Neuer Chef kündigt radikale Verjüngungskur für die alte 'Tante Intel' an
Intel gilt seit Jahrzehnten als unflexibel und verkrustet, was die internen Strukturen angeht. Der neue CEO Lip-Bu Tan hat wie erwartet eine radikale Verjüngungskur für "Tante Intel" angekündigt. Das Management des Chipgiganten soll drastisch abgebaut werden.
Wie Tan in einem Schreiben an die Mitarbeiter verkündete, verlangt er unter anderem, dass die Intel-Angestellten bald wieder mindestens vier Tage pro Woche an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Bisher waren nur drei Tage "Office-Betrieb" Pflicht. Weiterhin will Tan "unnötige Bürokratie" abbauen, die Größe der Teams reduzieren und "zeitintensive geschäftliche Verwaltungsaufgaben wie nicht essentielles Training und Dokumentation" zurückschrauben.
Die Verkleinerung der Teams will Tan offenbar seinen direkt ihm untergeordneten Managern überlassen. Diese sollten nun die "bestmöglichen Entscheidungen in Abstimmungen mit den wichtigsten Prioritäten" des Konzerns treffen. Er sei überrascht gewesen, dass in den letzten Jahren die Leistung vieler Intel-Manager daran gemessen wurde, wie groß ihre Teams waren. Künftig wolle man sich einer anderen Philosophie bedienen. Das von Tan geschätzte Konzept sieht vor, dass die besten Führungskräfte mit den wenigsten Mitarbeitern die besten Ergebnisse erzielen sollen.
Der neue Intel-Chef stellt sich offensichtlich direkt an die Spitze der meisten Bereiche. Alle Manager in kritischen Positionen für Produktentwicklung und Fertigung seien ihm nun direkt unterstellt - und die Aufgaben nicht mehr über zwei bis drei Ebenen verteilt. Organisatorische Komplexität und Bürokratie hätten Innovation und Vielseitigkeit bei Intel in den letzten Jahren abgewürgt, verkündete Tan.
Deshalb habe es zu lange gedauert, Entscheidungen zu treffen. Neue Ideen und die dafür zuständigen Menschen hätten nicht den nötigen Raum und die benötigten Ressourcen erhalten, um tatsächlich zu wachsen. Er sei jetzt angetreten, um diese Probleme zu beseitigen, so Tan weiter. Offenbar brechen bei Intel inzwischen wirklich neue Zeiten an - auch wenn man die damit verbundenen Kündigungen wohl lieber im Stillen abwickeln wird.
Siehe auch:
Tan holt Mitarbeiter länger ins Büro
Der neue Intel-CEO Lip-Bu Tan ist erst seit dem 18. März 2025 für die Geschicke des Prozessorherstellers und Halbleiter-Vertragsfertigers verantwortlich. Für die Belegschaft bedeuten seine heutigen Ankündigungen, dass sie sich auf weitreichende Veränderungen einstellen darf - inklusive einer potenziell hohen Zahl von Kündigungen. Intel verkündete heute Quartalsverluste in Höhe von fast 900 Millionen Dollar.Wie Tan in einem Schreiben an die Mitarbeiter verkündete, verlangt er unter anderem, dass die Intel-Angestellten bald wieder mindestens vier Tage pro Woche an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Bisher waren nur drei Tage "Office-Betrieb" Pflicht. Weiterhin will Tan "unnötige Bürokratie" abbauen, die Größe der Teams reduzieren und "zeitintensive geschäftliche Verwaltungsaufgaben wie nicht essentielles Training und Dokumentation" zurückschrauben.
Intel-Chef fordert Stellenabbau von Managern
Anders als nach einem Bericht des US-Wirtschaftsdiensts Bloomberg erwartet, kündigte Tan zunächst keine Massenentlassungen von mehr als 20 Prozent der Belegschaft an. Er machte aber deutlich, dass man aus Fehlern der Vergangenheit gelernt habe. Es müsse daher eine Abwägung zwischen den geplanten Reduktionen (gemeint sind Entlassungen) und dem Bedürfnis, fähige Leute zu behalten und wichtige Talente anzuwerben, erfolgen.Die Verkleinerung der Teams will Tan offenbar seinen direkt ihm untergeordneten Managern überlassen. Diese sollten nun die "bestmöglichen Entscheidungen in Abstimmungen mit den wichtigsten Prioritäten" des Konzerns treffen. Er sei überrascht gewesen, dass in den letzten Jahren die Leistung vieler Intel-Manager daran gemessen wurde, wie groß ihre Teams waren. Künftig wolle man sich einer anderen Philosophie bedienen. Das von Tan geschätzte Konzept sieht vor, dass die besten Führungskräfte mit den wenigsten Mitarbeitern die besten Ergebnisse erzielen sollen.
Weitere zwei Milliarden Dollar an Einsparungen gesucht
Tan und Intel verkündeten heute außerdem, dass man eine Optimierung der internen Strukturen anstrebt und allein in diesem Jahr noch weitere 500 Millionen Dollar einsparen will. Obendrein machte der neue Intel-CEO bei einem Gespräch mit Vertretern der Finanzwelt deutlich, dass er seine Teams angewiesen hat, Wege zu finden, weitere zwei Milliarden Dollar an Ausgaben einzusparen.Der neue Intel-Chef stellt sich offensichtlich direkt an die Spitze der meisten Bereiche. Alle Manager in kritischen Positionen für Produktentwicklung und Fertigung seien ihm nun direkt unterstellt - und die Aufgaben nicht mehr über zwei bis drei Ebenen verteilt. Organisatorische Komplexität und Bürokratie hätten Innovation und Vielseitigkeit bei Intel in den letzten Jahren abgewürgt, verkündete Tan.
Deshalb habe es zu lange gedauert, Entscheidungen zu treffen. Neue Ideen und die dafür zuständigen Menschen hätten nicht den nötigen Raum und die benötigten Ressourcen erhalten, um tatsächlich zu wachsen. Er sei jetzt angetreten, um diese Probleme zu beseitigen, so Tan weiter. Offenbar brechen bei Intel inzwischen wirklich neue Zeiten an - auch wenn man die damit verbundenen Kündigungen wohl lieber im Stillen abwickeln wird.
Zusammenfassung
- Neuer Intel-CEO Lip-Bu Tan kündigt radikale Umstrukturierung an
- Abbau des Managements und Verkleinerung der Teams geplant
- Mitarbeiter sollen mindestens vier Tage pro Woche ins Büro kommen
- Bürokratieabbau und Reduzierung nicht essenzieller Aufgaben angestrebt
- Direkte Unterstellung kritischer Positionen unter den CEO
- Einsparungen von 500 Millionen Dollar für dieses Jahr angekündigt
- Ziel: Innovation und Flexibilität durch flachere Hierarchien fördern
Siehe auch:
- Core Ultra: Intel beschert CPUs durch neues Tool klaren Leistungs-Boost
- Intel: Neuer CEO will offenbar bald zehntausende Stellen streichen
- Intel wechselt schon wieder den Sockel - nach nur einer CPU-Generation
- Milliarden für die leere Kasse: Intel verkauft ersten großen Konzernteil
- Mais statt Chips: Wieder Landwirtschaft auf Intel-Gelände in Magdeburg
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