Nvidia & US-Fonds: Finanzkonstrukte für KI in Höhe von 500 Mrd. Dollar
Nvidia hat offenbar einen neuen Weg gefunden, wie Investitionen von Dritten weiter Milliarden in die eigenen Kassen spülen könnten. Gemeinsam mit einer Reihe von großen Finanzkonzernen und Kapitalgebern sollen 500 Milliarden Dollar für KI-Projekte fließen.
Wie Nvidia-Chef Jen-Hsun Huang in einer Presseaussendung verlauten ließ, will das Unternehmen in Zusammenarbeit mit den Investment-Konzernen Apollo, BlackRock, Blackstone, Brookfield, Goldman Sachs und KKR im großen Stil sogenannte Finanzierungsplattformen schaffen. Dadurch solle der "Zugang zu Nvidia-basierter Infrastruktur" für KI-Entwickler, große Firmen, Regierungsorganisationen und Cloud-Anbieter erleichtert werden.
Gleichzeitig könnten private Investmentkonzerne und Vermögensverwalter auf diesem Weg von längerfristigen, mit einer bestimmten Nutzung verbundenen Investitionsmöglichkeiten profitieren, heißt es. Huang zufolge könnten die Kunden von Nvidia dadurch die knappen Compute-Kapazitäten in einem größeren Maßstab nutzen und den Aufbau von "KI-Fabriken" vorantreiben, die "im Zeitalter der KI jeden Wirtschaftsbereich und jedes Land antreiben werden".
Die Pläne der Finanzkonzerne und von Nvidia sollen "dedizierte Kapital-Pools" von großem Umfang enthalten, die zu "attraktiven Konditionen" von Drittfirmen in Anspruch genommen werden können. Genaue Details zu den finanziellen Hintergründen nannte der Nvidia-Chef bisher nicht. Offen ist auch, ob es bereits erste Interessenten für diese neuen Finanzierungsangebote gibt und in welchem zeitlichen Rahmen die Gesamtsumme von 500 Milliarden Dollar fließen soll.
Kostete das im August 2023 noch rund 15 Prozent Zinsen, erhielt eine 8,5-Milliarden-Fazilität im März 2026 als erste KI-Hardware-Finanzierung überhaupt ein Investment-Grade-Rating - zu rund 5,9 Prozent. Oracle, Meta, xAI und CoreWeave haben auf diesem Weg bereits rund 120 Milliarden Dollar an KI-Schulden aus ihren Bilanzen ausgelagert.
Selbst die Krypto-Branche mischt mit: Das Protokoll USD.AI vergibt Kredite an KI-Firmen, die ihre GPUs als Sicherheit hinterlegen - jeder Chip lagert versichert im Rechenzentrum und wird als NFT abgebildet, das den Rechtsanspruch darauf verbrieft.
Rund 400 Millionen Dollar sind dort eingesammelt, 200 Millionen als Kredite ausgereicht, Einleger bekamen zuletzt 7 Prozent Rendite. PayPal hat seinen Stablecoin PYUSD im Dezember an die Plattform angebunden. Das Grundproblem bleibt bei allen Varianten dasselbe: Nvidia stellt indirekt das Kapital, mit dem Kunden Nvidia-Hardware kaufen, deren Wert wiederum die Sicherheit stellt. Bricht die Nachfrage nach Rechenleistung ein, trifft es Sicherheiten und Cashflow gleichzeitig.
Siehe auch:
500 Milliarden für Dritte zu "besten Konditionen"
Nvidia hat die Unterzeichnung von Absichtserklärungen mit einer Reihe von großen amerikanischen Finanzinvestoren verkündet, bei denen man sich auf die Schaffung sogenannter Finanzierungsplattformen geeinigt hat, über die sich andere Investoren zu angeblich günstigen Konditionen Geld leihen können, um damit den Ausbau von KI-Kapazitäten mit Nvidia-Technologie zu bezahlen. Das Vorhaben soll ein Volumen von 500 Milliarden US-Dollar haben.Wie Nvidia-Chef Jen-Hsun Huang in einer Presseaussendung verlauten ließ, will das Unternehmen in Zusammenarbeit mit den Investment-Konzernen Apollo, BlackRock, Blackstone, Brookfield, Goldman Sachs und KKR im großen Stil sogenannte Finanzierungsplattformen schaffen. Dadurch solle der "Zugang zu Nvidia-basierter Infrastruktur" für KI-Entwickler, große Firmen, Regierungsorganisationen und Cloud-Anbieter erleichtert werden.
Gleichzeitig könnten private Investmentkonzerne und Vermögensverwalter auf diesem Weg von längerfristigen, mit einer bestimmten Nutzung verbundenen Investitionsmöglichkeiten profitieren, heißt es. Huang zufolge könnten die Kunden von Nvidia dadurch die knappen Compute-Kapazitäten in einem größeren Maßstab nutzen und den Aufbau von "KI-Fabriken" vorantreiben, die "im Zeitalter der KI jeden Wirtschaftsbereich und jedes Land antreiben werden".
Die Pläne der Finanzkonzerne und von Nvidia sollen "dedizierte Kapital-Pools" von großem Umfang enthalten, die zu "attraktiven Konditionen" von Drittfirmen in Anspruch genommen werden können. Genaue Details zu den finanziellen Hintergründen nannte der Nvidia-Chef bisher nicht. Offen ist auch, ob es bereits erste Interessenten für diese neuen Finanzierungsangebote gibt und in welchem zeitlichen Rahmen die Gesamtsumme von 500 Milliarden Dollar fließen soll.
Das Modell gibt es längst - nur kleiner
Neu ist vor allem die Größenordnung. GPU-besicherte Kredite sind seit drei Jahren eine eigene Anlageklasse: Nvidia-Partner CoreWeave finanziert seine Hardware über Zweckgesellschaften, die die Chips besitzen und als Kreditnehmer auftreten.Kostete das im August 2023 noch rund 15 Prozent Zinsen, erhielt eine 8,5-Milliarden-Fazilität im März 2026 als erste KI-Hardware-Finanzierung überhaupt ein Investment-Grade-Rating - zu rund 5,9 Prozent. Oracle, Meta, xAI und CoreWeave haben auf diesem Weg bereits rund 120 Milliarden Dollar an KI-Schulden aus ihren Bilanzen ausgelagert.
Selbst die Krypto-Branche mischt mit: Das Protokoll USD.AI vergibt Kredite an KI-Firmen, die ihre GPUs als Sicherheit hinterlegen - jeder Chip lagert versichert im Rechenzentrum und wird als NFT abgebildet, das den Rechtsanspruch darauf verbrieft.
Rund 400 Millionen Dollar sind dort eingesammelt, 200 Millionen als Kredite ausgereicht, Einleger bekamen zuletzt 7 Prozent Rendite. PayPal hat seinen Stablecoin PYUSD im Dezember an die Plattform angebunden. Das Grundproblem bleibt bei allen Varianten dasselbe: Nvidia stellt indirekt das Kapital, mit dem Kunden Nvidia-Hardware kaufen, deren Wert wiederum die Sicherheit stellt. Bricht die Nachfrage nach Rechenleistung ein, trifft es Sicherheiten und Cashflow gleichzeitig.
Zusammenfassung
- Nvidia kooperiert mit großen US-Finanzinvestoren für neue Plattformen
- Das gesamte geplante Finanzierungsvolumen beträgt 500 Milliarden Dollar
- Kunden können so günstige Kredite für Nvidia-Infrastruktur aufnehmen
- Zu den Partnern zählen Finanzriesen wie BlackRock und Goldman Sachs
- Das Ziel ist der beschleunigte Aufbau weltweiter KI-Infrastruktur
- Bislang fehlen genaue Details zum zeitlichen Rahmen der Milliarden
Siehe auch:
- Nvidia-Chef: Wir sollten Mitarbeiter im KI-Boom bestmöglich bezahlen
- Speicherkrise für Gamer entschärft? Nvidia-KI-Kompression beeindruckt
- Nvidia will Verkäufe seiner neuen KI-Chips auf 1 Billion Dollar steigern
- Nvidia DLSS 5: Neue KI-Grafik sorgt für Flutwelle an Spott und Memes
- Nvidia-Chefs sollen Nutzung illegaler Kopien für die KI genehmigt haben
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