Windows 11 Recall ausprobiert:
das neue 'Killer-Feature' im Hands-On
Microsoft führt mit "Recall" eine Suchfunktion für Windows 11 ein, die in der Lage ist, alles, was der Nutzer über einen langen Zeitraum auf seinem PC getan hat, mit einfachen Anfragen zu durchsuchen. Wir haben das neue Feature auf der Computex 2024 kurz ausprobiert.
Außerdem handelt es sich, auch wenn hier die RTM-Version von Windows 11 24H2 installiert ist, noch immer um eine Art Vorabversion von Recall, weshalb die App auch die Kennzeichnung "Preview" trägt. Ansonsten war das hier gezeigte System nur im Rahmen der weltweit größten PC-Messe Computex seit dem 4. Juni 2024 - also seit ganzen zwei Tagen - im Betrieb als Ausstellungsstück auf einem Messestand. Entsprechend einfach, aber auch vielfältig fallen die Nutzungsbeispiele aus, die wir anhand von Recall erkundeten.
Im ersten Kontakt mit Recall startet die App ohne jedes Problem praktisch sofort und bietet eine simple Oberfläche, auf der oben eine Art Zeitstrahl angezeigt wird, während darunter alle zum jeweiligen Zeitpunkt auf dem Desktop geöffneten Anwendungen zu sehen sind. Wählt man einen bestimmten Tag oder eine bestimmte Zeit über den Zeitstrahl aus, werden alle Inhalte des Bildschirms per Texterkennung erfasst und markierbar gemacht.
Im Anschluss kann der Nutzer dann mit dem Text anstellen, was er will, also ihn in beliebigen Apps öffnen lassen, um zum Beispiel auf Links zuzugreifen oder eine Websuche zu starten. Bei Bildern ermöglicht Recall bisher nur, diese mit einem vom Nutzer zu wählenden Programm zu öffnen, um sie zum Beispiel zu bearbeiten. Eine direkte Analyse des jeweiligen Bildinhalts scheint auf den ersten Blick bisher nicht zu erfolgen.
Ansonsten werden aber auch noch einige andere Informationen abgespeichert, denn im Test war zu sehen, wie Recall in der Lage war, auch Snapshots hervorzuholen, in denen bestimmte Wörter aus unserer Suchanfrage nicht einfach nur als Text erkennbar waren. Teilweise erfolgt also wohl durchaus eine Erkennung der Inhalte durch ein KI-Modell, wobei sich dies bis jetzt nicht ganz eindeutig belegen ließ.
Auf den ersten Blick scheint Recall aber durchaus eine nützliche Funktionalität zu bieten, die für viele Anwender eine sinnvolle Ergänzung ihrer alltäglichen Möglichkeiten zum Umgang mit ihren Daten darstellen könnte. Die Performance des Zeitstrahlsystems und der Suche in den Recall-Daten scheint zumindest auf den Laptops mit den neuen Qualcomm-Chips der Snapdragon X-Serie mehr als ausreichend zu sein, egal, ob es sich um einen der zehnkernigen SKUs oder eine der High-End-Varianten mit gleich 12 CPU-Cores und stärkerer Neural Processing Unit handelt.
Siehe auch:
Prototypen auf der Computex laden zum Testen ein
Von vornherein muss eines klar sein: Recall steckt noch in einem recht frühen Stadium oder zumindest in unserem Fall waren die Bedingungen für einen ersten Test denkbar schlecht. Das Gerät im unten stehenden Video ist ein Acer Swift AI 14, also das erste ARM-basierte Notebook der neuen Generation des taiwanischen PC-Herstellers Acer und damit eines der ersten Geräte, auf denen Recall ab 18. Juni 2024 verfügbar sein wird.Außerdem handelt es sich, auch wenn hier die RTM-Version von Windows 11 24H2 installiert ist, noch immer um eine Art Vorabversion von Recall, weshalb die App auch die Kennzeichnung "Preview" trägt. Ansonsten war das hier gezeigte System nur im Rahmen der weltweit größten PC-Messe Computex seit dem 4. Juni 2024 - also seit ganzen zwei Tagen - im Betrieb als Ausstellungsstück auf einem Messestand. Entsprechend einfach, aber auch vielfältig fallen die Nutzungsbeispiele aus, die wir anhand von Recall erkundeten.
Windows 11 Recall ausprobiert: das neue 'Killer-Feature' im Hands-On
Im ersten Kontakt mit Recall startet die App ohne jedes Problem praktisch sofort und bietet eine simple Oberfläche, auf der oben eine Art Zeitstrahl angezeigt wird, während darunter alle zum jeweiligen Zeitpunkt auf dem Desktop geöffneten Anwendungen zu sehen sind. Wählt man einen bestimmten Tag oder eine bestimmte Zeit über den Zeitstrahl aus, werden alle Inhalte des Bildschirms per Texterkennung erfasst und markierbar gemacht.
Im Anschluss kann der Nutzer dann mit dem Text anstellen, was er will, also ihn in beliebigen Apps öffnen lassen, um zum Beispiel auf Links zuzugreifen oder eine Websuche zu starten. Bei Bildern ermöglicht Recall bisher nur, diese mit einem vom Nutzer zu wählenden Programm zu öffnen, um sie zum Beispiel zu bearbeiten. Eine direkte Analyse des jeweiligen Bildinhalts scheint auf den ersten Blick bisher nicht zu erfolgen.
Gute Performance auf ARM-Plattform
Wirklich interessant ist bei Recall aber vor allem die Option, die erfassten Inhalte aus der Vergangenheit ohne die Wahl eines bestimmten Zeitpunkts über die Zeitleiste mit einer simplen Sucheingabe durchsuchen zu lassen. Sucht man also nach bestimmten Dateien oder Aktivitäten, werden diese auf Basis der zuvor per OCR erkannten und gespeicherten Schlüsselwörter durchsucht.Ansonsten werden aber auch noch einige andere Informationen abgespeichert, denn im Test war zu sehen, wie Recall in der Lage war, auch Snapshots hervorzuholen, in denen bestimmte Wörter aus unserer Suchanfrage nicht einfach nur als Text erkennbar waren. Teilweise erfolgt also wohl durchaus eine Erkennung der Inhalte durch ein KI-Modell, wobei sich dies bis jetzt nicht ganz eindeutig belegen ließ.
Auf den ersten Blick scheint Recall aber durchaus eine nützliche Funktionalität zu bieten, die für viele Anwender eine sinnvolle Ergänzung ihrer alltäglichen Möglichkeiten zum Umgang mit ihren Daten darstellen könnte. Die Performance des Zeitstrahlsystems und der Suche in den Recall-Daten scheint zumindest auf den Laptops mit den neuen Qualcomm-Chips der Snapdragon X-Serie mehr als ausreichend zu sein, egal, ob es sich um einen der zehnkernigen SKUs oder eine der High-End-Varianten mit gleich 12 CPU-Cores und stärkerer Neural Processing Unit handelt.
Zusammenfassung
- Microsoft führt mit "Recall" eine neue Suchfunktion für Windows 11 ein
- Recall durchsucht alles, was der Nutzer über einen langen Zeitraum getan hat
- Die Funktion ist noch in einem frühen Stadium und als "Preview" gekennzeichnet
- Testgerät war ein Acer Swift AI 14, erstes ARM-basiertes Notebook von Acer
- Die App zeigt eine Zeitleiste und erfasst alle Inhalte des Bildschirms per Texterkennung
- Nutzer können erfassten Text in beliebigen Apps öffnen oder Websuchen starten
- Recall durchsucht Inhalte aus der Vergangenheit anhand von Schlüsselwörtern per OCR
Siehe auch:
- Windows 11: Recall geknackt, bevor es überhaupt Copilot+ PCs gibt
- Recall speichert Daten im Klartext - Neues Windows-Feature ein Risiko?
- Windows 11: Hacker bringt "Recall" auf ältere Hardware - ohne Nutzen
- Windows 11 mit Recall: 'Killer-Feature' der KI-PCs wird Speicherfresser
- Nix 'Total' Recall: Mehr Details zum neuen Windows "KI-Explorer"
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