Windows Recall: Kontroverse Funktion lässt sich jetzt deinstallieren
Mit dem jüngsten optionalen Update für Windows 11 lässt sich die umstrittene Recall-Funktion anscheinend deinstallieren. Zuvor war es nur möglich, das Feature zu deaktivieren. Microsoft möchte diese Möglichkeit allerdings nicht an die große Glocke hängen.
Öffnet man mit der Tastenkombination Win+R das Ausführen-Fenster und gibt "optionalfeatures" ein, gelangt man zum Windows-Feature-Fenster, in dem sich einzelne Funktionen des Betriebssystems an- und abwählen lassen. Entfernt man das Häkchen bei dem Eintrag "Recall" soll die Funktion damit deinstalliert werden. Zuvor ließ sich Recall nur deaktivieren.
Mit der Recall-Funktion hatte Microsoft im Mai dieses Jahr ein Feature vorgestellt, das die PC-Nutzung revolutionieren sollte. Schnell kamen jedoch Bedenken zum Datenschutz auf. Denn das Tool macht unentwegt Bildschirmaufnahmen und speicherte dazugehörige Daten damals im Klartext. Das zwang Microsoft zum Rückzug, worüber sich sogar Konkurrent Apple während einer Podiumsdiskussion lustig machte.
Siehe auch:
Recall lässt sich wohl deinstallieren
Nach längerer Funkstille gibt es jetzt neue Informationen zu Windows Recall. Denn allem Anschein nach lässt dich die kontroverse Funktion nach dem neuesten optionalen Windows 11 24H2-Update deinstallieren. Laut Deskmodder fügt das Update KB5041865 eine entsprechende Option hinzu.Öffnet man mit der Tastenkombination Win+R das Ausführen-Fenster und gibt "optionalfeatures" ein, gelangt man zum Windows-Feature-Fenster, in dem sich einzelne Funktionen des Betriebssystems an- und abwählen lassen. Entfernt man das Häkchen bei dem Eintrag "Recall" soll die Funktion damit deinstalliert werden. Zuvor ließ sich Recall nur deaktivieren.
Datenschutzrichtlinien zwingen Microsoft
Dieser Schritt von Microsoft erfolgt höchstwahrscheinlich auf Druck der EU. Aufgrund von Datenschutz- und Wettbewerbsvorschriften musste man Nutzern zuletzt auch ermöglichen, OneDrive, Edge und Bing aus Windows 11 zu entfernen. Dass dies jetzt mit dem höchst umstrittenen Recall-Feature möglich ist, wird viele Nutzer sicherlich erleichtern, die um die Sicherheit ihrer Daten besorgt waren.Mit der Recall-Funktion hatte Microsoft im Mai dieses Jahr ein Feature vorgestellt, das die PC-Nutzung revolutionieren sollte. Schnell kamen jedoch Bedenken zum Datenschutz auf. Denn das Tool macht unentwegt Bildschirmaufnahmen und speicherte dazugehörige Daten damals im Klartext. Das zwang Microsoft zum Rückzug, worüber sich sogar Konkurrent Apple während einer Podiumsdiskussion lustig machte.
Recall wurde überarbeitet
Jetzt hat man eigenen Angaben zufolge jedoch an etlichen Stellen nachgebessert. So wird etwa die verwendete Datenbank in Zukunft im Ruhezustand verschlüsselt und der Zugriff erfordert eine Authentifizierung über Windows Hello. Zudem wird Recall standardmäßig deaktiviert sein und muss erst vom Nutzer aktiviert werden. Dass Microsoft allerdings nicht darüber informiert, dass man die Funktion jetzt auch vollständig deinstallieren kann, verwundert nicht.
Zusammenfassung
- Optionales Windows 11 24H2-Update ermöglicht Deinstallation von Recall
- Neue Option nach Update KB5041865 verfügbar
- Zugriff über Win+R und Eingabe von "optionalfeatures"
- Entfernen des Häkchens deinstalliert Recall
- EU-Druck führt wohl zu Änderung, zuvor nur Deaktivierung möglich
- Microsoft verbessert Datenschutz und Sicherheit bei Recall
Siehe auch:
- Zeitreise: Windows-Recall-Funktion erklärt vom 29-jährigen Bill Gates
- Senf dazu: Wie sich Microsoft mit Recall nach Strich und Faden blamiert
- Kritik zeigt Wirkung: Microsoft ändert Recall in Windows 11 jetzt doch
- Windows 11 Recall ausprobiert: das neue 'Killer-Feature' im Hands-On
- Windows 11: Recall geknackt, bevor es überhaupt Copilot+ PCs gibt
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