Windows 11: Kontroverse KI-Funktion Recall startet im Oktober neu

Microsoft verschiebt den Start der umstrittenen Recall-Funktion für Windows 11 auf Oktober. Die KI-gestützte Technologie, die fast alles auf dem PC erfasst, soll nun zunächst von Windows Insidern getestet wer­den. Sicherheitsbedenken hatten zur Verzögerung geführt.
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Microsoft hat neue Informationen zur Einführung seiner kontroversen Recall-Funktion für Windows 11 bekannt gegeben. Die KI-gestützte Technologie, die ursprünglich im Juni mit den ersten Copilot+ PCs starten sollte, wird nun erst ab Oktober für Windows Insider zum Testen verfügbar sein. Dies geht aus einem aktualisierten Blogbeitrag von Pavan Davuluri, dem Chef der Windows- und Surface-Abteilung bei Microsoft, hervor.

Recall ist eine Funktion, die speziell für Copilot+ PCs mit Windows 11 24H2 entwickelt wurde und kontinuierlich Screenshots von Benutzeraktivitäten erstellt. Diese werden mittels optischer Zeichenerkennung (OCR) analysiert und in einer durchsuchbaren Datenbank auf dem PC gespeichert. Ziel ist es, Nutzern zu ermöglichen, vergangene Aktivitäten und Informationen leicht wiederzufinden.

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Sicherheitsbedenken führten zur Verzögerung

Die ursprüngliche Version von Recall stieß auf heftige Kritik von Sicherheitsexperten und Nutzern. Hauptkritikpunkt war, dass die gesammelten Daten unverschlüsselt gespeichert wurden und somit leicht von anderen Nutzern oder potenziellen Angreifern eingesehen werden konnten.

Dies veranlasste Microsoft dazu, den Start der Funktion zu verschieben und grundlegende Änderungen vorzunehmen. Die Redmonder haben bereits einige Änderungen angekündigt, um die Sicherheit von Recall zu verbessern:

  • Die Datenbank wird im Ruhezustand verschlüsselt.
  • Der Zugriff erfordert eine Authentifizierung über Windows Hello.
  • Die Funktion wird standardmäßig deaktiviert sein und muss vom Nutzer aktiviert werden.
  • Es wird eine "Just-in-Time"-Entschlüsselung implementiert, die durch Windows Hello Enhanced Sign-in Security (ESS) geschützt ist.

Systemanforderungen und Verfügbarkeit

Um Recall testen zu können, benötigen Nutzer einen Copilot+ PC. Die Mindestanforderungen umfassen einen Prozessor mit Neural Processing Unit (NPU) von mindestens 40 TOPS, 16 GB Arbeitsspeicher (RAM) und 256 GB Speicherplatz.

Aktuell unterstützen x86-Builds von Windows für Intel- und AMD-Prozessoren keine Copilot+-Funktionen, unabhängig von der Hardware. Dies soll sich jedoch noch in diesem Jahr ändern.

Ausblick und mögliche Herausforderungen

Der verzögerte Start von Recall und die geplante Testphase mit Windows Insidern deuten darauf hin, dass die vollständige Einführung der Funktion möglicherweise erst 2025 erfolgen wird. Microsoft testet in der Regel neue Windows-Funktionen über Wochen oder Monate, bevor sie breiter verfügbar gemacht werden.

Es bleibt abzuwarten, ob die von Microsoft angekündigten Sicherheitsverbesserungen ausreichen werden, um die Bedenken von Nutzern und Experten auszuräumen. Zudem könnte es eine Herausforderung darstellen, die Balance zwischen der umfassenden Datenerfassung, die Recall benötigt, und dem Schutz der Privatsphäre der Nutzer zu finden.

Was haltet ihr von Microsofts Recall-Funktion? Seht ihr darin einen nützlichen Helfer oder überwiegen für euch die Datenschutzbedenken? Teilt eure Gedanken und Erfahrungen in den Kommentaren.

Zusammenfassung
  • Start der Recall-Funktion für Windows 11 auf Oktober verschoben
  • KI-Technologie von Microsoft wird von Windows Insidern getestet
  • Recall erstellt und analysiert Screenshots von PC-Aktivitäten
  • Ursprüngliche Version speicherte Daten unverschlüsselt
  • Neue Sicherheitsmaßnahmen umfassen Verschlüsselung und Windows Hello
  • Copilot+ PCs benötigen spezielle Hardware für Recall-Funktion
  • Vollständige Einführung von Recall möglicherweise erst 2025

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