Microsoft verklagt Instant Messaging Spammer

Spam & Phishing Microsoft geht derzeit mit aller Härte gegen Firmen und Personen vor, die den Windows Live Messenger für die Verbreitung von Spam und Phishing-Versuche missbrauchen. Bei einem Gericht in Seattle wurde nun eine umfangreiche Klage angestrengt. Die Redmonder beschuldigen die Firmen Funmobile und Mobilefunster sowie eine Reihe von Einzelpersonen, den Instant Messaging-Dienst absichtlich für Versuche missbraucht zu haben, an die die persönlichen Daten anderer Nutzer zu gelangen. Dabei wurden offenbar verschiedene Methoden angewandt.

Microsoft listet in seiner Klage eine Vielzahl von Phishing-Versuchen auf, bei denen unter anderem Nachrichten verschickt wurden, die so gestaltet waren, dass sie dem Empfänger wie Nachrichten von vertrauten Personen erschienen. Außerdem wurden Nachrichten verschickt, die auf gefälschte Websites von anderen Diensten verwiesen oder nachgemachte Support-Seiten von Microsoft.

Das Ziel der Angriffe war es, an die persönlichen Daten der jeweiligen Anwender zu gelangen, um dann über ihre Nutzerkonten massenhaft Spam- und Phishing-Nachrichten zu verschicken. Microsoft will mit seiner Klage sowohl eine Verfügung erwirken, um den Missbrauch des Windows Live Messengers durch die Beklagten zu unterbinden, als auch eine abschreckende Wirkung erzielen.

Bisher ist unklar, wie viele Nutzer von den Phishing-Versuchen der nun verklagten Firmen und Personen betroffen sind. Microsofts Angaben zufolge belasteten die Angriffe jedoch die Server-Infrastruktur des Windows Live Messenger und beschäftigten die Sicherheits-Service-Teams langfristig. Der Softwarekonzern will deshalb nun auch Schadenersatz erstreiten.
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