Activision Blizzard-Entwickler schimpfen über Ex-Chef Bobby Kotick

Mehr als drei Jahrzehnte lang war Bobby Kotick Chef des Entwicklers Activision, der später mit Blizzard fusionierte. Doch seit einigen Tagen ist diese Geschichte zu Ende, Kotick ist nicht mehr CEO. Das nehmen seine ehemaligen Angestellten nun zum Anlass, Dampf abzulassen.
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Microsoft kauft Activision Blizzard, Kotick muss gehen

Microsoft hat im vergangenen Jahr die Freigabe bekommen, Activision Blizzard übernehmen zu dürfen. Dabei dürfte es auch bleiben, auch wenn die US-Handelsbehörde Federal Trade Commission (FTC) nach wie vor versucht, den Deal per Berufung zu verhindern bzw. rückgängig zu machen.

Fix ist nun auch, dass der Publisher nicht mehr von Bobby Kotick geführt wird. Denn dieser hat am 29. Dezember 2023 seinen Hut genommen und ist nicht länger Chief Executive Officer (CEO) von Activision Blizzard. Die Erleichterung bei Mitarbeitern, den seit immerhin 1991 amtierenden CEO los zu sein, dürfte gewaltig sein, denn Kotick war unbeliebt bis verhasst.

Auf Twitter bzw. X machen nun zahlreiche ehemalige Angestellte von Activision Blizzard ihrem Ärger Luft und berichten, welchen Führungsstil Kotick hatte - ohne Angst um Konsequenzen haben zu müssen (via Eurogamer). Die Entwicklerin Christine Pollock, die u. a. an Call of Duty mitgearbeitet hat, schreibt, dass Koticks Entscheidungen "unsere Spiele schlechter" gemacht hätten.


Pollock weiter: "In meinem ersten Monat kam heraus, dass er einem Mitarbeiter gedroht hatte, ihn zu töten. In der darauffolgenden Versammlung wollte niemand als Erster sprechen. Also forderte ich vor allem seine Entlassung."

Sie ist nicht die Einzige, die sich zu Wort meldete. Community Manager Andy Belford etwa berichtet, dass Kotick entschieden habe, das Community-Team in Bezug auf Overwatch 2 und einem angedrohten Review Bombing alleine zu lassen. "Dies ist nur ein Beispiel für die Kultur, die Kotick bei (Activision Blizzard) geschaffen hat: Die Scheiße floss flussabwärts und landete meist bei den am schlechtesten bezahlten und überarbeiteten Mitarbeitern. Das Management war zu sehr damit beschäftigt, auf wild schwankende Richtungen und Entscheidungen zu reagieren, die keinen Sinn ergaben."

Belford berichtet weiter, dass "die Erfahrung des Spielers sowie der Angestellten für die Chefetage und die Führungskräfte nichts bedeutet" habe: "Es ging nur um den Gewinn für das laufende Quartal."

Zusammenfassung
  • Bobby Kotick nicht mehr CEO von Activision Blizzard
  • Mitarbeiter zeigen Erleichterung über Koticks Abgang
  • Ex-Angestellte kritisieren Koticks Führungsstil öffentlich
  • Entwicklerin Pollock: Koticks Entscheidungen schadeten Spielen
  • Pollock forderte Koticks Entlassung nach Drohung gegen Mitarbeiter
  • Belford: Kotick ließ Team bei Overwatch 2-Review Bombing im Stich
  • Belford: Management ignorierte Mitarbeiter- und Spielererfahrung

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