Activision Blizzard: Microsoft schafft jetzt über Strukturen Tatsachen

Microsoft schafft jetzt in Sachen Activision Blizzard-Übernahme auch organisatorisch Fakten: Der bisherige Chef des Spielekonzerns tritt in der nächsten Woche ab und wird keinen Nachfolger mehr bekommen - alles wird stattdessen einem Microsoft-Manager unterstellt.
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Kotick geht

Activision Blizzard-Chef Bobby Kotick wird offiziell am 29. Dezember, dem letzten richtigen Werktag dieses Jahres, sein Büro räumen. Seine direkten Untergebenen bleiben auf ihren Posten und werden nicht direkt einen neuen Firmenchef vorgesetzt bekommen. Denn Microsoft arbeitet bereits an einer engeren Angliederung des übernommenen Konzerns in die eigenen Strukturen.

So wird das gesamte Gefüge Activision Blizzards direkt als neuer Zweig am Gaming- und Studio-Bereich angedockt. Dort steht Matt Booty zukünftig eben nicht mehr nur den Microsoft-eigenen Studios vor, sondern leitet fortan auch die neue Tochtergesellschaft mit, wie aus einem Bericht des US-Magazins The Verge hervorgeht.


Booty wurde erst vor relativ kurzer Zeit auf seinen Posten befördert. Ihm unterstehen dort auch die Bethesda- und ZeniMax-Studios. Da ist die Angliederung des großen Spielekonzerns natürlich trotzdem eine ordentliche Herausforderung. Angesichts dessen, dass viele erfahrene Activision Blizzard-Führungskräfte auf ihren Positionen verbleiben, dürften die kommenden Aufgaben aber durchaus zu stemmen sein.

Parallele Strukturen

Teils wird Microsoft aber auch eine Art Parallelstruktur einführen. Die Activision Blizzard-Manager Brian Bulatao (Chief Administrative Officer), Julie Hodges (Chief People Officer), Armin Zerza (Chief Financial Officer) und Grant Dixton (Chief Legal Officer) berichten alle an ihre Pendants bei Microsoft Gaming. Erst dann geht es in der Hierarchie weiter nach oben.

"Mit Bobbys bevorstehendem Ausscheiden unternehmen wir den nächsten Schritt, um Activision Blizzard mit Microsoft Gaming in Einklang zu bringen", erklärte Phil Spencer, der oberste Chef des Gaming-Geschäfts bei Microsoft. "Ich möchte Bobby für seine unschätzbaren Beiträge zu dieser Branche, seine Partnerschaft beim Abschluss der Übernahme von Activision Blizzard und seine Zusammenarbeit nach dem Abschluss danken - und ich wünsche ihm und seiner Familie das Allerbeste in seinem nächsten Kapitel."

Zusammenfassung
  • Activision Blizzard-Chef Kotick räumt Büro am 29.12.
  • Microsoft-Manager Booty übernimmt Leitung
  • Activision direkt in Microsofts Gaming-Bereich
  • Führungskräfte von Activision bleiben im Amt
  • Parallelstruktur für Managerberichte etabliert
  • Phil Spencer dankt Kotick für seine Beiträge
  • Kotick ohne Nachfolger, Microsoft integriert Firma

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