FBI warnt vor Hacks: Wasserversorger sollen PCs vom Internet trennen

Seit der letzten Woche gibt es in den USA vermehrt Versuche von ausländischen Angreifern, die Wasserversorgung zu stören. Zuerst war von Attacken in sieben Bundesstaaten die Rede, doch jetzt heißt es, dass in 12 Staaten entsprechende Angriffe erfolgten.
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Iran soll Wasserversorgung in den USA attackieren

In den Vereinigten Staaten wächst die Sorge vor Angriffen auf die Wasserver- und -entsorgung durch staatlich beauftragte Hacker aus dem Ausland. Zunächst war in der letzten Woche zu hören, dass in mindestens sieben Staaten entsprechende Attacken auf örtliche Wasserversorger erfolgt sein sollen. Mittlerweile hat sich die Zahl der angegriffenen Infrastrukturbetreiber angeblich stark erhöht.

Laut dem US-Fernsehsender ABC, der sich auf anonyme Quellen beruft, soll es inzwischen in mindestens 12 US-Bundesstaaten Online-Attacken auf eine Reihe von Wasserversorgern gegeben haben. Die Angreifer versuchen dabei angeblich, Schwachstellen in der teilweise stark veralteten IT-Infrastruktur der jeweiligen Unternehmen auszunutzen, um so die Wasserversorgung der Bürger und der Industrie zu beeinflussen.

Die US-Bundespolizei FBI hat in offiziellen Warnungen an die jeweiligen Netzbetreiber angeblich dringend dazu aufgefordert, die Systeme zur Steuerung der Wasserversorgung und von Abwasseranlagen umgehend vom Internet zu trennen.


Manuelle Steuerung soll vorbereitet werden

Außerdem sollen die Netzbetreiber "Sicherungen" einbauen und ihre Mitarbeiter darauf vorbereiten, die Steuerung der verschiedenen Anlagen und Wassersysteme bei Bedarf auch manuell vornehmen zu können. Auf diese Weise soll die Versorgung auch dann sichergestellt werden, wenn die Angreifer tatsächlich erfolgreich in Computersysteme der Wasserversorger eindringen und diese lahmlegen sollten.

Bisher gibt es keine Meldungen über Fälle, in denen die Attacken auf die Infrastrukturbetreiber konkrete Beeinträchtigungen verursacht haben. Aus dem Bundesstaat Michigan war laut ABC zu hören, dass alle Systeme sicher weiterlaufen würden, wobei "Probleme von lokalen Betreibern behoben" wurden und es keine bekannten Auswirkungen gebe, die eine Gefahr für die Gesundheit der Öffentlichkeit darstellen könnten.

Das FBI und andere Sicherheitsexperten gehen laut dem Bericht davon aus, dass hinter den Angriffen staatlich beauftragte Hacker aus dem Iran stehen könnten. Die Attacken dürften somit eine Art Racheaktion gegen die Angriffe der USA und Israels auf das Land im Mittleren Osten sein.

Zusammenfassung
  • Das FBI vermutet staatliche Hacker aus dem Iran hinter den Angriffen
  • Die Cyberattacken betreffen inzwischen mindestens zwölf US-Bundesstaaten
  • Hacker nutzen gezielt Schwachstellen veralteter IT-Infrastrukturen aus
  • Das FBI rät dringend zur Trennung der Steuerungssysteme vom Internet
  • Mitarbeiter sollen sich auf eine manuelle Steuerung vorbereiten können
  • Bisher gibt es keine bekannten Gefahren für die öffentliche Gesundheit

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