Niederlage für US-Kartellbehörde:
Microsoft kann Activision "behalten"
Ein US-Berufungsgericht hat die Beschwerde der FTC gegen Microsofts 69-Milliarden-Dollar-Übernahme von Activision Blizzard endgültig abgewiesen. Die Richter sahen keine ausreichenden Beweise für wettbewerbsschädliche Auswirkungen.
Besonders die Spielreihe "Call of Duty" stand im Mittelpunkt dieser Bedenken. Bereits im Juli 2023 lehnte daraufhin die US-Bezirksrichterin Jacqueline Scott Corley den Antrag der FTC auf eine einstweilige Verfügung ab, da die Behörde keine stichhaltigen Beweise vorlegte, dass der Deal Microsoft unzulässige Vorteile verschaffen würde. Das war aber noch nicht der Schlussstreich.
Erst jetzt wurde die Entscheidung vom Berufungsgericht in einem 40-seitigen Urteil bestätigt und ist damit durch alle Instanzen durch. Infografik Microsoft: Activision Blizzard-Übernahme stärkt Gaming-Umsätze
Zudem wurden weitere Übereinkünfte getroffen, um Activision-Inhalte auf verschiedenen Cloud-Gaming-Plattformen anzubieten.
Diese Strategie wurde belohnt: Nach anfänglichem Widerstand von beiden Kartellbehörden, der FTC in den USA und der Competition and Markets Authority (CMA) in Großbritannien, gab die britische Behörde nach zusätzlichen Zugeständnissen nach. Die EU-Kommission hatte den Deal bereits im Mai 2023 genehmigt.
Seit dem Abschluss der Übernahme im Oktober 2023 hat Microsoft zahlreiche Titel plattformübergreifend veröffentlicht, darunter "Indiana Jones und der Große Kreis" sowie "Sea of Thieves" auf der PlayStation 5. Die Strategie zeigt sich auch im Geschäftsergebnis: Im ersten Quartal 2025 verzeichnete Microsoft einen Umsatzanstieg von 61 Prozent in den Bereichen Xbox-Inhalte und -Dienste, was direkt auf die Übernahme von Activision Blizzard zurückzuführen ist.
Was haltet ihr von dieser Entwicklung? Glaubt ihr, dass die Übernahme langfristig positive oder negative Auswirkungen auf die Spielebranche haben wird? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
Siehe auch:
Endgültiger Sieg für Microsoft im FTC-Streit
Ein US-Bundesberufungsgericht hat die Berufung der Federal Trade Commission (FTC) gegen Microsofts Übernahme von Activision Blizzard abgewiesen. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters. Das US-Berufungsgericht in San Francisco befand, dass die FTC keinen Anspruch auf eine einstweilige Verfügung zur Blockierung des 69-Milliarden-Dollar-Deals hat, der bereits 2023 offiziell abgeschlossen wurde.Einfluss nicht dargelegt
Das einstimmige Urteil des dreiköpfigen Richtergremiums hebt hervor, dass die FTC nicht ausreichend darlegen konnte, wie der Zusammenschluss den Wettbewerb im Gaming-Sektor erheblich beeinträchtigen würde. In der Urteilsbegründung wird betont, dass das Bezirksgericht die korrekten rechtlichen Maßstäbe angewandt habe und die Entscheidung auf fundierten Feststellungen beruht.Langwieriger Rechtsstreit mit mehreren Fronten
Die juristischen Auseinandersetzungen über die Übernahme gehen zurück bis ins Jahr 2022, als die FTC mit der Anfechtung begann. Die Behörde argumentierte, dass der Zusammenschluss Microsoft dazu befähigen könnte, Wettbewerber im Konsolen- und Cloud-Gaming-Sektor zu benachteiligen.Besonders die Spielreihe "Call of Duty" stand im Mittelpunkt dieser Bedenken. Bereits im Juli 2023 lehnte daraufhin die US-Bezirksrichterin Jacqueline Scott Corley den Antrag der FTC auf eine einstweilige Verfügung ab, da die Behörde keine stichhaltigen Beweise vorlegte, dass der Deal Microsoft unzulässige Vorteile verschaffen würde. Das war aber noch nicht der Schlussstreich.
Erst jetzt wurde die Entscheidung vom Berufungsgericht in einem 40-seitigen Urteil bestätigt und ist damit durch alle Instanzen durch. Infografik Microsoft: Activision Blizzard-Übernahme stärkt Gaming-Umsätze
Microsofts Zugeständnisse zeigen Wirkung
Im Verlauf des Verfahrens machte Microsoft mehrere Zugeständnisse, um regulatorische Bedenken auszuräumen. Dazu gehörten Vereinbarungen, "Call of Duty" für mindestens zehn Jahre auf PlayStation zu veröffentlichen und das Spiel für Nintendos Switch-Konsole verfügbar zu machen.Zudem wurden weitere Übereinkünfte getroffen, um Activision-Inhalte auf verschiedenen Cloud-Gaming-Plattformen anzubieten.
Timeline: Microsoft übernimmt Activision Blizzard
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2022
18. JanuarMicrosoft kündigt offiziell die Übernahme von Activision Blizzard für 68,7 Milliarden US-Dollar an
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2022
AprilDie Aktionäre von Activision Blizzard stimmen der Übernahme zu
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2023
22. MaiDie EU-Kommission genehmigt die Übernahme nach Zugeständnissen von Microsoft
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2023
Juli-AugustDie britische CMA blockiert den Deal zunächst, Microsoft legt Berufung ein
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2023
13. OktoberDie britische CMA gibt grünes Licht und die Übernahme wird offiziell abgeschlossen - Activision Blizzard gehört jetzt zu Microsoft
Diese Strategie wurde belohnt: Nach anfänglichem Widerstand von beiden Kartellbehörden, der FTC in den USA und der Competition and Markets Authority (CMA) in Großbritannien, gab die britische Behörde nach zusätzlichen Zugeständnissen nach. Die EU-Kommission hatte den Deal bereits im Mai 2023 genehmigt.
Seit dem Abschluss der Übernahme im Oktober 2023 hat Microsoft zahlreiche Titel plattformübergreifend veröffentlicht, darunter "Indiana Jones und der Große Kreis" sowie "Sea of Thieves" auf der PlayStation 5. Die Strategie zeigt sich auch im Geschäftsergebnis: Im ersten Quartal 2025 verzeichnete Microsoft einen Umsatzanstieg von 61 Prozent in den Bereichen Xbox-Inhalte und -Dienste, was direkt auf die Übernahme von Activision Blizzard zurückzuführen ist.
Was haltet ihr von dieser Entwicklung? Glaubt ihr, dass die Übernahme langfristig positive oder negative Auswirkungen auf die Spielebranche haben wird? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- US-Berufungsgericht weist FTC-Einspruch gegen Microsoft-Übernahme ab
- Gericht sieht keine erhebliche Wettbewerbsbeeinträchtigung durch Fusion
- Microsoft machte Zugeständnisse, um regulatorische Bedenken auszuräumen
- Britische CMA und EU-Kommission genehmigten die Übernahme bereits 2023
- Microsofts Umsatz im Gaming-Bereich stieg im ersten Quartal 2025 stark
- Activision-Blizzard-Übernahme für 69 Milliarden Dollar abgeschlossen
- Langfristige Auswirkungen auf die Spielebranche bleiben abzuwarten
Siehe auch:
- Microsoft streicht weitere 1.900 Stellen bei Xbox und Activision Blizzard
- Activision Blizzard: Microsoft schafft jetzt über Strukturen Tatsachen
- Deal durch, doch FTC will Microsofts Activision-Kauf rückgängig machen
- Es ist fix: Microsoft hat Activision Blizzard jetzt offiziell übernommen
- Activision Blizzard-Übernahme durch Microsoft: EU bleibt bei ihrem OK
Thema:
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