiber sollen sogenannte Ein-Prozent-Lows bei den FPS um fast ein Drittel verbessert werden. Das würde für ein wesentlich flüssigeres Spielerlebnis sorgen.
Die technische Herausforderung bei mobilen Konsolen liegt im restriktiven Energiemanagement. Handhelds nutzen oft das Energy-Performance-Preference-Profil, kurz EPP, um den Akku zu schonen. Bei vielen Titeln pausieren Hauptprozesse der CPU häufig für Millisekunden, um auf die Grafikkarte zu warten. Das System drosselt daraufhin sofort den Takt. Wird dann rasch wieder Rechenleistung benötigt, startet der Prozessor aus einem niedrigen Takt. Das führt unweigerlich zu unangenehmen Rucklern.
Gezielter Boost gegen Ruckler
Um dieses Problem zu lösen, programmierte der Entwickler David Vernet die neue Funktion epp_boost. Wie Phoronix berichtet, überwacht der Patch die Auslastung der einzelnen Prozessorkerne des AMD-Chips sehr genau. Sobald ein Kern zu mehr als 50 Prozent ausgelastet ist, schaltet das System genau diesen spezifischen Kern temporär in den maximalen Leistungsmodus. Nach 300 Millisekunden ohne hohe Last kehrt der Kern wieder in den Sparmodus zurück.Erste Tests offenbaren klare Vorteile für mobile Endgeräte. Die Metrik der Ein-Prozent-Lows, die die stärksten Einbrüche der Bildwiederholrate misst, verbesserte sich um knapp 32 Prozent. Ein kleiner Nachteil ist, dass der temporäre Leistungsmodus den Stromverbrauch minimal erhöhen kann. Dennoch ist das Verfahren wesentlich effizienter, als den gesamten Prozessor dauerhaft auf Höchstleistung laufen zu lassen, da das den Akku zu schnell leeren würde.
Warten auf das Linux-Update
Aktuell befindet sich der Code noch in der Prüfungsphase. Er muss von den zuständigen AMD-Entwicklern für den offiziellen Linux-Kernel freigegeben werden. Da das auf Linux basierende SteamOS die Grundlage des Steam Deck bildet, profitieren Nutzer direkt von dieser Anpassung. Anfangs muss die Funktion jedoch voraussichtlich manuell über einen Parameter aktiviert werden. Für Besitzer der Konsole ist die Aussicht auf kostenlose Leistungsreserven durch Systemoptimierungen vermutlich dennoch sehr willkommen.Spielt ihr selbst auf dem Steam Deck und stören euch gelegentliche Ruckler? Was meint ihr dazu, dass die Community die Hardware weiter optimiert? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Ein neuer Linux-Kernel-Patch soll die Leistung des Steam Decks steigern
- Ein Entwickler programmierte epp_boost für AMD-Prozessoren in Handhelds
- Die Funktion erhöht bei hoher Auslastung gezielt den Takt einzelner Kerne
- Erste Tests zeigen eine Verbesserung der Ein-Prozent-Lows um 32 Prozent
- Das Verfahren ist viel akkuschonender als eine dauerhafte Höchstleistung
- SteamOS-Nutzer profitieren nach der Kernel-Freigabe von dem neuen Update
Siehe auch:
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