Microsoft: Entwickler sollen bei KI sparen - 'Tokenmaxxing' unerwünscht

Weil die Kosten für den Ausbau der Infrastruktur hinter Diensten aus dem Bereich der sogenannten Künstlichen Intelligenz weiter steigen, ruft Microsofts Management die Entwickler des Konzerns auf, bei der KI-Nutzung sparsam vorzugehen.
Hacker, Security, Hack, Entwickler, Entwicklung, Cybersecurity, Exploit, Hacking, Code, Programmierung, Quellcode, Programmierer, Developer, Programmieren, Sdk, Sourcecode, Cyber, Dev, Coding, Coder, Development, Binärcode, Binär

Microsoft will Effizienz bei KI-Nutzung steigern

Microsofts Executive Vice President of CoreAI Jay Parikh hat in einer E-Mail an die Mitarbeiter des Softwaregiganten dazu aufgefordert, die ihnen zur Verfügung stehenden KI-Dienste möglichst effizient zu nutzen. Das Unternehmen stellt laut Parikh derzeit auf OpenAI GPT-5.6 als "Standardmodell" für die interne Verwendung um, weil man so "mehr Wert aus der Investition in Token schöpfen" will.

Künftig führt Microsoft laut 404Media außerdem ein "Budgetziel für KI-Token" ein, das jeder Mitarbeiter individuell nachvollziehen kann. Die sogenannten Token sind eine Art Guthaben bei der Nutzung von KI-Diensten, das mit einer zunehmenden Komplexität der Anfragen schwindet. Zeitweise hatten die Technologiekonzerne ihre Mitarbeiter angewiesen, KI so stark wie möglich zu nutzen, was zum sogenannten "Tokenmaxxing" führte, das letztlich zu gigantischen Kosten für die Unternehmen führte.


Laut Parikhs E-Mail "optimiert" man jetzt nicht mehr auf eine möglichst starke Nutzung der KI-Dienste, sondern auf maximale Effizienz. Die internen Richtlinien würden deshalb so angepasst, um den Token-Verbrauch genauso diszipliniert zu gestalten wie die Nutzung anderer kritischer Ressourcen.

Microsoft versucht durch seine geänderten Richtlinien für die KI-Nutzung seiner Mitarbeiter offensichtlich die Ausgaben für derartige Dienste zu reduzieren. Zuletzt hatte man bereits begonnen, die für Entwickler zur Verfügung stehenden KI-Lösungen bei der zum Konzern gehörenden Developer-Plattform GitHub auf verbrauchsbasierte Abrechnung umzustellen, was die Kosten für deren Nutzung deutlich ansteigen ließ.

Auch eine Reihe anderer Technologiefirmen wie Amazon, Adobe und Atlassian haben seit einiger Zeit begonnen, stärker auf den Verbrauch von KI-Tokens durch ihre Mitarbeiter zu achten. Hintergrund sind die enormen Kosten für den Ausbau der KI-Kapazitäten, während die langfristige Wirtschaftlichkeit zunehmend infrage gestellt wird.

Zusammenfassung
  • Microsoft fordert seine Angestellten zu effizienterer KI-Nutzung auf
  • Als neuer interner Standard dient künftig das Modell OpenAI GPT-5.6
  • Für die Mitarbeiter wird ein individuelles Token-Budget eingeführt
  • Exzessives Tokenmaxxing verursachte zuvor extrem hohe Kosten im Konzern
  • Auch andere Tech-Firmen achten zunehmend strenger auf KI-Ausgaben

Siehe auch:
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!