Tesla zeigt, wie man aus Model 3-Teilen Beatmungsgeräte herstellt

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Tesla-Chef Elon Musk ist in der Coronakrise bisher einen vielfach kritisierten Zick-Zack-Kurs gefahren. Zunächst hat er versucht, die Bedrohung kleinzureden, wohl auch um seine Fabriken möglichst lange offenhalten zu können. Inzwischen ist Tesla aber voll auf "Wir helfen" umgeschwenkt und will vor allem mit Beatmungsgeräten Covid-19-Patienten helfen.

Kritik an Tweets von Musk

Der Tesla-Gründer und -Chef hat noch Anfang März geschrieben, dass die Coronavirus-Panik "dumm" sei. Hierbei konnte man Musk zwar noch rechtgeben, doch der 48-Jährige legte nach, und zwar auf eine Weise, für die er zu Recht heftig kritisiert wurde. Denn Musk behauptete unter anderem, dass Kinder "im Wesentlichen immun sind" und dass ein auf Panik basierender zu großer Fokus auf Corona auf Kosten anderer Krankheiten gehen werde, da die Zahlen an Covid-19-Infektionen zu gering sei.

Inzwischen ist klar, dass beides falsch war: Kinder sind sehr wohl betroffen und können auch sterben. Dazu kommt, dass die USA nun den Preis für eine verspätete Reaktion zahlen, da man mittlerweile jeden Tag mehr als tausend neue Todesfälle zu verzeichnen hat, Tendenz leider immer noch steigend.

Doch damit war die Sache noch immer nicht vorbei: Berichten zufolge ließ Musk seine Angestellten in der Fabrik im Fremont trotz behördlicher Anordnung weiterarbeiten und wollte erreichen, dass Tesla als "essentielle" Produktionsstätte eingestuft wird.

Inzwischen hat aber auch Musk den Ernst der Lage erkannt und versucht zu helfen. So hat Tesla dem "Brandherd" New York Beatmungsgeräte gespendet und geschickt. Doch auch hier gab es Kritik und Vorwürfe der "billigen PR", denn dabei handelte es sich laut Financial Times nicht um echte Ventilatoren, sondern welche zur so genannten BiPAP-Beatmung (Biphasic Positive Airway Pressure), die zur Behandlung von Schlaf-Apnoe zum Einsatz kommen.

Model 3 als Basis für Beatmungsgeräte

Inzwischen arbeitet Tesla aber aktiv an Komponenten für Beatmungsgeräte mit und will demnächst auch selbst die für Covid-19-Erkrankte lebensnotwendigen Ventilatoren herstellen. Dabei sollen vor allem Teile von Model 3-Autos zum Einsatz kommen, wie das Ganze funktionieren soll, zeigen Tesla-Techniker in einem Video. Zentral ist hierbei vor allem die Entertainment-Konsole, denn Display, Motherboard sowie Betriebssystem werden für die Nutzung als medizinisches Gerät "zweckentfremdet". Das Ganze ist allerdings immer noch in einem frühen Stadium, man kann also nur hoffen, dass das nun mehr ist als nur PR.
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Geschickt. Wenn das klappt wird Tesla doch noch systemrelevant und darf wieder den Betrieb hochfahren.
 
"Inzwischen ist klar, dass beides falsch war: Kinder sind sehr wohl betroffen und können auch sterben." Er hat nie gesagt dass Kinder nicht daran sterben können. Offenbar sind selbst einfachste Recherchen zu viel für WF.
 
@BigSword: Er hat geschrieben: "Kids are essentially immune", im Text steht "dass Kinder 'im Wesentlichen immun sind'" Was ist daran falsch? Oder ist das auch Majestätsbeleidigung?
 
@witek: "dass Kinder 'im Wesentlichen immun sind" schließt nicht aus, dass Kinder daran sterben können. Die Aussage ist daher nicht falsch.
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