Trump verspottet E-Auto-Fahrer:
Reichweitenangst als "Krankheit"

US-Präsident Donald Trump hat bei einem Auftritt in Las Vegas scharfe Kritik an Elektroautos geübt. Er bezeichnete die Reichweitenangst von Fahrern als Krankheit und behauptete, eine angebliche E-Auto-Pflicht beendet zu haben.
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Angriff auf Elektroautos

US-Präsident Donald Trump hat diese Woche bei einer Veranstaltung im Red Rock Resort in Las Vegas scharfe Kritik an der Elektromobilität geäußert. Vor seinen Anhängern bezeichnete er die Sorge von Fahrern um eine ausreichende Akkuladung als Krankheit. Zudem behauptete Trump, das Ende einer angeblichen staatlichen Pflicht zum Kauf von Elektroautos herbeigeführt zu haben.

Trump erklärte dem Publikum, dass Fahrer von Elektroautos bereits bei einem zu drei Vierteln gefüllten Akku in Panik geraten würden. Die ständige Suche nach der nächsten Ladestation treibe die Menschen in den Wahnsinn. Tatsächlich war die sogenannte Reichweitenangst in den Anfangsjahren der Elektromobilität ein präsentes Thema. Durch den kontinuierlichen Ausbau der Ladeinfrastruktur spielt das im Alltag vieler Nutzer heute kaum noch eine Rolle.


Fakten zur Pflicht bei Elektroautos

Wie Electrek berichtet, gab es in den USA zu keinem Zeitpunkt ein bundesweites Gesetz, das Bürger zum Kauf zwingt. Die vorherigen Regulierungen bestanden lediglich aus strengeren Emissionsvorgaben für die Automobilhersteller. Die aktuelle US-Regierung hat diese Umweltrichtlinien und Subventionen jedoch per Dekret stark eingeschränkt, um die heimische Ölindustrie und Gasindustrie zu stärken.

In seiner Rede nannte Trump einen Marktanteil von sieben Prozent für reine Elektroautos in den USA. Das entspricht laut aktuellen Branchenschätzungen grob der Realität, da die Nachfrage nach Fahrzeugen mit Batterie in Nordamerika zuletzt spürbar abgekühlt ist. Das liegt unter anderem an den gestrichenen staatlichen Förderungen, die den Kauf für viele Verbraucher unattraktiver machen.

Während der US-Markt stagniert, verzeichnen andere Regionen ein Wachstum bei den Zulassungszahlen. Der globale Kontrast zeigt sich an folgenden Beispielen:

  • Norwegen hat den Übergang zu fast 100 Prozent elektrischen Neuwagen nahezu abgeschlossen.
  • In vielen europäischen Ländern liegt der Marktanteil von E-Autos mittlerweile bei über 20 Prozent.
  • Der chinesische Markt überschritt kürzlich die Marke von 50 Prozent bei den Neuzulassungen.

Verbindung zu Tesla

Tesla-CEO Elon Musk gilt als politischer Verbündeter Trumps und schenkte ihm in der Vergangenheit ein Elektroauto. Musk war zeitweise Teil der Regierung und versuchte mehrfach, den Präsidenten von den Vorteilen der Elektromobilität zu überzeugen. Trotz der vermeintlich freundschaftlichen Verbindung zu Musk bleibt Trump bei seiner harten Rhetorik gegen alternative Antriebe.

Für Endanwender bedeuten die politischen Weichenstellungen in den USA vorerst weniger Anreize für den Umstieg auf ein Elektroauto. Gleichzeitig treiben die Hersteller den Ausbau der Schnellladenetze weiter voran, um die von Trump kritisierte Reichweitenangst obsolet zu machen.

Wie steht ihr zur Elektromobilität und der Reichweitenangst? Teilt eure Erfahrungen zu dem Thema gerne unten in den Kommentaren mit der Community.

Zusammenfassung
  • Trump kritisiert Sorge von E-Autofahrern um Akkuladung scharf
  • Der US-Präsident behauptet das Ende einer E-Auto-Kaufpflicht
  • Tatsächlich gab es in den USA nie ein solches Bundesgesetz
  • Der Marktanteil reiner Elektroautos in den USA liegt bei sieben Prozent
  • Der globale Markt wächst in Europa und China dagegen stark weiter
  • Trotz Nähe zu Tesla-Chef Elon Musk bleibt Trump bei seiner Kritik

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