Microsoft streicht weitere 1.900 Stellen bei Xbox und Activision Blizzard

Das Jahr 2024 ist bislang nicht einmal einen Monat alt, und schon jetzt dabei, trau­rige Rekorde zu schreiben. Wie jetzt bekannt wurde, wird Microsoft die nächste große Entlassungsrunde in seiner Spielesparte durchführen.
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Microsoft streicht 1.900 Stellen

Im Jahr 2024 wurden bereits mehr als 6.000 Stellen in der Spieleindustrie gestrichen - zumindest, wenn man einmal grob überschlägt, was man bislang in den Medien von Entlassungswellen bei Spiele-Entwicklern gelesen hat. Einigen Schätzungen zufolge gab es in der Branche im gesamten Jahr 2023 rund 9.000 Entlassungen.

Microsoft entlässt jetzt rund 1.900 Mitarbeiter aus den Teams von Xbox, Activision Blizzard und ZeniMax/Bethesda. Das meldet das Online-Magazin The Verge.


"Auf dem Weg ins Jahr 2024 hat sich die Führung von Microsoft Gaming und Activision Blizzard dazu verpflichtet, sich auf eine Strategie und einen Ausführungsplan mit einer nachhaltigen Kostenstruktur zu einigen, die unser gesamtes wachsendes Geschäft unterstützen wird. Gemeinsam haben wir Prioritäten gesetzt, Bereiche mit Überschneidungen identifiziert und sichergestellt, dass wir alle auf die besten Wachstumschancen ausgerichtet sind", so Phil Spencer, CEO von Microsoft Gaming, in einem Memo an die Mitarbeiter, das The Verge vorliegt.

"Als Teil dieses Prozesses haben wir die schmerzhafte Entscheidung getroffen, die Größe unserer Gaming-Belegschaft um etwa 1.900 Stellen von den 22.000 Mitarbeitern zu reduzieren." Der Großteil der Kürzungen soll innerhalb von Activision Blizzard erfolgen, und zwar gerade einmal drei Monate nachdem Microsoft die 68,7 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Publishers endgültig abgeschlossen hat.

Einige Stellen in den Xbox- und ZeniMax-Teams werden ebenfalls betroffen sein. Die Kürzungen entsprechen etwa acht Prozent von Microsofts Spieleabteilung.

"Die Menschen, die von diesen Kürzungen direkt betroffen sind, haben alle einen wichtigen Teil zum Erfolg von Activision Blizzard, ZeniMax und den Xbox-Teams beigetragen, und sie sollten stolz auf alles sein, was sie hier erreicht haben", schrieb Spencer.

"Wir sind dankbar für all die Kreativität, Leidenschaft und Hingabe, die sie für unsere Spiele, unsere Spieler und unsere Kollegen eingebracht haben. Wir werden denjenigen, die während des Übergangs betroffen sind, unsere volle Unterstützung zukommen lassen, einschließlich Abfindungszahlungen gemäß den lokalen Arbeitsgesetzen."

Schwierige Zeit

Spencer fügte hinzu, dass Microsoft "weiterhin in Bereiche investieren wird, die unser Geschäft wachsen lassen und unsere Strategie unterstützen, mehr Spiele zu Spielern auf der ganzen Welt zu bringen. Obwohl dies ein schwieriger Moment für unser Team ist, bin ich so zuversichtlich wie eh und je in Ihre Fähigkeit, die Spiele, Geschichten und Welten zu erschaffen und zu fördern, die Spieler zusammenbringen."

Dies ist die bisher größte Entlassungswelle in der Spieleindustrie in diesem Jahr und übertrifft noch die 1.800 Mitarbeiter, die Unity entlässt. Auch Twitch und Discord entlassen jeweils Hunderte von Mitarbeitern.
Zusammenfassung
  • 2024 beginnt mit großen Entlassungen in der Spielebranche
  • Microsoft kündigt Entlassung von 1.900 Mitarbeitern an
  • Betroffen sind Xbox, Activision Blizzard, ZeniMax/Bethesda
  • Bislang über 6.000 Jobs in der Spieleindustrie gestrichen
  • Phil Spencer betont Neuausrichtung auf nachhaltige Kostenstruktur
  • Entlassungen entsprechen ca. 8% von Microsofts Spieleabteilung
  • Betroffene Mitarbeiter erhalten Unterstützung und Abfindungen

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