12V-Batterie war leer: Feuerwehr muss Kleinkind aus Tesla befreien

Es kann passieren, dass die Batterie eines Elektrofahrzeugs stirbt. Das hat nichts mit dem zum Fahren eingesetzten Akku zu tun und hat zur Folge, dass sich Türen nicht mehr öffnen. Das ist auch bei Tesla so und hat seine Tücken - wie eine Großmutter aus Arizona erfahren musste.
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Akku ist nicht gleich Akku

Es ist sicherlich dem einen oder anderen Besitzer eines Autos schon mal passiert: Man lässt das Licht oder eine andere Komponente über Nacht an und merkt am nächsten Tag: Nichts geht mehr. Das gilt für Verbrenner wie auch für Elektroautos. Bei letzteren führt das allerdings manchmal zu einem Denkfehler, denn Batterie ist nicht gleich Batterie. Anders gesagt: Der "große" Akku des Stromers ist nicht mit der 12-Volt-Autobatterie verbunden, denn letztere ist für den Start des Fahrzeugs und auch die heutzutage immer häufiger elektrischen Türöffner zuständig.

Das führt zu speziellen Problemen: Bei einem Tesla ist es nämlich möglich, sich aus dem Fahrzeuginnenraum zu befreien, wenn die 12V-Batterie leer ist oder abgeklemmt wird (etwa bei einem Unfall). Hierfür steht im Türgriff ein "versteckter" Hebel bereit. Doch wenn die Batterie leer ist und man hineinwill, gibt es keine andere Möglichkeit, außer ein externes Aufladen des "toten" Akkus.


Wie The Verge unter Berufung auf Arizona's Family berichtet, sorgte das bei einer Großmutter aus Arizona für viel Aufregung. Sie wollte mit ihrem Enkelkind in den Zoo fahren und setzte das 20 Monate alte Mädchen auf den Kindersitz auf der Rückbank.

"Ich schloss die Tür, ging um das Auto herum und mein Auto war tot", sagte Renee Sanchez. "Ich konnte nicht einsteigen. Mein Phone-Key öffnete (das Auto) nicht. Mein Kartenschlüssel öffnete es nicht." Die Enkeltochter war gefangen und das in einer offenbar nicht klimatisierten Garage im heißen Arizona.

Sanchez rief die Feuerwehr, die auch schnellstmöglich eintraf. Sie erzählt: "Und als sie hier ankamen, sagten sie als Erstes: 'Uggh, das ist ein Tesla. In diese Autos kommen wir nicht rein' Und ich sagte: 'Mir ist egal, ob ihr mein Auto in zwei Hälften schneiden müsst. Holt sie einfach raus.'"

Das machten die Feuerwehrleute auch und klebten zunächst eine Spezialfolie auf die Scheibe, damit das Glas das Mädchen nicht verletzt. Mit einer Axt wurde diese dann eingeschlagen und das Kind aus dem Auto geholt. Warum der Akku ohne Vorwarnung den Geist aufgab, ist nicht bekannt.

Übrigens haben viele Autos einen sogenannten Notschlüssel, dieser ist in der Regel im Funkschlüssel versteckt und damit kann man das Fahrzeug auch dann öffnen, wenn die 12V-Batterie leer ist. Teslas haben diesen nicht.

Zusammenfassung
  • Batterie eines Elektrofahrzeugs kann unabhängig vom Fahrakku sterben
  • Leere 12-Volt-Batterie verhindert das Öffnen der Türen bei Elektroautos
  • Bei Tesla gibt es einen versteckten Hebel im Türgriff für Notfälle
  • Externes Aufladen nötig, wenn die 12V-Batterie leer ist und man ins Auto will
  • Großmutter aus Arizona konnte Tesla nicht öffnen, Enkelin war eingeschlossen
  • Feuerwehr musste Scheibe einschlagen, um das Kind zu retten
  • Teslas haben keinen Notschlüssel, der bei leerer Batterie hilft

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