Shitstorm um Disc-Aus: Doch kaum jemand kauft physische PS5-Spiele
Der geplante Produktionsstopp von Spielen auf Disc für die PlayStation 5 sorgt im Netz für Kritik. Die tatsächlichen US-Verkaufszahlen zeigen jedoch ein völlig anderes Bild. Kaum noch ein neuer Titel findet als physischer Datenträger seine Käufer.
Der Trend zur digitalen Version ist deutlich. Innerhalb einer Juli-Woche erreichten auf dem gesamten US-Markt nur zwei Spiele auf einer PS5-Disc die Hürde von 10.000 abgesetzten Exemplaren. Große Neuerscheinungen wie Resident Evil Requiem oder 007 First Light generieren zwar noch physische Umsätze, der Großteil der Einnahmen verschiebt sich jedoch in den hauseigenen PlayStation Store.
Das Ende der physischen Datenträger bringt für Konsumenten konkrete Veränderungen mit sich. Einerseits profitieren Spieler von dem sofortigen Zugriff auf digitale Käufe, ohne die Disc wechseln zu müssen. Andererseits droht ein Verlust des Preiskampfes, da physische Spiele im stationären Handel oft schneller im Preis sinken.
Zudem verlieren Sammler die Möglichkeit, limitierte Editionen in ihr Regal zu stellen. Auch in Regionen mit schlechter Internetanbindung wird der Zugang zu neuen Spielen durch große Downloads erschwert.
Die wirtschaftlichen Zahlen sprechen für Sony jedoch eine deutliche Sprache. Im vergangenen Geschäftsjahr machten digitale Käufe bereits bis zu 85 Prozent der Software-Verkäufe aus. Die Produktion, Logistik und Lagerung von Plastikhüllen rentieren sich für den Konzern und seine Publisher kaum noch, während digitale Verkäufe deutlich höhere Gewinnmargen erzielen.
Kauft ihr eure Spiele für die PlayStation 5 noch auf Disc oder nutzt ihr längst den digitalen Store? Teilt eure Gedanken gerne mit uns in den Kommentaren! Siehe auch:
- In den USA brechen die Verkäufe von physischen PS5-Spielen massiv ein
- Sony stellt die Produktion von Spiele-Discs ab Januar 2028 komplett ein
- Digitale Käufe machten zuletzt 85 Prozent aller PS-Softwareverkäufe aus
- Einzelhändler haben ihre Bestellungen wegen geringer Nachfrage reduziert
- Für Verbraucher droht durch das Disc-Aus ein Verlust des Preiskampfes
- Während die USA den Digitaltrend anführen, ist Europa noch traditioneller
US-Verkaufszahlen brechen ein
Dieses Jahr haben in den USA bisher erst sieben Videospiele für die PlayStation 5 auf einem physischen Datenträger die Marke von 100.000 verkauften Einheiten überschritten. Das untermauert Sonys Entschluss, die Produktion von Discs für neue Titel ab Januar 2028 vollständig einzustellen. Obwohl das Vorhaben im Netz auf Kritik stößt, spiegeln die Käufe den Unmut der Spieler nicht wider.Der Trend zur digitalen Version ist deutlich. Innerhalb einer Juli-Woche erreichten auf dem gesamten US-Markt nur zwei Spiele auf einer PS5-Disc die Hürde von 10.000 abgesetzten Exemplaren. Große Neuerscheinungen wie Resident Evil Requiem oder 007 First Light generieren zwar noch physische Umsätze, der Großteil der Einnahmen verschiebt sich jedoch in den hauseigenen PlayStation Store.
Analyst bestätigt Abwärtstrend
Wie der Branchenkenner Mat Piscatella auf Bluesky darlegt, haben Einzelhändler ihre Bestellmengen bereits vor Jahren drastisch reduziert. Die Geschäfte wollen vermeiden, auf Lagerbeständen sitzen zu bleiben. Zudem erscheinen generell weniger Titel als physische Ausgabe. Die verbleibenden Veröffentlichungen setzen im Durchschnitt geringere Stückzahlen ab.Das Ende der physischen Datenträger bringt für Konsumenten konkrete Veränderungen mit sich. Einerseits profitieren Spieler von dem sofortigen Zugriff auf digitale Käufe, ohne die Disc wechseln zu müssen. Andererseits droht ein Verlust des Preiskampfes, da physische Spiele im stationären Handel oft schneller im Preis sinken.
Zudem verlieren Sammler die Möglichkeit, limitierte Editionen in ihr Regal zu stellen. Auch in Regionen mit schlechter Internetanbindung wird der Zugang zu neuen Spielen durch große Downloads erschwert.
Die wirtschaftlichen Zahlen sprechen für Sony jedoch eine deutliche Sprache. Im vergangenen Geschäftsjahr machten digitale Käufe bereits bis zu 85 Prozent der Software-Verkäufe aus. Die Produktion, Logistik und Lagerung von Plastikhüllen rentieren sich für den Konzern und seine Publisher kaum noch, während digitale Verkäufe deutlich höhere Gewinnmargen erzielen.
Globale Unterschiede bleiben
Während der US-Markt den digitalen Wandel anführt, zeigt sich in Europa, Südamerika und Japan ein teilweise anderes Bild. Dort ist der klassische Einzelhandel weiterhin gefragt - wenn auch stark rückläufig. Sony hält ungeachtet der regionalen Unterschiede an seinen globalen Plänen fest. Der Konzern äußert sich bislang nicht zu den Forderungen der Community.Kauft ihr eure Spiele für die PlayStation 5 noch auf Disc oder nutzt ihr längst den digitalen Store? Teilt eure Gedanken gerne mit uns in den Kommentaren! Siehe auch:
- PlayStation-Frust: Fast die Hälfte der Nutzer erwägt Wechsel zum PC
- PlayStation ohne Discs: Selbst die EU erteilt Fan-Protesten eine Absage
- Protest gegen Sony: Spieler kündigen massenhaft ihr PS-Plus-Abo
- PlayStation 5: Sony ignoriert die Proteste gegen das Disc-Aus
- Metal-Gear-Vater Hideo Kojima kritisiert Sonys Disc-Ende scharf
Thema:
Stefan TrunzikLeitender Redakteur bei WinFuture.de
IT-Journalist seit 2003, der Hardware, Spiele und Gadgets selbst im Alltag testet. Sein Fokus liegt auf Kaufberatung und Verbraucherthemen.
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