Huaweis Abschied von Windows ist auch der Abschied von Intel & AMD
Der chinesische Hersteller Huawei hat gestern erstmals ein neues Notebook gezeigt, auf dem statt Windows eine Version seines Linux-basierten Huawei HarmonyOS läuft. Wie jetzt bekannt wurde, verabschiedet man sich damit auch von Intel und AMD.
Gleichzeitig leitet Huawei nämlich laut Quellen aus China auch den Abschied von der x86-Architektur und den darauf basierenden Prozessoren von AMD und Intel ein. Stattdessen verwendet der Konzern auch hier einen Chip aus eigener Entwicklung, der ganz wie bei Apples M-Series SoCs eng mit den in seinen Smartphones verwendeten ARM-Plattformen verwandt ist.
Wie chinesische Tüftler bei dem gestrigen Launch-Event herausfanden, läuft das neue Huawei Matebook X Pro mit einem als Huawei Kirin X90 bezeichneten ARM-Chip. Dabei soll es sich um eine zehnkernige Plattform handeln, die eng mit dem in Huaweis aktuellen Top-Smartphones der Pura-70-Serie verwendeten Kirin 9010 verwandt zu sein scheint.
Zur Performance dieser Lösung lässt sich bisher nicht viel sagen, die Server-orientierten Designs auf Basis der Taishan V120-Architektur, wie Huawei sie etwa in Form eines Kunpeng 930 genannten Server-Prozessors anbietet, sollen laut früheren Berichten aber eine Single-Core-Leistung auf dem Niveau früherer AMD Zen-3-Chips bieten können. Die Fertigung erfolgt wahrscheinlich weiterhin bei SMIC in einer nicht mehr aktuellen Strukturbreite von sieben Nanometern.
Was Huawei an CPU-Leistung verliert, könnten die Chinesen unter Umständen durch eine Optimierung der Software aufholen. Weil Huawei mit dem Kirin X90 und seinem HarmonyOS PC praktisch selbst ein eigenes Ökosystem aus Hard- und Software schafft, könnten die beiden Komponenten besser integriert und optimiert werden, was letztlich die gleiche Taktik ist, die Apple seit einigen Jahren bei seinen Produkten verfolgt.
Eine ausführliche Präsentation des neuen Huawei Matebook X Pro soll wohl am 19. Mai 2025 erfolgen, weshalb dann wahrscheinlich auch rasch mehr Informationen zu der zu erwartenden Performance öffentlich werden dürften.
Siehe auch:
Matebook X Pro bekommt Kirin X90
Huawei bot über viele Jahre hinweg eine durchaus attraktive Reihe von Notebooks an, doch mit der jetzt vorgestellten neuen Version des Matebook X Pro wird diese Serie auf eine vollkommen neue Art und Weise fortgeführt. Dabei verzichtet Huawei in Folge des US-Embargos nicht nur auf die Verwendung von Windows als Betriebssystem - schließlich kann Huawei seit März keine neuen Lizenzen für das Betriebssystem der Redmonder einkaufen.
Gleichzeitig leitet Huawei nämlich laut Quellen aus China auch den Abschied von der x86-Architektur und den darauf basierenden Prozessoren von AMD und Intel ein. Stattdessen verwendet der Konzern auch hier einen Chip aus eigener Entwicklung, der ganz wie bei Apples M-Series SoCs eng mit den in seinen Smartphones verwendeten ARM-Plattformen verwandt ist.
Wie chinesische Tüftler bei dem gestrigen Launch-Event herausfanden, läuft das neue Huawei Matebook X Pro mit einem als Huawei Kirin X90 bezeichneten ARM-Chip. Dabei soll es sich um eine zehnkernige Plattform handeln, die eng mit dem in Huaweis aktuellen Top-Smartphones der Pura-70-Serie verwendeten Kirin 9010 verwandt zu sein scheint.
Tri-Cluster-CPU auf ARM-Basis
Die CPU des Kirin X90 nutzt angeblich drei Cluster aus jeweils zwei Vierergruppen von High-End-Cores und zwei stromsparenden Low-End-Cores. Die beiden Cluster aus Oberklasse-Kernen basieren vermutlich auf Huaweis hauseigenen Taishan V121 (Prime-Cores) und Taishan V120 (Performance-Cores) genannten Custom-ARM-Cores. Die Low-End-Cores dürften hingegen die ARM Cortex-A510-Architektur verwenden, die hier wohl nicht weiter angepasst wurde. Das Gesamtpaket ist eine 10-kernige CPU mit 20 Threads, heißt es.Zur Performance dieser Lösung lässt sich bisher nicht viel sagen, die Server-orientierten Designs auf Basis der Taishan V120-Architektur, wie Huawei sie etwa in Form eines Kunpeng 930 genannten Server-Prozessors anbietet, sollen laut früheren Berichten aber eine Single-Core-Leistung auf dem Niveau früherer AMD Zen-3-Chips bieten können. Die Fertigung erfolgt wahrscheinlich weiterhin bei SMIC in einer nicht mehr aktuellen Strukturbreite von sieben Nanometern.
Was Huawei an CPU-Leistung verliert, könnten die Chinesen unter Umständen durch eine Optimierung der Software aufholen. Weil Huawei mit dem Kirin X90 und seinem HarmonyOS PC praktisch selbst ein eigenes Ökosystem aus Hard- und Software schafft, könnten die beiden Komponenten besser integriert und optimiert werden, was letztlich die gleiche Taktik ist, die Apple seit einigen Jahren bei seinen Produkten verfolgt.
Eine ausführliche Präsentation des neuen Huawei Matebook X Pro soll wohl am 19. Mai 2025 erfolgen, weshalb dann wahrscheinlich auch rasch mehr Informationen zu der zu erwartenden Performance öffentlich werden dürften.
Zusammenfassung
- Huawei stellt Notebook mit HarmonyOS statt Windows vor
- Abkehr von x86-Architektur und Prozessoren von Intel und AMD
- Neues MateBook Pro nutzt hauseigenen ARM-Chip Kirin X90
- Zehnkerniger Prozessor basiert auf Huaweis Custom-ARM-Cores
- Performance könnte mit früheren AMD Zen-3-Chips vergleichbar sein
- Fertigung erfolgt vermutlich bei SMIC in 7-Nanometer-Technologie
- Ausführliche Präsentation des Matebook X Pro für den 19. Mai 2025 geplant
Siehe auch:
- Huawei bekommt kein Windows mehr, zeigt ersten HarmonyOS-Laptop
- Lizenz endet jetzt: Neue Huawei-Notebooks zukünftig ohne Windows
- Ohne Huawei-Embargo: Honor kündigt ersten Laptop mit Windows 11 an
- Honor ohne Huawei: Lizenz macht Weg frei für neue Windows-Laptops
- Windows 10: Updates für Huawei-PCs sollen trotz US-Embargo kommen
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