Microsoft: Windows ist wegen EU-Vorschriften unsicherer als MacOS
Das weltweite IT-Chaos durch ein CrowdStrike-Update hatte auf Windows-Systemen zum gefürchteten Blue Screen of Death geführt. Microsoft sagt nun, das habe auch mit EU-Richtlinien zu tun, die man in Redmond befolgen müsse ... im Gegensatz zu Apple.
Um zu verstehen, warum das so ist, muss man zunächst wissen, wie derartige Sicherheitsprogramme funktionieren. Das erklärte CrowdStrike in einem Blog-Post, den das Unternehmen schon am Tag nach dem IT-Chaos auf seiner Webseite veröffentlichte.
Diese "Offenheit" von Windows war eine Voraussetzung dafür, dass die CrowdStrike-Software die Systemausfälle verursachen konnte, die letzte Woche Flughäfen, Krankenhäuser und Fernsehsender lahmlegten. Dennoch dürften die meisten Nutzer die Schuld eher bei der Firma für Sicherheitssoftware sehen als bei der EU oder Microsoft. Letztlich führten primär haarsträubende Fehler der Entwickler und unzureichende interne Tests zu dem weltweiten IT-Chaos.
Siehe auch:
CrowdStrike-Software mit Zugriff auf Kernel
Nach Schätzungen von Microsoft waren weltweit etwa 8,5 Millionen Windows-Geräte von den Folgen des fehlerhaften CrowdStrike-Updates betroffen. Nutzer von macOS blieben hingegen gänzlich von Bootloops und Ausfällen verschont.Um zu verstehen, warum das so ist, muss man zunächst wissen, wie derartige Sicherheitsprogramme funktionieren. Das erklärte CrowdStrike in einem Blog-Post, den das Unternehmen schon am Tag nach dem IT-Chaos auf seiner Webseite veröffentlichte.
Diese Programme müssen Zugang erhalten, um den Kern der Betriebssysteme der Computer auf Sicherheitsmängel zu untersuchen. Dieser Zugang ermöglicht ihnen, genau die Systeme zu stören, die sie zu schützen versuchen.
macOS schützt sich selbst
Einen solchen Zugriff auf Kernel-Ebene erlaubt Apple Programmen wie denen von CrowdStrike jedoch schon seit der Veröffentlichung von macOS 10.5 Catalina im Jahr 2019 nicht mehr. Stattdessen überwacht sich das Betriebssystem vereinfacht gesagt selbst. Die Sicherheitssoftware eines Drittanbieters erhält vom OS lediglich die zur Ausübung ihrer Funktion nötigen Daten übermittelt.EU-Regeln verhindern mehr Windows-Sicherheit
Laut Microsoft ist das unter Windows allerdings nicht möglich. Wie das Unternehmen gegenüber dem Wall Street Journal mitteilte, liegt das angeblich an EU-Regularien. So habe man nach einer Wettbewerbsbeschwerde schon 2009 eine Vereinbarung mit der Europäischen Kommission getroffen, die vorschreibt, dass "Hersteller von Sicherheitssoftware denselben Zugang zu Windows erhalten [müssen] wie Microsoft".Diese "Offenheit" von Windows war eine Voraussetzung dafür, dass die CrowdStrike-Software die Systemausfälle verursachen konnte, die letzte Woche Flughäfen, Krankenhäuser und Fernsehsender lahmlegten. Dennoch dürften die meisten Nutzer die Schuld eher bei der Firma für Sicherheitssoftware sehen als bei der EU oder Microsoft. Letztlich führten primär haarsträubende Fehler der Entwickler und unzureichende interne Tests zu dem weltweiten IT-Chaos.
Zusammenfassung
- Fehler bei CrowdStrike-Update führten zu weltweiten Systemausfällen
- CrowdStrike-Update verursachte Bootloops und Ausfälle
- 8,5 Millionen Windows-Geräte von fehlerhaftem Update betroffen
- Mac OS Nutzer durch Apples Schutzmaßnahmen nicht betroffen
- Apple verwehrt seit 2019 Zugriff auf Kernel-Ebene
- Windows muss laut EU-Regularien Drittanbietern Zugang gewähren
Siehe auch:
- Nach CrowdStrike-Chaos: Ist die Welt zu stark von Windows abhängig?
- Kriminelle nutzten CrowdStrike-Chaos zum Verteilen von Malware aus
- Wiederherstellung: Microsoft veröffentlicht CrowdStrike-Recovery Tool
- Das sagt der CrowdStrike-CEO nach dem weltweiten Chaos-Update
- Kritik an CrowdStrike wächst: Updates legten auch Linux-Server lahm
Thema:
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