Windows Recall: umstrittene Funktion doch nicht deinstallierbar

Windows Recall, jene umstrittene Funktion, die alle Inhalte auf einem PC per KI leicht durchsuchbar machen soll, wird integraler Bestandteil des Betriebssystems. Kürzlich zeichnete sich ab, dass das Feature auf Wunsch deinstalliert werden kann. Dies war jedoch nur ein Fehler.
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Microsoft

Doch keine vollständige Entfernung möglich

Kürzlich wurde im Zuge der Veröffentlichung des optionalen Updates KB5041865 für Windows 11 24H2 festgestellt, dass Microsoft in den Einstellungen für "optionale Features" einen neuen Eintrag für Windows Recall hinzugefügt hatte. Zuvor war man davon ausgegangen, dass Windows Recall sich zwar deaktivieren, aber nicht vollständig entfernen lässt.

Microsoft hat jetzt klargestellt, dass sich daran tatsächlich nichts geändert hat. Bei der Einführung der neuen Deinstallations-Option im Bereich für optionale Features mit dem Update für Windows 11 24H2 handelt es sich den Angaben von Microsoft zufolge lediglich um einen Fehler.

Windows 11 Recall ausprobiert: das neue 'Killer-Feature' im Hands-On

Kommendes Update soll Fehler beseitigen

Wie Produktmanager Brandon LeBlanc gegenüber dem US-Magazin The Verge mitteilte, sei man auf einen Fehler aufmerksam geworden, bei dem fälschlicherweise ein Eintrag für Recall in der Systemsteuerung im Bereich zum "Ein- und Ausschalten von Windows-Funktionen" hinzugefügt wurde. Dieses Problem werde mit einem der kommenden Updates wieder behoben, stellte LeBlanc klar.

Anscheinend wird Windows Recall also nicht einfach zu entfernen sein. Obendrein ist wohl absehbar, dass Microsoft das neue Feature bei entsprechend ausgestatteten PCs nicht grundsätzlich standardmäßig aktiviert, sondern immer eine Zustimmung des Nutzers abfragen wird. Recall kann ohnehin offiziell nur auf PCs genutzt werden, die über eine Neural Processing Unit (NPU) mit mindestens 40 TOPS KI-Leistung verfügen.

Recall wurde Ende Mai erstmals offiziell vorgestellt, erntete aber schnell massive Kritik, weil sich zeigte, dass die Datenbank mit den über Screenshots und Texterkennung für die Durchforstung per KI-System erfassten Informationen unverschlüsselt auf dem jeweiligen Hostsystem abgelegt wurden. Microsoft verschob den Launch deshalb um mehrere Monate, sodass wohl nicht vor Oktober 2024 mit einer offiziellen Verfügbarkeit von Windows Recall zu rechnen ist.

Zusammenfassung
  • Windows Recall wird fester Bestandteil von Windows 11 24H2
  • Option zur Deinstallation von Recall war nur ein Fehler
  • Update KB5041865 fügte irrtümlich Option für Deinstallation hinzu
  • Microsoft bestätigt, dass Recall nicht deinstallierbar bleibt
  • Fehler wird in kommendem Update korrigiert
  • Recall benötigt spezielle Hardware mit 40 TOPS KI-Leistung
  • Offizieller Launch von Recall verzögert sich bis Oktober 2024
  • Massive Kritik an unverschlüsselter Datenspeicherung bei Recall

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