Intel wechselt schon wieder den Sockel - nach nur einer CPU-Generation
Mit Nova Lake führt der Chip-Hersteller abermals einen neuen Sockel ein. Besitzer aktueller LGA-1851-Mainboards müssen sich für ein Prozessor-Upgrade also gleich ein ganz neues Mainboard zulegen. Das dürfte viele Nutzer verärgern.
Laut den Informationen, die Nutzer Olrak29 auf X (via VideoCardz) veröffentlicht hat, enthält das Dokument entsprechende Hinweise auf Entwicklerwerkzeuge zum Testen der neuen Plattform. Konkret werden "NVL-S" (Nova Lake-S) und der Sockel LGA-1954 erwähnt. Die Dokumente beschreiben spezielle Testgeräte für die Spannungsversorgung der kommenden Plattform.
Daneben sollen weitere Varianten mit 28 Kernen (8 P-Kerne + 16 E-Kerne + 4 LPE-Kerne) und 16 Kernen (4 P-Kerne + 8 E-Kerne + 4 LPE-Kerne) erscheinen. Die maximale Kernzahl von 52 soll jedoch den Desktop-Modellen vorbehalten bleiben, während die 28-Kern-Variante für Nova Lake-HX-Gaming-Laptops vorgesehen ist.
Die Markteinführung von Nova Lake-S mit LGA-1954 wird allerdings nicht in unmittelbarer Zukunft erwartet. Die meisten Experten rechnen mit einem Start in der zweiten Jahreshälfte 2026, was dem üblichen zweijährigen Zyklus von Intel für Sockelwechsel entsprechen würde. Zuvor steht jedoch noch die Veröffentlichung von Panther Lake an, Intels neuer Chip-Generation für mobile Geräte.
Dass es auch anders geht, zeigt die Konkurrenz von AMD. Hier werden die unterschiedlichen Sockel über Jahre mit neuen CPUs versorgt. Für den mittlerweile bald neun Jahre alte AM4-Sockel hatte man erst Ende 2024 mit dem Ryzen 5 5600T und dem Ryzen 5 5600XT noch zwei neue Prozessoren veröffentlicht.
Was haltet ihr von Intels Strategie, den Sockel so schnell zu wechseln? Seid ihr von dieser Entscheidung betroffen und müsstet für ein Upgrade komplett neue Hardware kaufen? Teilt eure Meinungen in den Kommentaren!
Siehe auch:
Intel lässt Kunden im Regen stehen
Intel plant offenbar bereits nach nur einer Prozessor-Generation einen Wechsel des CPU-Sockels. Wie aus Frachtdokumenten hervorgeht, testet der Chip-Hersteller seine kommenden Nova Lake-S-Prozessoren bereits auf einer neuen Plattform mit der Bezeichnung LGA-1954. Das bedeutet, dass Besitzer aktueller Mainboards mit LGA-1851-Sockel für ein Upgrade ihrer CPU komplett neue Hauptplatinen benötigen.Laut den Informationen, die Nutzer Olrak29 auf X (via VideoCardz) veröffentlicht hat, enthält das Dokument entsprechende Hinweise auf Entwicklerwerkzeuge zum Testen der neuen Plattform. Konkret werden "NVL-S" (Nova Lake-S) und der Sockel LGA-1954 erwähnt. Die Dokumente beschreiben spezielle Testgeräte für die Spannungsversorgung der kommenden Plattform.
Deutlicher Leistungssprung geplant
Trotz des Ärgers über den schnellen Plattformwechsel gibt es auch positive Nachrichten. Denn Nova Lake soll einen signifikanten Leistungssprung bringen. Gerüchten zufolge wird die Spitzenkonfiguration der Nova Lake-CPUs mit insgesamt 52 Kernen ausgestattet sein (16 P-Kerne + 32 E-Kerne + 4 LPE-Kerne). Das wäre mehr als das Doppelte der 24 Kerne im aktuellen Flaggschiff, dem Core Ultra 9 285K.Daneben sollen weitere Varianten mit 28 Kernen (8 P-Kerne + 16 E-Kerne + 4 LPE-Kerne) und 16 Kernen (4 P-Kerne + 8 E-Kerne + 4 LPE-Kerne) erscheinen. Die maximale Kernzahl von 52 soll jedoch den Desktop-Modellen vorbehalten bleiben, während die 28-Kern-Variante für Nova Lake-HX-Gaming-Laptops vorgesehen ist.
Die Markteinführung von Nova Lake-S mit LGA-1954 wird allerdings nicht in unmittelbarer Zukunft erwartet. Die meisten Experten rechnen mit einem Start in der zweiten Jahreshälfte 2026, was dem üblichen zweijährigen Zyklus von Intel für Sockelwechsel entsprechen würde. Zuvor steht jedoch noch die Veröffentlichung von Panther Lake an, Intels neuer Chip-Generation für mobile Geräte.
Hintergründe zum Sockelwechsel
Der aktuell verwendete LGA-1851-Sockel wurde erst mit dem Start der Core Ultra 200-Serie (Arrow Lake-S) im Oktober 2024 eingeführt. Seine kurze Lebensdauer ist teilweise auf Änderungen in Intels ursprünglichen Plänen zurückzuführen. Denn noch vor Arrow Lake-S sollte eigentlich bereits Meteor Lake für Desktop-PCs mit LGA-1851-Sockel erscheinen. Mit Ausnahme des Embedded-Bereichs kamen die Chips aufgrund von enttäuschender Leistung jedoch nur als Core Ultra Series 1 in Notebooks auf den Markt. Daher bleibt Arrow Lake wohl die einzige Generation für den Sockel. Immerhin könnte noch ein Refresh erscheinen.Dass es auch anders geht, zeigt die Konkurrenz von AMD. Hier werden die unterschiedlichen Sockel über Jahre mit neuen CPUs versorgt. Für den mittlerweile bald neun Jahre alte AM4-Sockel hatte man erst Ende 2024 mit dem Ryzen 5 5600T und dem Ryzen 5 5600XT noch zwei neue Prozessoren veröffentlicht.
Was haltet ihr von Intels Strategie, den Sockel so schnell zu wechseln? Seid ihr von dieser Entscheidung betroffen und müsstet für ein Upgrade komplett neue Hardware kaufen? Teilt eure Meinungen in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Intel plant nach nur einer Prozessor-Generation einen Wechsel des Sockels
- Kommende Nova Lake-S-CPUs werden bereits auf LGA-1954-Plattform getestet
- Spitzenkonfiguration soll 52 Kerne haben - deutlich mehr als Arrow Lake
- Markteinführung wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet
- LGA-1851-Sockel wurde erst im Oktober 2024 mit Arrow Lake-S eingeführt
- Kurze Lebensdauer des LGA-1851 durch Änderungen in Intels Planungen
- Nutzer müssen für CPU-Upgrade auch neues Mainboard kaufen
Siehe auch:
- Milliarden für die leere Kasse: Intel verkauft ersten großen Konzernteil
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