Activision Blizzard-Entlassungen:
FTC schießt in Richtung Microsoft
Die US-amerikanische Handelsbehörde FTC hat viele Monate lang gegen die Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft gekämpft, letztlich musste man sich aber vor Gericht geschlagen geben. Doch das bedeutet nicht, dass der Fall damit Geschichte ist, im Gegenteil.
Und das ändert sich auch 2024 nicht: Selbst nach dem Scheitern einer ersten Berufung und dem Vollzug der Übernahme versucht die FTC noch, diese nachträglich rückgängig zu machen. Eine erneute Berufung läuft immer noch und die FTC liefert nun neue Argumente dafür, die Übernahme des Publishers zu verhindern.
Konkret geht es aktuell um den im Januar bekannt gegebenen Stellenabbau bei Activision Blizzard. Denn Microsoft hat damals angekündigt, dass rund 1900 Mitarbeiter bei Xbox, Bethesda und Activision Blizzard entlassen werden. Das stellt etwa acht Prozent aller Mitarbeiter in der Gaming-Abteilung des Redmonder Konzerns dar, dort waren bislang 22.000 Menschen tätig.
Xbox-Chef Phil Spencer teilte in einer internen Nachricht mit, dass die Entscheidung getroffen wurde, nachdem die Führungsteams von Microsoft und Activision Blizzard "Prioritäten festgelegt, Überschneidungsbereiche identifiziert und sichergestellt haben, dass wir alle bei den besten Wachstumschancen übereinstimmen".
Auch hier sieht sich die FTC hinters Licht geführt: Denn wie Bloomberg berichtet, beschwerte sich die Behörde gestern beim 9th US Circuit Court of Appeals, dass dieses Vorgehen "im Widerspruch zu Microsofts Vorschlag an dieses Gericht steht, dass die beiden Unternehmen nach dem Zusammenschluss unabhängig voneinander operieren werden".
Die Entlassungen seien auch folgenschwer bzw. nicht oder nur schwer rückgängig zu machen, sollte die Berufung erfolgreich sein und Microsoft den Deal wieder rückabwickeln muss, so die FTC. Ob das zum aktuellen Zeitpunkt überhaupt noch realistisch ist, also selbst ohne die Entlassungen, darf man aber wohl bezweifeln.
Siehe auch:
FTC gegen Microsoft ist weiterhin nicht zu Ende
Der Fall Federal Trade Commission (FTC) gegen Microsoft machte lange Zeit den Eindruck einer Art persönlicher Vendetta der Behörde und ihrer Vorsitzenden Lina Khan gegen den Redmonder Konzern. Denn die FTC versuchte verbissen, die Übernahme zu verhindern, selbst zu einem Zeitpunkt, als längst feststand, dass man damit nicht durchkommen wird.Und das ändert sich auch 2024 nicht: Selbst nach dem Scheitern einer ersten Berufung und dem Vollzug der Übernahme versucht die FTC noch, diese nachträglich rückgängig zu machen. Eine erneute Berufung läuft immer noch und die FTC liefert nun neue Argumente dafür, die Übernahme des Publishers zu verhindern.
Konkret geht es aktuell um den im Januar bekannt gegebenen Stellenabbau bei Activision Blizzard. Denn Microsoft hat damals angekündigt, dass rund 1900 Mitarbeiter bei Xbox, Bethesda und Activision Blizzard entlassen werden. Das stellt etwa acht Prozent aller Mitarbeiter in der Gaming-Abteilung des Redmonder Konzerns dar, dort waren bislang 22.000 Menschen tätig.
Xbox-Chef Phil Spencer teilte in einer internen Nachricht mit, dass die Entscheidung getroffen wurde, nachdem die Führungsteams von Microsoft und Activision Blizzard "Prioritäten festgelegt, Überschneidungsbereiche identifiziert und sichergestellt haben, dass wir alle bei den besten Wachstumschancen übereinstimmen".
Auch hier sieht sich die FTC hinters Licht geführt: Denn wie Bloomberg berichtet, beschwerte sich die Behörde gestern beim 9th US Circuit Court of Appeals, dass dieses Vorgehen "im Widerspruch zu Microsofts Vorschlag an dieses Gericht steht, dass die beiden Unternehmen nach dem Zusammenschluss unabhängig voneinander operieren werden".
Die Entlassungen seien auch folgenschwer bzw. nicht oder nur schwer rückgängig zu machen, sollte die Berufung erfolgreich sein und Microsoft den Deal wieder rückabwickeln muss, so die FTC. Ob das zum aktuellen Zeitpunkt überhaupt noch realistisch ist, also selbst ohne die Entlassungen, darf man aber wohl bezweifeln.
Zusammenfassung
- FTC unterlag gegen Microsofts Übernahme von Activision
- Behörde versucht weiterhin, Deal rückgängig zu machen
- Neue FTC-Argumente gegen die Übernahme vorgebracht
- Microsoft kündigte Entlassungen nach Übernahme an
- 1900 Mitarbeiter in Gaming-Sparte sollen gehen
- FTC sieht Widerspruch in Microsofts früheren Aussagen
- Entlassungen könnten Berufung der FTC beeinflussen
Siehe auch:
- Microsoft streicht weitere 1.900 Stellen bei Xbox und Activision Blizzard
- Activision Blizzard: Microsoft schafft jetzt über Strukturen Tatsachen
- Deal durch, doch FTC will Microsofts Activision-Kauf rückgängig machen
- Es ist fix: Microsoft hat Activision Blizzard jetzt offiziell übernommen
- Activision Blizzard-Übernahme durch Microsoft: EU bleibt bei ihrem OK
Thema:
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