Schulkinder setzten reihenweise ihre Chromebooks in Brand - für TikTok

Verschiedene Schulen in den USA verschicken Warnungen an die Eltern der Schüler, um einem gefährlichen neuen TikTok-Trend zuvorzukommen. In mehreren Fällen haben Kinder die von der Schule zur Verfügung gestellten Laptops mutwillig in Flammen aufgehen lassen.
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Lemondinos / TIkTok

Schüler bearbeiten Notebooks mit diversen Dingen

In einer Reihe von Schuldistrikten in verschiedenen US-Bundesstaaten werden einem Bericht von Ars Technica zufolge derzeit Warnhinweise an die Eltern von Schulkindern verschickt, weil es einen gefährlichen TikTok-Trend gibt. In Colorado, New Jersey, North Carolina und Washington wurden Eltern aufgefordert, ihren Kindern ins Gewissen zu reden, damit diese nicht versuchen, ihr Schul-Notebook in Brand zu setzen.

Bei der sogenannten Chromebook-Challenge wird zugunsten möglichst vieler Ansichten bei TikTok versucht, bei einem Chromebook einen Kurzschluss auszulösen, indem man in die Öffnungen an dem Gerät irgendwelche Gegenstände einführt. Die Schüler nutzen dafür meist leicht für sie zugängliche Dinge wie Bleistifte, Kugelschreiber, Kaugummipapier, Büroklammern und Reißzwecken.

Schüler landet vor Jugendgericht

Laut verschiedenen Medienberichten gab es wegen der zweifelhaften "Herausforderung" bereits Vorfälle, in denen die mit Google ChromeOS ausgestatteten Notebooks verschiedener Hersteller von Schülern tatsächlich in Brand gesetzt wurden. Es sei deshalb zur Evakuierung verschiedener Schulen oder einer frühzeitigen Beendigung des Schultages und auch zu tatsächlichen Notfalleinsätzen der Feuerwehr gekommen, heißt es.

In ihren Warnschreiben an die Eltern der Schüler weisen die Schulen unter anderem darauf hin, dass den Kindern disziplinarische Maßnahmen und in einigen Bundesstaaten sogar rechtliche Schritte drohen könnten, wenn sie Schuleigentum beschädigen. Ein Junge aus dem US-Bundesstaat Connecticut muss sich in Folge eines "Chromebook Challenge" sogar vor dem Jugendgericht verantworten.

Laut dem Fernsehsender WFSB hatte der Jugendliche mit voller Absicht eine Schere in einen Laptop gerammt, sodass dann Rauch aus dem Gerät aufstieg. Ein anderer Schüler musste wegen dieser Aktion mit einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus. TikTok hat seinerseits kürzlich auf das Problem mit dem "Chromebook Challenge" reagiert und den entsprechenden Suchbegriff gesperrt.

TikTok reagierte außerdem mit einem Verweis darauf, dass auch auf anderen Social-Media-Plattformen derzeit Videos zur sogenannten "Chromebook Challenge" auftauchen. Immerhin versuchen die Schüler derzeit nicht mehr, sich mit brennenden Flüssigkeiten selbst anzuzünden, wie es vor einigen Jahren auch schon Mal der Fall war.

Zusammenfassung
  • Gefährlicher TikTok-Trend: Schüler setzen Chromebooks in Brand
  • US-Schulen warnen Eltern vor der sogenannten 'Chromebook Challenge'
  • Schüler führen Gegenstände in Geräte ein, um Kurzschlüsse auszulösen
  • Vorfälle führten zu Evakuierungen und Feuerwehreinsätzen an Schulen
  • Disziplinarische und rechtliche Konsequenzen drohen den Teilnehmern
  • Ein Jugendlicher muss sich vor dem Jugendgericht verantworten
  • TikTok reagierte mit Sperrung des Suchbegriffs 'Chromebook Challenge'

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