Zwei Jahre nach Activision-Übernahme:
FTC gibt gegen Microsoft auf

Nach fast zwei Jahren hat die US-Handelsbehörde FTC ihren Wider­stand gegen die Activision-Übernahme endgültig aufgegeben. Die Behörde räumt ein, dass eine weitere Verfolgung des Falls nicht im öffentlichen Interesse liegt - ein später Triumph für Microsoft.
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FTC gibt auf: Größter Gaming-Deal ist endgültig durch

Die US-Handelsbehörde Federal Trade Commission (FTC) hat nach einem regelrecht quälend langen Rechtsstreit ihre Niederlage im Kampf gegen die Microsoft-Activision-Übernahme eingestanden, endlich, wie man sicherlich sagen muss. Fast zwei Jahre nach Beginn des Verfahrens erklärt die Behörde den Fall nun offiziell für beendet.

Die FTC teilte mit, dass "das öffentliche Interesse am besten durch die Einstellung des Verwaltungsverfahrens in diesem Fall gedient ist". Damit ist der Weg für Microsoft endgültig frei, die Integration von Activision Blizzard ohne weitere rechtliche Hindernisse fortzusetzen.

Wie aus der FTC-Mitteilung (PDF) hervorgeht (via The Verge), hat die Behörde ihre Berufung zurückgezogen und wird keine weiteren rechtlichen Schritte gegen den 69-Milliarden-Dollar-Deal unternehmen. Dies markiert das Ende des wohl längsten und komplexesten Kartellverfahrens der Gaming-Branche.

Finale Entscheidung

Microsoft hatte den historisch größten Deal der Spielebranche bereits im Oktober 2023 abgeschlossen, nachdem das US-Bezirksgericht für den nördlichen Bezirk Kaliforniens den FTC-Antrag auf eine einstweilige Verfügung abgelehnt hatte. Die Behörde wollte sich damit jedoch nicht zufriedengeben und legte im Dezember 2023 Berufung ein, um die Gerichtsentscheidung anzufechten.

Das Berufungsgericht hatte zuvor die Argumentation der Behörde zurückgewiesen, wonach Microsoft nach der Übernahme den Zugang zu Call of Duty für Konkurrenten einschränken könnte. Auch die Befürchtung, Microsoft würde Activision-Spiele exklusiv für Xbox anbieten, wurde vom Gericht nicht geteilt.

Die FTC hatte den Deal seit seiner Ankündigung im Januar 2022 intensiv bekämpft. Die Behörde argumentierte, dass die Übernahme den Wettbewerb im Gaming-Markt erheblich beeinträchtigen würde, insbesondere durch die Kontrolle über populäre Spielereihen wie Call of Duty, World of Warcraft und Candy Crush.

Seit dem Abschluss der Übernahme hat Microsoft seine Zusagen eingehalten: Call of Duty erscheint weiterhin für PlayStation. Ebenso bringt das Unternehmen sogar ehemalige Xbox-Exklusivtitel wie Forza Horizon 5, Indiana Jones and the Great Circle und Sea of Thieves auf Sonys Konsole. Auch Gears of War: Reloaded und Senua's Saga: Hellblade 2 werden für die PS5 erscheinen.

Was haltet ihr von der finalen Entscheidung der FTC? Glaubt ihr, dass Microsoft seine offene Plattform-Strategie langfristig fortsetzen wird? Teilt eure Einschätzungen gerne in den Kommentaren!
Zusammenfassung
  • FTC beendet nach fast zwei Jahren den Widerstand gegen Microsoft
  • 69-Milliarden-Dollar-Übernahme von Activision Blizzard nun endgültig frei
  • Behörde zieht Berufung zurück und erklärt Verfahren für beendet
  • Befürchtungen über Exklusivität von Call of Duty wurden nicht bestätigt
  • Microsoft bringt sogar ehemalige Xbox-Exklusivtitel auf PlayStation
  • Größter Deal der Spielebranche wurde bereits im Oktober 2023 abgeschlossen
  • US-Gericht hatte FTC-Argumentation zu Wettbewerbsbedenken zurückgewiesen

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