Sergey Brin: Facebook & Co. gefährden freies Web
Der Google-Mitgründer Sergey Brin hat in einem Interview etliche "Bösewichte" für das freie Internet aufgezählt, darunter Facebook, Apple, China und US-Gesetzesinitiativen wie SOPA. Er selbst ist dabei "besorgter denn je."
In einem seiner seltenen Interviews hat der 38-jährige Google-Mitgründer Sergey Brin gemeint, dass das freie Web noch nie so bedroht war wie heute. Gegenüber der englischen Tageszeitung 'The Guardian' sagte Brin, dass "sehr mächtige Kräfte das offene Internet ins Visier genommen haben."
Brin zählte eine ganze Reihe an Bedrohungen auf, darunter Regierungen, bestimmte Unternehmen und allgemeine privatwirtschaftliche Interessen. Allen voran nannte Brin totalitäre Staaten wie China, Saudi-Arabien und Iran, die im eigenen Interesse das Netz zensieren und einschränken.
Das von Brin am heftigsten angegriffene Unternehmen ist Facebook: Brin sagte, dass Larry Page und er Google nicht hätten gründen können, wenn das Internet schon damals von Facebook dominiert worden wäre. "Man muss nach ihren Regeln spielen und die sind sehr restriktiv. Der Grund, warum wir Google überhaupt entwickeln konnten, war, dass das Web so offen war. Wenn man zu viele Regeln befolgen muss, erstickt das die Innovation."
Konkret kritisiert er Facebook dafür, dass man die Daten auf dem sozialen Netzwerk nicht ohne weiteres exportieren könne. Seit Ende 2010 streiten Google und Facebook beispielsweise heftig rund um die Gmail-Nutzerdaten, Brin meinte, dass "Facebook seit Jahren Gmail-kontakte aufsaugt." Anders gesagt: Jene Daten, die zu Facebook gehen, kommen dort nicht wieder raus.
Auch Apple erntete von Brin Kritik: Das Unternehmen würde seine Smartphone-Apps abschotten, der Nutzer habe kaum eine Wahl bei der Software: "Die ganze Information ist in den Apps. Diese Daten lassen sich nicht mit Webcrawlern erfassen. Man kann sie einfach nicht suchen."
Brin übte auch heftige Kritik an der US-Contentindustrie: Die von der Film- und Musikindustrie gepushten Gesetzesinitiativen SOPA und PIPA hätten die USA auf die Stufe von China und Iran gestellt. Wären die Gesetze beschlossen worden, hätte man die gleichen Filter-Technologien eingesetzt wie jene Länder, die die USA eigentlich kritisieren.
Die Unterhaltungsindustrie habe es verabsäumt, zu erkennen, dass die Leute raubkopierte Inhalte auch künftig herunterladen werden, zumindest so lange diese einfacher zu bekommen und zu nutzen seien. Im Gegensatz zu legalen Angeboten muss der Nutzer bei illegalen Inhalten nicht "durch unzählige Reifen springen." Stattdessen lädt man etwas herunter und es funktioniere einfach - auf jedem Gerät, das man wählt.
Brin zählte eine ganze Reihe an Bedrohungen auf, darunter Regierungen, bestimmte Unternehmen und allgemeine privatwirtschaftliche Interessen. Allen voran nannte Brin totalitäre Staaten wie China, Saudi-Arabien und Iran, die im eigenen Interesse das Netz zensieren und einschränken.
Das von Brin am heftigsten angegriffene Unternehmen ist Facebook: Brin sagte, dass Larry Page und er Google nicht hätten gründen können, wenn das Internet schon damals von Facebook dominiert worden wäre. "Man muss nach ihren Regeln spielen und die sind sehr restriktiv. Der Grund, warum wir Google überhaupt entwickeln konnten, war, dass das Web so offen war. Wenn man zu viele Regeln befolgen muss, erstickt das die Innovation."
Konkret kritisiert er Facebook dafür, dass man die Daten auf dem sozialen Netzwerk nicht ohne weiteres exportieren könne. Seit Ende 2010 streiten Google und Facebook beispielsweise heftig rund um die Gmail-Nutzerdaten, Brin meinte, dass "Facebook seit Jahren Gmail-kontakte aufsaugt." Anders gesagt: Jene Daten, die zu Facebook gehen, kommen dort nicht wieder raus.
Auch Apple erntete von Brin Kritik: Das Unternehmen würde seine Smartphone-Apps abschotten, der Nutzer habe kaum eine Wahl bei der Software: "Die ganze Information ist in den Apps. Diese Daten lassen sich nicht mit Webcrawlern erfassen. Man kann sie einfach nicht suchen."
Brin übte auch heftige Kritik an der US-Contentindustrie: Die von der Film- und Musikindustrie gepushten Gesetzesinitiativen SOPA und PIPA hätten die USA auf die Stufe von China und Iran gestellt. Wären die Gesetze beschlossen worden, hätte man die gleichen Filter-Technologien eingesetzt wie jene Länder, die die USA eigentlich kritisieren.
Die Unterhaltungsindustrie habe es verabsäumt, zu erkennen, dass die Leute raubkopierte Inhalte auch künftig herunterladen werden, zumindest so lange diese einfacher zu bekommen und zu nutzen seien. Im Gegensatz zu legalen Angeboten muss der Nutzer bei illegalen Inhalten nicht "durch unzählige Reifen springen." Stattdessen lädt man etwas herunter und es funktioniere einfach - auf jedem Gerät, das man wählt.
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