Google platziert bei Windows-10-Usern Chromebook-Werbung in Suche

Google versucht offenbar Nutzer von Windows 10 mit einer Werbe­kam­pagne bei der Verwendung seiner dominanten Suchmaschine für ChromeOS und die damit ausgerüsteten Chromebooks abzugreifen. Hintergrund ist natürlich das Supportende von Windows 10.
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"Zeit für ein Notebook, das noch nie einen Virus hatte"

In genau einer Woche endet der offizielle Support-Zeitraum von Windows 10, auch wenn es Methoden gibt, die Bereitstellung für das alte Betriebssystem zu verlängern. Google versucht wohl deshalb, die aktuelle Zeit des Umbruchs zu seinen Gunsten auszunutzen. Wer aktuell unter Windows 10 die Google-Websuche nutzt, bekommt nämlich teilweise Werbung für Chromebooks angezeigt.

Wie Windows Latest feststellte, wird die Werbung für Chromebooks und Chrome OS beim Zugriff auf die Suche ausgegeben, wobei Google die Frage stellt, ob es vielleicht "Zeit für einen neuen Laptop" sei und dabei ein Chromebook Plus empfiehlt. Klickt man den dazugehörigen Link, leitet Google die Nutzer auf eine Werbeseite für Chromebooks weiter.
Google Chromebook Werbekampagne zum Windows-10-SupportendeGoogle: Chromebook-Werbung in der Suche Google Chromebook Werbekampagne zum Windows-10-SupportendeGoodbye PC. Hallo Chromebook.
Diese Seite ist wohl nicht ohne Grund in den Farben des mittlerweile schwarz gewordenen früheren "Blue Screen of Death" (BSOD) gehalten und erklärt, dass die Auslieferung von Sicherheits-Updates für Windows 10 diesen Oktober endet, weshalb es Zeit sei, zu einem Laptop zu wechseln, "der noch nie einen Virus hatte".

Dass Google ausgerechnet das Supportende von Windows 10 für sich auszunutzen versucht, überrascht eigentlich nicht. Allerdings ist auch bei Chrome OS nicht unbedingt alles Gold, was glänzt. Google wirbt zwar tatsächlich mit einer zehn Jahre langen Unterstützung für die neuesten Chromebook-Modelle seiner Hardware-Partner, doch beginnt dieser Zeitraum ab deren jeweiliger Markteinführung und nicht mit dem Kauf durch den Endkunden.

Hinzu kommt der Umstand, dass Googles Ruf bezüglich Software-Support rund um Chromebooks in den letzten Jahren durchaus zu wünschen übrig ließ. Viele Bildungseinrichtungen, die im großen Stil Chromebooks angeschafft hatten, konnten diese nach deren Supportende nur noch entsorgen. In einem solchen Fall hilft es dann auch nicht, dass die Geräte nicht von Virenbefall betroffen waren.

Zusammenfassung
  • Google wirbt bei Windows 10-Nutzern über die Suchmaschine für ChromeOS
  • Das Supportende von Windows 10 steht in einer Woche bevor
  • Die Werbung fragt nach einem neuen Laptop und empfiehlt Chromebooks
  • Google spielt auf den berüchtigten blauen Bildschirm von Windows an
  • Chromebooks werden mit zehnjähriger Unterstützung beworben
  • Der Support-Zeitraum beginnt jedoch mit der Markteinführung
  • Googles Ruf bezüglich Software-Support für Chromebooks ist angeschlagen

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