Microsoft, OpenAI & Co pumpen Millionen in KI-Nutzung durch Lehrer

Microsoft und andere KI-Anbieter versuchen offenbar mit Millionen­auf­wand dafür zu sorgen, dass Künstliche Intelligenz in Schulen im­mer stärker Fuß fasst. In den USA pumpen die Firmen viel Geld in die "Fortbildung" von Lehrern in der Verwendung von KI in Schulen.
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Microsoft & Co wollen in die Schulen

Microsoft, OpenAI und Anthropic haben nach Angaben der Nachrichtenagentur AP begonnen, der zweitgrößten amerikanischen Lehrergewerkschaft AFT (American Federation of Teachers) Millionensummen zur Verfügung zu stellen, damit diese mit dem Geld ihre Mitglieder in der Verwendung ihrer KI-Angebote schult.

Davon erhoffen sich die Firmen natürlich vor allem einen Werbeeffekt, der zahlreiche Schüler und Studenten dazu bringen soll, in ihrem Lernalltag immer häufiger auf KI-Dienste von Microsoft, OpenAI & Co zurückzugreifen. Für die Lehrer gibt es nach eigenen Angaben abgesehen von Kursen, die durch die KI-Anbieter selbst finanziert werden, keine anderen Möglichkeiten, den Umgang mit den Diensten zu trainieren.

US-Lehrer suchen Nähe der KI-Firmen

Laut der Chefin der AFT-Lehrergewerkschaft ging man selbst auf Microsoft zu, um eine Partnerschaft zu schließen. Es waren also nicht die Anbieter, die auf die Lehrer zugingen, sondern andersherum. Später habe die AFT dann Kontakt zu OpenAI und Anthropic aufgenommen. Microsoft selbst stellt über fünf Jahre 12,5 Millionen Dollar zur Verfügung, während OpenAI zwei Millionen und Anthropic 500.000 US-Dollar beisteuern, um Lehrer im Umgang mit ihren KI-Diensten auszubilden.

Mit dem Geld soll ein neues KI-Lernzentrum für Lehrer entstehen, das über die nächsten fünf Jahre etwa 400.000 US-Lehrer mit KI-Kursen erreichen soll. Neben der AFT hat mittlerweile auch die größte Lehrergewerkschaft der USA eine Kooperation mit Microsoft bekannt gegeben, in deren Rahmen man mit finanzieller Unterstützung des Softwarekonzerns Lehrern die Möglichkeiten zur Verwendung von KI im Bildungsalltag vermitteln will.

Immerhin behalten sich die US-Lehrergewerkschaften vor, selbst über Art und Inhalt der KI-Kurse für ihre Mitglieder zu entscheiden. Auch bei Microsoft riet man den Lehrern dazu, eine gesunde Skepsis gegenüber der Verwendung von KI und den von ihr generierten Inhalten zu haben. So seien zwar klare Vorteile zu erkennen, doch sollten sich die Lehrer stets des Potenzials für unerwünschte Konsequenzen bewusst sein, so Microsofts früherer Chefanwalt Brad Smith, der mittlerweile als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender und 'President' eine wichtige Rolle in der Konzernführung innehat.

Zusammenfassung
  • Microsoft, OpenAI und Anthropic investieren Millionensummen in KI-Schulung
  • US-Lehrergewerkschaft AFT erhält Gelder für KI-Fortbildungsprogramme
  • Die Unternehmen erhoffen sich Werbeeffekte bei Schülern und Studenten
  • Ein neues KI-Lernzentrum soll etwa 400000 US-Lehrer in fünf Jahren erreichen
  • Lehrergewerkschaften behalten die Kontrolle über Inhalte der KI-Kurse
  • Microsoft rät trotz Förderung zu gesunder Skepsis gegenüber KI-Inhalten

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