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Vorbild für Deutschland? UK führt 2028 Kilometersteuer für E-Autos ein
Ab 2028 müssen Fahrer von Elektroautos im Vereinigten Königreich eine streckenbasierte Abgabe zahlen. Mit der neuen Steuer pro gefahrener Meile möchte der Staat sinkende Einnahmen aus der Kraftstoffsteuer ausgleichen. Ein Modell auch für Deutschland?
Der Grund für das neue Steuermodell ist rein fiskalischer Natur. Mit dem zunehmenden Umstieg auf Elektromobilität brechen dem Staat die Einnahmen aus der klassischen Kraftstoffsteuer weg. Prognosen gehen davon aus, dass sich die Einnahmen aus der Benzinsteuer bis in die 2030er-Jahre halbieren werden. Die neue Abgabe soll das entstehende Haushaltsloch stopfen und die Infrastruktur finanzieren.
Historisch betrachtet finanzieren Autofahrer durch verschiedene Abgaben den Straßenbau. Im Vereinigten Königreich existiert die Kraftfahrzeugsteuer in ihrer heutigen Form seit dem Jahr 1920. Die Einführung einer nutzungsbasierten Maut für private Pkw stellt nun einen Paradigmenwechsel dar. Andere europäische Länder beobachten das Vorhaben der Briten genau.
Anteil von BEV bei Neuzulassungen steigt stetig
Eine Übertragung des britischen Modells auf Deutschland wird unter Verkehrsexperten rege diskutiert. Hierzulande sind reine Elektroautos noch bis Ende 2030 von der Kfz-Steuer befreit. Danach greift eine gewichtsbasierte Besteuerung. Da auch dem deutschen Staat langfristig Milliarden aus der Energiesteuer auf Kraftstoffe entgehen, wäre eine kilometerbasierte Abgabe eine logische Konsequenz. Bei einer durchschnittlichen Fahrleistung von 12.300 Kilometern im Jahr würde eine identische Abgabe E-Autofahrer hierzulande etwa 270 Euro im Jahr kosten.
Allerdings stehen einer solchen Umsetzung in Deutschland hohe bürokratische Hürden und strenge Datenschutzvorgaben im Weg. Eine flächendeckende Erfassung von Fahrdaten ist politisch stark umstritten. Das britische Modell der Selbstauskunft in Kombination mit dem Abgleich durch den TÜV könnte jedoch als Vorlage dienen, um das Problem ohne permanente Überwachung zu lösen.
Die Finanzierung der Straßeninfrastruktur steht wohl vor einem Umbruch. Haltet ihr eine Steuer pro gefahrenem Kilometer in Deutschland für fair oder seid ihr dagegen? Teilt eure Meinung!
Siehe auch:
Streckenbasierte Abgabe ab 2028
Wer im Vereinigten Königreich ein Elektroauto fährt, muss sich ab April 2028 auf zusätzliche Kosten einstellen. Der Staat führt eine streckenbasierte Abgabe ein, die pro gefahrenem Kilometer berechnet wird. Batterieelektrische Fahrzeuge werden mit drei Pence pro Meile belastet. Plug-in-Hybride zahlen die Hälfte. Ausgenommen bleiben vorerst elektrische Transporter und Busse.Der Grund für das neue Steuermodell ist rein fiskalischer Natur. Mit dem zunehmenden Umstieg auf Elektromobilität brechen dem Staat die Einnahmen aus der klassischen Kraftstoffsteuer weg. Prognosen gehen davon aus, dass sich die Einnahmen aus der Benzinsteuer bis in die 2030er-Jahre halbieren werden. Die neue Abgabe soll das entstehende Haushaltsloch stopfen und die Infrastruktur finanzieren.
Selbstauskunft und Kontrolle
Wie die britische Regierung bestätigt, trägt das System den Namen Electric Vehicle Excise Duty, kurz eVED. Das Konzept setzt auf Privatsphäre und verzichtet auf GPS-Tracking. Fahrzeughalter geben ihren Kilometerstand bei der jährlichen Verlängerung der Kfz-Steuer selbst an. Eine Überprüfung erfolgt später im Rahmen der Hauptuntersuchung.Historisch betrachtet finanzieren Autofahrer durch verschiedene Abgaben den Straßenbau. Im Vereinigten Königreich existiert die Kraftfahrzeugsteuer in ihrer heutigen Form seit dem Jahr 1920. Die Einführung einer nutzungsbasierten Maut für private Pkw stellt nun einen Paradigmenwechsel dar. Andere europäische Länder beobachten das Vorhaben der Briten genau.
Anteil von BEV bei Neuzulassungen steigt stetig
Kritik und Perspektive für Deutschland
Obwohl Elektroautos durch die neue Regelung in den Unterhaltskosten weiterhin günstiger bleiben als Verbrenner, gibt es Gegenwind. Branchenverbände warnen, dass zusätzliche Kosten potenzielle Käufer abschrecken könnten. Die Befürchtung steht im Raum, dass das Wachstum bei den Zulassungszahlen gebremst wird.Eine Übertragung des britischen Modells auf Deutschland wird unter Verkehrsexperten rege diskutiert. Hierzulande sind reine Elektroautos noch bis Ende 2030 von der Kfz-Steuer befreit. Danach greift eine gewichtsbasierte Besteuerung. Da auch dem deutschen Staat langfristig Milliarden aus der Energiesteuer auf Kraftstoffe entgehen, wäre eine kilometerbasierte Abgabe eine logische Konsequenz. Bei einer durchschnittlichen Fahrleistung von 12.300 Kilometern im Jahr würde eine identische Abgabe E-Autofahrer hierzulande etwa 270 Euro im Jahr kosten.
Allerdings stehen einer solchen Umsetzung in Deutschland hohe bürokratische Hürden und strenge Datenschutzvorgaben im Weg. Eine flächendeckende Erfassung von Fahrdaten ist politisch stark umstritten. Das britische Modell der Selbstauskunft in Kombination mit dem Abgleich durch den TÜV könnte jedoch als Vorlage dienen, um das Problem ohne permanente Überwachung zu lösen.
Die Finanzierung der Straßeninfrastruktur steht wohl vor einem Umbruch. Haltet ihr eine Steuer pro gefahrenem Kilometer in Deutschland für fair oder seid ihr dagegen? Teilt eure Meinung!
Zusammenfassung
- Großbritannien führt ab April 2028 eine fahrleistungsabhängige Steuer ein
- Elektroautos zahlen künftig drei Pence pro Meile bei der Kfz-Steuer
- Der Staat will damit wegfallende Einnahmen aus der Benzinsteuer ausgleichen
- Fahrzeughalter geben den Kilometerstand jährlich per Selbstauskunft an
- Auch für Deutschland wird ein solches kilometerbasiertes Modell diskutiert
Siehe auch:
- Studie zeigt: E-Auto-Preise schon bald auf Verbrenner-Niveau
- VW ID. Polo: Volkswagens Preispolitik kommt nicht überall gut an
- Deutschland: Ein Viertel aller neuen PKW sind inzwischen E-Autos
- In Deutschland gescheitert: China-Marke verkauft in 6 Monaten 15 Autos
- VW ID Polo: Elektro-Kleinwagen startet in Kürze für unter 25.000 Euro
Thema:
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