Grünheide: Bürgervotum stoppt Ausbau der Tesla-Gigafactory Berlin
Die Brandenburger Fabrik des Elektroautobauers Tesla hat in der Region viele Arbeitsplätze geschaffen, unumstritten ist sie aber nicht - im Gegenteil. Das zeigt nun auch ein eindeutiges Votum der Anwohner. Denn diese sprachen sich klar gegen einen Ausbau des Werks aus.
Geplant war, das bislang rund 300 Hektar große Areal um weitere 118 Hektar zu vergrößern, konkret sollten dort ein Güterbahnhof und weitere Logistikflächen entstehen. Ein Grund für die Ablehnung war, dass hierfür weitere Waldflächen gerodet werden sollten, diese waren bereits beim Hauptwerk ein großer Streitpunkt gewesen. Ein weiteres "altes" Thema war und ist die Sorge vor einer Belastung des Grundwassers.
Tesla teilte mit, dass man enttäuscht sei, man blieb aber ungewohnt diplomatisch und moderat im Ton des Statements: "Es obliegt der Gemeinde Grünheide, über das B-Plan-Verfahren zu entscheiden. Wir sehen, dass die Bürgerinnen und Bürger von Grünheide Sorgen in Verbindung mit der geplanten Flächenerweiterung haben."
Laut dem Unternehmen wolle man mit allen Beteiligten weitere Schritte abstimmen, denn ein endgültiges Aus für die Ausbaupläne stellt das nicht dar. Man arbeite weiterhin daran, eine "signifikante Verlagerung des Lkw-Verkehrs auf die Schiene zu ermöglichen, sowie generell einen schnellen Infrastrukturaufbau rund um die Fabrik sicherzustellen".
Das Ergebnis ist rechtlich zwar nicht bindend, de facto wird sich die Gemeindevertretung nicht darüber hinwegsetzen, schließlich stehen in Brandenburg Kommunalwahlen an. Tesla kann die Pläne, allen voran für den Güterbahnhof, allerdings noch ändern bzw. anpassen.
Siehe auch:
61 Prozent gegen den Ausbau
3499 Nein-Stimmen und 1882 Menschen, die sich dafür aussprachen: Das ist das eindeutige Votum der Bevölkerung aus der Gemeinde Grünheide in der Nähe von Berlin. Die Einwohner des 9000-Seelen-Örtchens waren zuvor aufgerufen worden, über die Zukunft der offiziell Gigafactory Berlin-Brandenburg genannten Produktionsstätte zu entscheiden. Die Briefwahl hatte für Grünheider Verhältnisse eine Rekordbeteiligung, denn laut Tagesspiegel nahmen 61 Prozent der Wahlberechtigten daran teil.Geplant war, das bislang rund 300 Hektar große Areal um weitere 118 Hektar zu vergrößern, konkret sollten dort ein Güterbahnhof und weitere Logistikflächen entstehen. Ein Grund für die Ablehnung war, dass hierfür weitere Waldflächen gerodet werden sollten, diese waren bereits beim Hauptwerk ein großer Streitpunkt gewesen. Ein weiteres "altes" Thema war und ist die Sorge vor einer Belastung des Grundwassers.
Tesla teilte mit, dass man enttäuscht sei, man blieb aber ungewohnt diplomatisch und moderat im Ton des Statements: "Es obliegt der Gemeinde Grünheide, über das B-Plan-Verfahren zu entscheiden. Wir sehen, dass die Bürgerinnen und Bürger von Grünheide Sorgen in Verbindung mit der geplanten Flächenerweiterung haben."
Laut dem Unternehmen wolle man mit allen Beteiligten weitere Schritte abstimmen, denn ein endgültiges Aus für die Ausbaupläne stellt das nicht dar. Man arbeite weiterhin daran, eine "signifikante Verlagerung des Lkw-Verkehrs auf die Schiene zu ermöglichen, sowie generell einen schnellen Infrastrukturaufbau rund um die Fabrik sicherzustellen".
Das Ergebnis ist rechtlich zwar nicht bindend, de facto wird sich die Gemeindevertretung nicht darüber hinwegsetzen, schließlich stehen in Brandenburg Kommunalwahlen an. Tesla kann die Pläne, allen voran für den Güterbahnhof, allerdings noch ändern bzw. anpassen.
Zusammenfassung
- Tesla-Fabrik in Brandenburg stößt auf Ablehnung
- Grünheide gegen Werkserweiterung von Tesla
- Hohe Wahlbeteiligung bei Abstimmung in Grünheide
- Bürger sorgen sich um Rodung und Grundwasser
- Tesla äußert sich diplomatisch zur Abstimmung
- Unternehmen will Infrastruktur und Schienenverkehr fördern
- Ergebnis nicht bindend, aber kommunalpolitisch relevant
Siehe auch:
- Tesla: IG Metall erzwingt Stopp der Betriebsratswahl vor Gericht
- Anti-Tesla-Lobby-Gruppe bekommt Ärger für Super-Bowl-Spot
- Fahrerflucht nach Unfall mit Todesfolge: Mann gibt Teslas FSD Schuld
- Tesla Cybertruck: Karosserie aus "rostfreiem" Stahl hat Rostprobleme
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