MS muss USA Zugriff auf Cloud-Daten in EU geben

Microsoft hat anlässlich der offiziellen Markteinführung seines Dienstes Office 365 klargestellt, dass man unter Umständen Daten europäischer Nutzer an US-Behörden weiterreichen muss, falls dies so verlangt wird. Gordon Frazer, Managing Director bei Microsoft Großbritannien, sagte gegenüber 'ZDNet', dass Cloud-Daten, die auf Servern in europäischen Rechenzentren abgelegt sind, eventuell an US-Ermittlungsbehörden herausgeben muss, weil dies nach amerikanischem Recht im Rahmen des sogenannten "Patriot Act" so vorgesehen ist. Microsoft könne daher nicht garantieren, dass die Daten "Europa nicht verlassen".

Microsoft kann derartige Garantien genauso wenig geben, wie jedes andere US-Unternehmen. Da sich das Hauptquartier der Redmonder in den USA befindet, muss sich Microsoft an amerikanische Gesetze halten, weshalb die dortigen Ermittlungsbehörden bei Bedarf auch auf Daten auf Servern im Ausland zugreifen dürften.

Frazer zufolge werde man die betroffenen Nutzer wann immer möglich über eventuelle Zugriffe durch amerikanische Behörden informieren, doch weder Microsoft noch jedes andere US-Unternehmen könne sicherstellen, dass dies im Vorfeld erfolgt. Ganz offensichtlich bezog er sich mit seinen Äußerungen auf Anbieter wie Google, Amazon oder eben Apple, die allesamt US-Firmen sind. Microsoft, Usa, Cloud, Eu, Server, Europa, Office 365 Microsoft, Usa, Cloud, Eu, Server, Europa, Office 365 Microsoft
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